Carbonfilz ist da zum Umgreifen auch beliebt.
Beiträge von questor | hangloose
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Spaltmesser mit 200 g
Die Hälfte ist noch gut machbar.
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sieht aber aus wie ein StratoSpire 2-Klon
Dipole meinst Du?
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Ich wache auf, und mir brummt ordentlich der Schädel. So fühlt sich das also an, wenn man anfängt, zu dehydrieren...
Ich inhaliere den Apfel, das tut gut - und dann nichts wie los, auf zum Wasser!
Welches Wasser?
Es geht weiter, wie es gestern endete. Endlose Graslandschaft, eine nicht vorhandene, eingezeichnete Quelle jagt die nächste.
Und auch in Sachen Weg, beziehungsweise weglos-beschwerlicher Graslandschaft
nebst kaum auffindbarer Markierung ist alles beim Alten.
(die grobe Peilrichtung wird zumindest mitgegeben - wenn man einen der Steine denn im Gras entdeckt hat)Die Sonne ballert schnell wieder ordentlich - und lässt meinen Schädel noch mehr explodieren - yay!
So langsam ist das ganze nicht mehr lustig. Ich habe keine Erinnerung mehr daran, wie lange das so weiter ging, aber das war definitiv das erste Mal, in meiner Wanderkarriere, dass ich ernsthaft unruhig bezüglich Wasser wurde.
Irgendwann komme ich an eine Art Bergdorf, beziehungsweise in der Weidesaison genutze Bretterverschläge, die von irgendwo einen Quelle per Schlauch zu sich geleitet haben.
Viel Kommunikation ist nicht möglich, aber die Blicke sind nicht schwer als Staunen zu dekodieren, als ich gar nicht mehr aufhöre, zu trinken
Dann geht es wieder auf Schotterpiste weiter, bergab in's noch endlos entfernte Mojkovac. In praller Sonne natürlich. Der Blick auf die Karte verspricht, dass das auch so bleiben wird - der Trail ist als Radroute verzeichnet
Ich bin entnervt, und versuche, mich von den wenigen Richtung Tal holpernden, vierrädrigen Seelenverkäufern mitnehmen zu lassen, zunächst ohne Erfolg.
Ein älterer Herr nimmt mich schliesslich in seinem betagten Wagen mit, der geschätzt auch noch ein Stück älter als ich ist. Ich habe Glück, er fährt tatsächlich bis Mojkovac und hat sich stadtfein gemacht! Für den Friedhof, wie ich beim Parken merke
Mojkovac ist weit entfernt von sehenswert.
Ich halte mich an diversen Kaltgetränken und wlan auf - und besorge mir entnervt noch eine montenegrinische SIM Karte, da ich partout nicht herausfinden kann, weshalb meine bosnische hier nicht wie versprochen läuft. Ich komme mit zwei Benelux-Mädels in's Gespräch, die die Gegend schon etwas mehr erkundet haben. irgendwo entlang der Route kommt wohl noch ein netter See, an den sie zum relaxen trampen wollen, aber sonst klingt das alles eher underwhelming - und die Route ist weiterhin Radroute und Schotter - so gar nicht meins.
So viele Tage habe ich auch gar nicht mehr. Will ich die auf diesem Abschnitt zubringen?
Wie so oft passiert die Planänderung dann aus einer Mischung aus Spontanimpuls und logistischer Notwendigkeit ganz schnell.
Keinen Bock auf ereignisloses Gelatsche auf Schotterpisten im nirgendwo? Ein Bus nach Plav in wenigen Minuten? War Mawi nicht in der Gegend unterwegs und könnte mir da vielleicht noch lohnenswerte Abschnitte zuschustern?
Ich hetze Zur Bushalte, recherchiere und kommuniziere während der Fahrt, die sich, auch wegen Straßenarbeiten ewig zieht - und lande am frühen Abend in Plav - mit einer neuen, zusammengeschusterten Route für die verbleibenden Tage - und etlichen anderen Wandertouris, scheint ein echter Hotspot für Kurzwanderer zu sein.
Btw. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, was mir die letzen Tage im Hinterkopf schwelte?
Ich bin ja über die grüne Grenze nach Montenegro eingereist. Und fliege auch aus Montenegro zurück - wo ich ja offiziell nie eingereist bin...

Und wie ich jetzt, wo ich wieder Internet habe, bruchstückhaft auf den VD Facebook Gruppen lesen kann, war das wohl früher problemlos, inzwischen braucht man dafür aber angeblich einen Permit - oder muss sich direkt nach Übertritt bei der zuständigen Grenzpolizei melden. Wirklich verlässliche infos kriege ich aber auch nicht so recht zusammengeklaubt.
Tja, blöd...Ich bin schon Tage im Land - und weit von der Grenze entfernt...In Plav gäbe es dann zumindest wieder eine Grenzpolizei...aber - schlafende Hunde wecken und ein Problem kreieren, wo es bisher gar keines gab? Oder aber am Flughafen merken, dass da durchaus eines besteht und wohlmöglich nicht mitfliegen? Tricky.
Aber hier ist ja wiederum die albanische grüne Grenze...Da rüber machen, zurück kommen und sich dann ordnungsgemäß registrieren, als wäre nichts gewesen?
Ich laufe mal zur Touri Info und fühle vorsichtig vor. So richtig im Bilde sind die aber auch nicht. Irgendwie kann man wohl einen Wisch bekommen, wenn man die erste Nacht nach Grenzübertritt eine Übernachtung bucht, wie das genau funktioniert, kann man mir aber auch nicht erläutern.Meine geplante Route führt über Gusinje, da gibt es auch eine Touri Info und sowas wie ein Fremdenverkehrsamt, was wohl von der albanischen Grenze aus die nächstbeste Anlaufstelle wäre - ich vertage das Problem mal auf später.
Also noch schnell einkaufen - und dann wieder munter rauf, auf den Smetni vrh.
Ordentlicher Anstieg, aber inzwischen kühl - und ich habe endlich wieder Lust, zu laufen, es braucht einfach was für's Auge.
Es fängt an zu dämmern
und pünktlich zu den angehenden Lichtern im Tal hänge ich mit Ausblick und Vorfreude auf die neue Gegend in den Bäumen - wie es scheint erst mal alles richtig gemacht. -
Soo, Zeit, aus diesem Urlaubsmolloch wieder raus zu kommen.
Noch die Annehmlichkeiten guten Kaffees und Frühstücks mitgenommen - und dann aber auch nichts wie weg aus der Zivilisationsfalle.
Bis auf ein paar anfängliche Radausflügler in diese Richtung wird es schnell wieder einsam,
Tourismusprojekte sind hier offensichtlich eher in die Hose gegangen.
Zunächst dirt road,
dann eher weglos, grasig, mühseelig und mit Markierungen im hohen Gras, die eher etwas von Schnitzeljagd haben.
Die Weite hat was, aber es kommt einem noch weniger so vor, als würde man nennenswert vom Fleck kommen. Zumal da hinter mir eine ordentlich dunkle Wolkenfront aufgezogen ist, der ich nun schon eine halbe Ewigkeit versuche, zu entkommen.
A popos Wasser - so gerne ich es von oben vermeiden würde, so sehr hätte ich gerne mal wieder etwas von unten gezapft. Aber da herrscht absolute ebbe. Und zwar nicht nur an der ersten, zweiten oder dritten eingezeichneten Quelle, sondern komplett - niente nada. Gen frühem Abend fange ich an, auch die mit Umwegen erreichbaren mit abzugrasen, bei den meisten lässt sich nicht mal erahnen, wo da mal was gewesen sein soll, aber die Graslandschaft macht das auch nicht unbedingt einfacher.
Irgendwann lasse ich die vergeblichen Umwege sein, baue auf den letzten Rest in der Flasche, hebe mir den irgendwo zu Anfang des Tages gepflückten und den Tag mitgeschleppten Apfel (jehova!) für morgen auf, und hänge mich mit etwas Gezirkel an zwei allein stehenden Bäumen auf in der Hoffnung, dass sich da morgen schon was finden wird.
vielleicht war die vor ein paar Stunden an einem Grab im Nirgendwo deponierte Flasche doch ein Wink mit dem Zaunpfahl?
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Hat hier eigentlich schon jemand die auf Reddit ziemlich gehypten Haribo Powerbanks auf Herz und Nieren getestet?
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aber unter so einem Nackenschutz staut sich Hitze doch deutlich mehr, als unter einer breiten Krempe.
Einen Tod muss man sterben! Mit Hut/Mütze schwitzt man am Stirnband. Mit Hoodie hat man schlechter Lüftung am Hals/Nacken. Wenn es heiß ist, schwitzt man. Kannst Du machen nix.
Jein, mit Mütze mit Nackenschutz, vor allem, falls unter'm Kinn noch befestigt, weil Wind, stirbt man wie beschrieben halt ggf. gleich zwei, da es sich auch dort noch staut.
Ich suche daher gerade den Thread entsprechend einen luftigen Hut mit ordentlich breiter Krempe, um nur noch einen (kleinen) zu sterben.
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Besser als nichts, bisher auch mein möglichst leichtes Setup, aber unter so einem Nackenschutz staut sich Hitze doch deutlich mehr, als unter einer breiten Krempe.
Hab gerade zwei billo-Zugägne aus Fernost hier. Verarbeitung unter aller Sau, aber immerhin luftiger als besagter OR und andere. In der Hitze bewähren müssen werden sie sich aber in absehbarer Zeit erst mal nicht... -
Interessant ist ja immer erstmal, warum etwas ist - ehe man in ein wie es sein soll abtaucht.
Selbst auf der Metaebene sind die Gründe für schrumpfende Vereine bereits mannigfaltig.
Verschiebungen auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene - Gesellschaft und Schichten sind durchlässiger geworden, die großen, identifikation stiftenden Cleavages geschrumpft etc.
Das macht den Bogen gleich noch größer über Vereine hinaus. Denn Kirche, Gewerkschaften, Volksparteien etc. alle mit ähnlichen Problemen - aus ähnlichen Gründen. Identifikation und Zugehörigkeit entsteht heutzutage oftmals anders - und ist deutlich fluider, man kommt eben nicht mehr in x-ter Generation aus einer SPD-Arbeiter, oder Kirchen- oder eben Wandererfamilie.
Festlegen, Definieren Binden etc. auf Dauer passt da schlicht nicht mehr so gut in's Selbstbild und Konzept.Und dazu ist die Notwendigkeit auch viel geringer, wenn es darum geht, Gleichgesinnte zu finden. Lose Verbände wie Trainingsgruppen gewinnen in vielen Sportarten regen Zulauf - werden sogar von den großen Marken befeuert und kommerzialisiert (e.g. Marke XY running group etc.). Die Vernetzung macht es einfach, auch im kleinsten Kaff noch ein paar Crossfit-Dödel zu finden, die mit einem gemeinsam abends das Kinderspielplatzklettergerüst missbrauchen. Einen Verein braucht es da für das Benötigte schlicht nicht - und verkompliziert und bürokratisiert allenfalls.
Wenn man dem entgegenstehen will, muss man sich überlegen, was auf der Haben-Seite eines Vereins steht.
Perks wie Örtlichkeiten, Trainingsräumlichkeiten, günstiges, angeleitetes Training etc. sind da die offensichtlichsten.
Oftmals aber auch, dass der eigene Nachwuchs gleich mit untergebracht und beschäftigt werden kann (mehr dazu unten).Ist ja auch schon mal was, zu wissen, dass es ein generelles Problem ist und nicht unbedingt nur an einem selbst, bzw. dem eigenen Verein oder der Thematik liegt.

Das kann ich auch aus der praktischen Beobachtung von- und Mitgliedschaft in anderen Vereinen noch mal unterstreichen.
Überalterung, seit geraumer Zeit sinkende Mitgliederzahlen aka wegsterben, zu wenig aktive, zu viel passive Mitglieder - und die Arbeit lastet stets auf zu wenigen Schultern.Selbst der DOSB wird dann doch auch langsam mal unruhig und hat gerade erst Millionen in die Hand genommen, um Neumitgliedern von Sportvereinen die Mitgliedschaft zu bezahlen
https://www.dosb.de/themen/mensch-und-sportverein/restart
Mich würde brennend interessieren, wie die Langzeitwirkung ausfällt - ich würde vermuten gering.
Da wäre schon fast interessant, bei welchen Vereinen das beschriebene Bild anders aussieht, um best practices abzuleiten.
Hast Du Dich da mal umgesehen, ob es im Wanderbereich Leuchttürme gibt - und was die anders machen?
Die DAV Versicherung wurde ja bereits so oft angesprochen, dass klar ist, dass das mit das einzige ist, was viele Wandervereine für Autarkie-liebende UL-Wanderer zu bieten haben. Ich hatte mich hier noch mal umgesehen - ein paar Rabatte für Boulderhallen etc., das war's dann aber auch schon.
Kursangebot - nicht uninteressant - aber gereicht, mich da mal konkret umzuschauen hat's in all den Jahren ja auch nicht.
Damit wird's dann auch schon beliebig, wo ich für die Versicherung Mitglied werde, wenn's mir gar nicht um den Verein selbst geht.
War zudem erstaunt, wie unterschiedlich die Beitragshöhen etc. bei den DAV Ortsgruppen waren. Dazu noch jeweils völlig unterschiedlich aufgebaute, grauenvolle Homepages - nicht unbedingt ein motivierender Erstkontakt, der nach mehr in Person schreit.
Und - als Flachlandtiroler mit den hier treffend betitelten Urlaubsvereinen, hunderte Kilometer entfernt von der ersten, nennenswerten Erhebung, mangelt es einem auch schlicht an Phantasie, was man hier vor Ort mit den Vereinspappnasen (pardon) anstellen soll. Ist ja nicht so, dass da noch endlos Platz im Alltag wäre.Dazu vielleicht neben dem Meta Aufschlag und dem n=1 Einblick aus der Egoperspektive noch ein paar praktische Erkenntnisse aus dem beruflichen Kontext als Drübersteuer: Ich habe die letzten Jahre auch immer mal strategisch mit einigen Vereins-Dickschiffen bis hin zu den gelb-schwarzen Automobillobbyisten, die teilweise auch als Verein mit Regional- und Ortsgruppen strukturiert sind, an genau solchen Thematiken gearbeitet - denn die werden langsam alle unruhig. Ist ja simple Extrapolation, wann das ganze (noch) dysfunktional(er) wird und wie ein Kartenhaus zusammenfällt.
Gewisse Analogien zum DAV lassen sich nicht leugnen. Auch da werden fast alle wegen der Versicherung Mitglied. Die Meisten wissen nicht mal, dass es sich um einen Verein handelt - geschweige denn, dass es da sowas wie Regional- oder Ortsgruppen gibt, und können sich nicht mal vorstellen, was man da mit den anderen Diesel-Dieters eigentlich überhaupt anstellen soll.
Abstrakt gehalten: Funktionieren tut der Zulauf am ehesten noch dort, wo die Ortsgruppen noch lebendig und einigermaßen im Leben stehend sind - und vor allem, wo es gelingt, mit entsprechenden Angeboten bereits Familien und die Jüngsten an den Verein zu binden. Ist eine Ortsgruppe erstmal überaltert, ist da meist Hopfen und Malz verloren. Das tut sich kein jüngerer an. Und auch bei den Uraltmitgliedern heißt es zwar immer, man wünscht sich ja so sehr Neuzugänge - aber wenn dann jemand mal versucht, an überkommenem zu rütteln, wird schnell klar, dass es mit dem Veränderungswillen meist nicht so weit her ist - und die Beharrungskräfte groß und ermüdend.In diesem Sinne - viel Erfolg - und im Zweifel auch die Erkenntnis, mit den eigenen Ressourcen zu haushalten. Nicht jede Ortsgruppe ist zu retten - vielleicht im Zweifel ggf. auch einfach lieber die etwas vielversprechendere nebenan.
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Als Kickstarter schon fast ein Schnäppchen zum Ausprobieren?
https://www.kickstarter.com/projects/ascentiz-bodyos/ascentiz-the-worlds-first-modular-exoskeleton
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Na, wer traut sich?
Endlich kann alter Hut hier mal angebracht werden

Ich find's gar nicht so uninteressant, sitzt er doch vermutlich mit Platz zum Kopf recht luftig. ist mir nur zu teuer für ein erstmal weniger ernst gemeintes Experiment mit eher unwahrscheinlich positivem Ausgang.
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Konstruktionen, bei denen das Tarp direkt auf das Rad gespannt wurde, kannte ich ja, aber das...
In wieviel Richtungen muss man das Rad abspannen, um es im Sturm nicht plötzlich unsanft auf dem Bauch liegen zu haben? 
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Hast du spezifische Fragen?
Danke, war eher zufällig drauf gestoßen, hatte ich noch nie gehört und hier auch noch nichts davon gelesen, da dachte ich erst mal, ich stell den mal hier rein.
In Sachen Zivilisationsnähe, Höhenmeter, Baumangebot und Exotik nicht wirklich mein Profil, aber wenn's mich tatsächlich mal zum Wandern auf die Insel verschlagen sollte...
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Ist den schon mal wer gelaufen? Sieht nett aus.
Pembrokeshire Coast Path - Wikipediaen.m.wikipedia.org -
Wie kommt's, dass Du für die Kurzstrecke das Trek anstelle des Packrafts gewuchtet und aufgebaut hast?
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Hatte im Hängemattenforum, wo die Packa beliebter ist ja schon mal gegrübelt, warum man davon keine wirklich leichte Variante macht. Und habe auch schon länger gehadert, ob ich auch mal einen myog Hack versuchen soll.
Ich hätte es allerdings gerne noch länger, eher Mantelartig, mindestens die kurze Hose soll schon bis über die Knie mit trocken bleiben. Insofern iteressant, bei welchem Gewicht Du schon bei der kurzen Version rausgekommen bist. da ist dann nennenswert leichter als mein Altus, der sich letztes Wochenende gut geschlagen hat, kaum noch möglich.
In Sachen Belüftung - wenn der Rucksackteil nicht wie ein extra Fach gearbeitet ist, sondern der Mantel hinten insgesamt weiter, hat man ähnlich dem Poncho von unten Luftaustausch, flattern tut es dennoch nicht, da immernoch ausreichend schmal geschnitten. Zudem läuft das Wasser hinten dann weiter weg vom Körper ab und weniger landet auf den Beinen beim Schritte machen.
Ich überlege, ob ich aus froggtoggs noch einmal eine Version frankensteine...
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Die PoB klingen bei denen, die ich getroffen habe, partiell deutlich überlaufener. Den bosnischen Teil der VD kann ich dagegen absolut uneingeschränkt empfehlen.
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Als ich morgens aufbreche, ist es wie zumeist noch neblig,
lichtet sich aber zusehends. Ich komme alsbald an einer kleinen Kuhherde vorbei, die von zwei Frauen mehr oder minder erfolgreich die Straße entlang getrieben wird. Ich versuche mein Glück, in Erfahrung zu bringen, ob es in den umliegenden Dörfern auf dem Weg zum Durmitor Resupply Möglichkeiten geben könnte - und bin erstaunt vom Englisch-Niveau. Turns out - ich habe die Dorflehrerin erwischt
Das war's dann aber auch schon mit Glück - man scheint noch so sehr Selbstversorger zu sein, dass nicht mal wirklich Wissen vorhanden ist, wo es einen Laden geben könnte, aber ist sich relativ sicher, dass da nichts ist. Dafür kann sie mir noch ihren Lieblingsgipfel im Durmitor empfehlen, den Prutaš(2393m).
Das lasse ich mir nicht entgehen und plane die Ecke, in der ich dort einsteigen wollte, etwas um.
Also bleibt mir nichts weiter übrig, als weiter in die Richtung zu laufen - und auf einen Lift zu hoffen, um sicher noch bei den Optionen am Durmitor-Einstieg einkaufen zu können, es ist noch eine ganze Ecke.
Die skurile Kraterlandschaft, die sich in der Dämmerung nur erahnen ließ, begleitet mich noch ein gutes Stück.
Nur...Verkehr gibt es zunächst überhaupt nicht. Und als ich irgendwann an eine etwas größere Straße gelange, auf der wenigsten selten mal ein Auto fährt, bin ich nicht vom Glück verfolgt. Es scheinen bereits eher Touristen in Richutng Durmitor zu sein, zumeist serbische Kennzeichen, da hatte ich interessanterweise noch nie Glück - man mag selbst urteilen, was das über die serbische Mentalität aussagt.
Irgendwann hat eine Familie Erbarmen, die sehr gut Englisch spricht, womöglich ist auch das eine Hürde in den Köpfen vieler Vorbeigefahrener. Sie sind tatsächlich auch unterwegs Richtung Durmitor - und auch die Richtung zum Prutaš stimmt, und so befinde ich mich kurze Zeit später am Einstieg. Macht tatsächlich was her, der P.
Und auch der Blick von oben jat die Mühen gelohnt.
der sodann folgende Gratweg zum Škrčko Ždrijelo ebenso.
Dann Abstieg zum Veliko Škrčko Jezero (1684m)
und gleich wieder steil rauf in Richtung Planinica (2330 m), wo man dann, in Anbetracht der relativ weglosen Schinderei auch wieder allein ist.
Und dann war's das auch schon mit dem spektakulären Durmitor-Teil. Es bleibt noch herauslaufen, wieder endlos bergab. Die Wege werden immer ausgetretener, es ist spätnachmittags und nicht mehr viele unterwegs zum Glück.
Am Crno Jezero mit Parkplatz herrscht jedoch noch so richtig Volksfeststimmung,
und so ziehe ich noch noch Zabljak durch für den angepeilten Resupply und kulinarischen Amoklauf.
(den ich übrigens mehrfach einfordern muss, da man mir die Kiloplatte für zwei wohl nicht zutraut, als ich nach ein paar anfänglichen Snacks rund um Börek &co zur inzwischen deutlich fortgeschrittenen Stunde zu allen Schandtaten bereit im Fresstempel auflaufe).
Endlich habe ich auch mal wieder Wlan - im ganzen Städtchen gibt es ein Netz, btw.
Meine SIM-Karte will seit dem Grenzübertritt nämlich kein mobiles Internet mehr ausspucken, obwohl roaming in Montenegro eigentlich inklusive sein soll.
Bei der Recherche trifft man zwar auf allerlei andere frustrierte Touris mit dem selben Problem - aber leider keine Lösung
Wer Russlandfreund ist, macht daraus übrigens keinen Hehl, fiel mir seit überschreiten der Grenze am Stausee übrigens schon mehrfach auf.
Retrospektiv scheint es in dem Städtchen nur zwei Klassen an Hotelzimmern zu geben - Luxus oder Abfuck. Gelandet bin ich wohl in letzterer, gehofft hatte ich auf die trotz herausragender Bewertungen scheinbar nicht existente goldene Mitte. Egal, viel war ohnehin nicht mehr frei - und wurzeln schlagen wollte ich eh nicht, lesson learned. -
Von der Spitze der Halbpyramide reichen zwei Verstärkungsstreifen bis runter zu den hinteren Ecken.
Das klang letztens doch noch anders?

Jupp, die langen Diagonalen sind immer ein Problem.
Bei diesem Proto habe ich diese Linien mit je einem 25 mm Streifen DCF verstärkt. Das macht es etwas besser, aber noch weit ab von wirklich gut.
Für diese Problematik arbeite ich aber schon an einem Lösungsansatz. -
Danke, aber im Halbpyramidenmodus gibt es an den hinteren Kanten keine Nähte für Spannung?