Beiträge von questor | hangloose

    OT: Viel schwerer wäre ein buff doch auch noch und hätte multiuse nutzen.

    Ein rechteckiges Wäschenetz (Rossmann) dient tagsüber als packsack, braucht bei mir keinen Bezug und wiegt die Hälfte.

    Ein T-Shirt nachts über die Isomatte gezogen ist sogar ein gerichtsneutraler Bezug für Füllung, wenn man denn noch eins dabei hat.


    Und zum Thema:

    Nachdem ich nur noch ein dichtes, aufschraubbares Beißventil von platypus for Flaschen habe - die Einweg 'Sportverschlüsse' von Möchtegern Sportgetränken sind auch nicht schlecht, gerade welche von Aldi mit Klappverschluss in Betrieb gehabt.

    Flugzeug Einwegbesteck ist oft etwas robuster als das komplett brüchige Einwegzeug vom Imbiss o.ä.

    Wie bei allem, was für Einweg gedacht und mir Nahrungsmitteln in Kontakt ist, sollte man ggf. die dauerhafte chemische und mechanische Beständigkeit Bedenken und zumindest im Blick behalten, sprich die Verwendung nicht ewig ausdehnen, so zumindest mein Herangehen.

    Spannend, danke für's Teilen der Klebeversuchsergebnisse, die Frage, wie viel das bringt, stand ja auch schon länger im Raum. Worauf führst Du das zurück, dass es einer Klebeverbindung von dort verbundenen dcf Tarpsegmenten nicht ebenbürtig ist? Überrascht mich bei nicht dehnbarem Ausgangsmaterial.

    Bin gespannt, wie Du das sonst angehen wirst, wenn nicht doch mit einem entsprechenden Schnitt.

    Schick! Da jetzt noch irgendwie durch verkürzen mit Falten einen Poncho Modus :saint::love:

    Kriegt man mit dcf genug Spannung auf die Ecken zur Spitze? Das ist bei meinem 3*2 als Halbpyramide der Schwachpunkt, sobald der Wind von hinten drückt.

    Fand die SP auch toll zu Anfang, vor allem als Handgepäck Reisender, aber bin weitestgehend von weg. Wenn ich unterwegs bin, dann eher auf langen Touren, bei denen sich der Boden eben wandelt und schwer erwartbar ist, was kommt. die Nische, in der sie funktionieren ist da einfach zu schmal.

    Die SP haben nicht nur bei steinigem Boden Probleme, sondern eben auch bei hartem, trockenen, verdichteten Boden - und bei zu weichen, losen Boden, auch bedingt durch ihr spezifisches Design, das immer senkrechtes, komplettes Versenken erfordert. Und - sie biegen sich nicht nur, wenn man wie wild drauf tritt oder schlägt, sondern auch leicht bei ausreichend Widerstand eben auch schon beim ruhigen, gleichmäßigen belasten und eintreiben.

    Habe nur noch zwei 90er dabei für die Kopf- und Beinfreiheit der Halbpyramide, falls ich mal bodenbrüten muss, ohne die das Tarp aber auch zu stellen wäre.

    Stattdessen bin ich mit den billigen Plastik Coghlans seit Jahren hoch zufrieden, sind tatsächlich meine hauptsächlich genutzten - auch, wenn ich nicht mit Handgepäck reise.

    Herrschaften - ich glaube, ihr redet aneinander vorbei.

    Christian Wagner bezog sich schätze ich lediglich auf mein eines Modell, dass ich hier hochgeladen - und nicht noch der Allgemeinheit auf einer Plattform zur Verfügung gestellt habe, wovon alle etwas hätten - völlig richtig. :thumbup:
    (Nur ist mir das noch gar nicht so geheuer, ein noch nicht weiter erprobtes, funktionales Teil dort der breiten Masse als 'fertig' zu präsentieren - und es gibt ja auch schon ein paar andere Halter dort.)


    Es soll hier ja auch vielmehr um das Sammeln von Links zu Modellen mit UL-Bezug gehen.
    Und das hat natürlich insofern einen Mehrwert, dass man das ein- oder andere vielleicht noch gar nicht im Kopf hatte, also auch nicht aktiv danach gesucht hätte, wenn man nicht hier von einem anderen ULer darauf aufmerksam gemacht wird.
    Wenn darüber hinaus auch noch eigene Kreationen präsentiert werden, ist das natürlich auch klasse.

    Aber lasst uns doch die gezückten Sandkastenschäufelchen wieder einpacken - und auch die grundsätzliche 3D Druck Diskussion wenn Bedarf ist andernorts fortführen, danke.

    Weiter geht's zum Frühstück nach Kaleücagiz.
    Ganz beschauliches Dörfchen, eher Individualtourismus statt Bettenburgen, wie in vielen Orten hier.
    Und - brauchbaren Kaffee gibt's, dank Vater und Sohn, die sich wohl auf Reisen von Hipstercafes etwas haben inspirieren lassen. Das Wetter ist ungewohnt mäßig, es ist sogar Regen angekündigt, da ist außer den obligatorischen, deutschen Urlaubsfrühaufstehern mit der Brechstange neben uns am Tisch noch nicht viel los. Die Anzahl der Ausflugsboote verkündet aber auch hier eine eher geschäftige Hauptsaison.





    Der Hafen und die Bucht von Kaleücagiz ist gleich von zwei vorgelagerten Inselketten geschützt - was für ein uneinnehmbarer Ort das einmal gewesen sein muss.





    Es geht die Küste entlang Richtung Kale(köy), dem historischen Hafen und Burg der Bucht mit der Simena Nekropolis.
    Vorbei an den Trockendocks, wo die schönen Holzboote, für die die Türkei bekannt ist, für die Saison fit gemacht werden.




    Hier ist dann Restaurant- und Anlegertechnisch schon etwas größer aufgefahren - die Ruine aber auch wirklich toll gelegen - und von Steinsarkophargen übersäht - selbst im Wasser!





    Weiter an sich im Bau befindlichen Holzbooten - beeindruckend



    Und Plaste-Gewächshäusern und deren eher weniger beeindruckender Umgebung




    Schweinemast und Armut auf der einen - Luxusresort auf der anderen Straßenseite - die berühmte Schere, um die sich der Schweinemastgestank jedoch nicht schert - Karma...


    Es nieselt inzwischen leicht, der Boden wird lehmig-klebrig - und das skinout weight je Schuh gefühlt ein Kilo schwerer.
    Wir treffen trotzdem immer wieder Tageswanderer, die die historische Landschaft erkunden - und ein Truppe halbstarker Kartoffeln auf erster Wandertour


    Vor Demre hat sich das Wetter wieder etwas beruhigt, der Anfang der Bucht ist ganz hübsch, der Rest eher weniger - und so kürzen wir die lange Schnellstraße in die Stadt hinein per Taxi ab, als jemand auf Kundenjagd vorbeikommt.


    Wir kaufen ein, schlagen uns in Demre den Bauch ordentlich voll - und beäugen dabei eher mäßig amüsiert, wie sich der Himmel wieder verdunkelt, geht es doch recht hoch hinaus in's Landesinnere. Und so halten wir uns noch eine ganze Weile an immer neuen Fressalien auf.
    Aber was soll's, wird schon - so zumindest der Gedanke.

    Der erste Aufstieg mit Blick auf die Obst- und Gemüseproduktion ist noch ganz passabel trotz Regen - allerdings wird es eher mehr als weniger.




    Es fängt an zu dämmern - und regnet immernoch ordentlich - also laufen wir einfach weiter - wird schon aufhören - und weiter - wird schon...irgendwie nicht! Die Kopflampen reichen im Wolkenbruch und schon länger vollständiger Dunkelheit auch nicht allzu weit, der Weg schneidet durch den Hang, geeignete Campspots Mangelware, Stunde um Stunde.
    Irgendwann stehen wir mitten am Wegrand, Stunden von einer Ortschaft entfernt an einem kleinen Flachbau - eine winzige Moschee.
    It may - or may not be, dass wir, inzwischen klatschnass - im Gebetsraum übernachtet haben - mit ziemlich mulmigem Gefühl.
    Und dass der automatische Tonband-Muezinruf uns ordentlich Schrecken eingejagt hat.
    Auf Nächstenliebe gebaut hoffentlich mit dem Bemühen um Respekt rudimentär akzeptabel.

    Der Tacho meldet knapp 25km, 1200hm rauf, 300 runter

    Bei dem Szenario muss ich aber wahrscheinlich nicht den Urlaub abbrechen und kann noch irgendwie drauf schlafen?

    Das stellt man sich so vor, aber in vielen Fällen nicht wirklich. Mit einer Riesenbeule unter dem Rücken war's das. Und - wenn sie erstes Kammer gepoppt ist, sind die danebenliegenden stärker beansprucht und ein Dominoeffekt setzt ein, sobald man mit Gewicht belastet, da hilft auch weniger aufblasen kaum.

    Löcher lassen sich flicken - wenn man sie denn findet. Und mit groundsheet würde ich mir da auch nicht zu viel Sorgen machen.

    Die Tage gleichen sich irgendwann etwas - zumindest mit dem inzwischen schon etwas größeren, zeitlichen Abstand.

    Viel hübsche Küste, viel verlockendes Wasser, viiiiel Sonne.

    Pause in der Bucht von Sisla Mevki. Hier ist ein Cafe verzeichnet, jedoch steht hier nur ein ziemlich verlassen wirkender Foodtruck.
    Na dann gibt's eben Selbstverpflegung. (Wrap mit Schokocreme aus der Tube an Haferflocken, garniert mit Babybrei aus dem Quetschie und Cashews - da hält doch eh kein Cafe mit! ||)


    Auch Wasser ist erst im Ort verzeichnet - und da wir schon wieder ziemlich leer sind, schnaufen wir extra noch einmal bergauf zum Auffüllen.
    Nur, um bei der Rückkehr in die Bucht mitzuerleben, wie der Foodtruck seine Ladenklappe öffnet - und sich das perfekt arrangierte Produktangebot offenbart - gefolgt vom frei zugänglichen Wasseranschluss an der Bruchbude daneben, der uns entgangen war. Nun gut, was man nicht im Kopf hat...Schwamm drüber und weiter Richtung Kaleücagiz.

    Wieder viel Meerblick, dann ein abermals hübscher Schlenker in's Landesinnere,

    dann wieder Meerblick und tolle Buchten, gepaart mit Ruinen, die wir eine ganze Weile erkunden - und den ikonischen Steinsarkophargen, die uns die nächsten Tage begleiten werden.



    Es läuft sich wie immer passabel - und so schlappen wir wieder einmal bis in die Dunkelheit, ehe wir kurz vor Kaleücagiz Lager machen, um dort am nächsten Tag zum Frühstück aufzuschlagen.

    Der Tacho meldet 28km, 750hm hoch, 800 runter

    Bei Sonnenaufgang schälen wir uns langsam aus den Penntüten,

    genießen ein bisschen die ersten warmen Strahlen - und sodann die überraschend funktionierenden Strandduschen.

    Uns dünkt, dass das der Strand gewesen sein könnte, der Eintritt kostet, wie wir irgendwo bei der Vorbereitung gelesen hatten - denn hier bei Gelemis gibt es auch eine ganze Menge Ruinen zu betrachten

    Beim in die Höhe schrauben gibt es noch mal einen schönen Weitblick zurück auf den nicht enden wollenden Strand von gestern (und besagte Ruinen),

    ehe ehe es wieder mit etwas Abstand und Weitblicken die Küste entlang geht und das Auge sich am türkisen Wasser und der abwechslungsreichen Küstenlandschaft erfreut,


    bis wir bei Kalkan bis Kas mit dem Bus abkürzen, um uns die fast 30km parallel zur Schnellstraße zu ersparen.
    Nach Kalkan rein zieht es sich ewig. Der Ort ist schon früh zum greifen nah - das Umlaufen der langgezogenen Bucht im steilen Küstengelände und bei voller Sonne frittiert gefühlt die letzten Nerven. Da werden in Kalkan erst mal die Supermärkte geplündert zur Abkühlung.
    Am Busbahnhof lernen wir, dass auf der Fahrtsrecke gerade ein Radrennen läuft und eine Weile lang erst mal nichts fährt.

    Also gut - what can you do - dann eben futtern, bis wir wieder weg kommen, auf nach Kas.
    Kas ist schon ordentlich touristisch, aber ganz nett gemacht und (zur Nebensaison) auch nicht übermäßig voll.


    Speaking of voll - wir völlen ordentlich - und laufen sodann noch wie so oft weiter als geplant in die Dunkelheit, bis wir mit dem Campspotangebot zufrieden sind - und den uns folgenden Hund los - dafür aber von ganz schön großen Spinnen umringt. Manchmal freue ich mich über meinen Hängemattencocoon mit Moskitonetz ganz besonders...:D

    Knappe 30km, 600hm hoch, 690 runter

    210T Polyster wiegt ungefähr 800g.

    Es ist halt der Gedanke etwas selber zu machen aber ich halt kaum Plan habe.

    Perfekte Voraussetzungen zum Ausprobieren. Wenn was schief geht, lernt man auch - und das Teil ist eh sackschwer. Wenn es funktioniert, macht's eh Sinn, das ganze noch mal mit leichtem Stoff zu replizieren, damit der multiuse Mehrwert gewichtsmäßig auch wirklich zu Buche schlägt. Bei dem Gewicht liege ich ja mit Tarp und Poncho einzeln noch bei der Hälfte des Gewichts.

    Vielleicht bietet es sich sogar an, eine günstige Regenjacke wie die Standard Decathlon von ihrer Kapuze zu befreien und hier zu verbauen - war zumindest mein Gedanke als bekennender Nählegastheniker ^^:thumbup:

    Gut Holz jedenfalls - und lass uns am Ergebnis teilhaben.

    Bin gerade über den Baltic Express gestolpert, der zwischen Tschechien und Polen verkehrt.

    The Baltic Express: Central Europe's new hop-on hop-off train
    The recently launched route from Prague to Gdynia on Poland's Baltic coast takes travellers directly into Central Europe's most vibrant and less-touristed…
    www.bbc.com

    Up to the Baltic Sea! The Sale of Tickets for the New Baltic express Has Already Started | České dráhy, a.s.

    adaptive Kapuze.

    Was meinst Du damit? Dir Verstellbarkeit? Das wird schon irgendwie funktionieren oder? Ich frage mich eher wie der TO, wo man die am besten positioniert und das ganze dann als poncho trägt, wenn die Maße des Tarps zu groß für einfach nur überwerfen sind.

    Wieso nimmst Du nicht ein GateWood Cape?
    Dafür gibt es inzwischen auch ein passendes inner.

    Ich find ja das pyraomm Poncho Teil interessant - das dürfte im Wind deutlich besser stehen, als das GWC...

    Die scheinen den Swiss Piranhas ähnlich zu sein. Bekommst du die auch in steinige Böden? Mit den Swiss Piranhas funktioniert das nicht und ich vermute die Böden am Lykischen Weg könnten ebenfalls steinig sein. Aber vielleicht berichtest du noch dazu.

    Bis auf das beide aus Plastik sind, haben die eigentlich überhaupt nichts gemeinsam. Die Piranhas müssen ja senkrecht bis zum Kopf versenkt werden, um vernünftig Haltekraft zu entwickeln.

    Die Coghlans werden wir normale stakes benutzt. Mit den Swiss Piranhas habe ich mich auf dem hrp in die Nesseln gesetzt, nie weit genug rein bekommen. Mit den Coghlans keine Probleme, seit Jahren. Selbst jetzt gerade in den Hochalpen nicht.