Beiträge von Werner Wanderfreund

    Richtig. Innen sind permanent die 60 grad (in der Praxis sind es eher weniger) und außen habe ich gemessen.

    Das Heizbett sollte ja permanent gleich warm sein, egal wie viel Isolierung da drauf liegt - inzwischen vermute ich aber, dass das trotzdem etwas zu stark geschwankt hat. Außerdem zeigt das Infrarotthermometer ja jedesmal eine etwas andere Temperatur an, je nachdem wo man misst.

    Vielleicht wäre es auch mal eine gute Idee, dass ich mich einer eher gleichbleibenden Wärmequelle bediene, wie z.B. ein Topf mit heißem Wasser oder einer Heizung.


    Dennoch würde ich gerne mal einen richtigen R-Wert messen, und das auch nicht über die Art von flächenbelastung , sondern so, dass es kein zweites Material zum kalibrieren braucht.

    Idee hierfür: Eine PCB-Lastwiderstand (Eine Leiterplatte, auf der die Leitung im Zickzack verläuft) als Heizung und ein Thermistor.

    Das ganze wird auf der einen Seite auf den zu testenden Stoff gelegt, auf der anderen Seite dick mit Styropor isoliert. Und dann wird gemessen, wie viel Watt verheizt werden kann, ohne dass die Temperatur weiter ansteigt. Den Energieverlust über die Seite mit Styropor muss man dann noch rausrechnen.

    Warnung! Wer sinnvolle Messwerte sucht, wird sie hier nicht finden!

    Und wer nicht nur Vergleichswerte, sondern anständige R-Werte sucht, sollte gar nicht erst weiterlesen!


    Schon öfter wurde hier und im blauen Forum ja diskutiert, ob eine Rettungsfolie etwas bringt, wenn man direkt da drauf liegt. Sowieso ist Rettungsfolie ein kleines Mysterium, da es (bedingt durch die Funktionsweise von Rettungsfolie) natürlich keine R-Werte dafür gibt.

    Ich wollte da mal ein bisschen Licht ins dunkel bringen, indem ich ein paar Messungen durchführe.

    Dazu habe ich mich eines 3d-Druckers bedient, und das Heizbett auf 60˚C eingestellt. Sodann habe ich verschiedene Lagen Stoff auf das Heizbett gelegt, und mit einem Infrarot-Thermometer die Temperatur gemessen. Damit die reflektierenden Eigenschaften von Rettungsfolie nicht irgendwie das Infrarotthermometer stören, habe ich jedes mal auf die obeste Stofflage ein Stück Panzertape geklebt, und nur da drauf gemessen.

    Experimentiert habe ich mit üblicher Rettungsdecke, einem alten, billigen Fleecestoff mit ca. 100g/m^2, und irgendeiner dünnen Plastikfolie.

    Hier die Ergebnisse. Das an der X-Achse soll übrigens die Zeit in Minuten darstellen.

    Jo, viel schlauer bin ich jetzt nicht. Auf jeden Fall ist Fleece allein nicht so warm wie Fleece mit Rettungsdecke oder einer Plastikfolie. Logisch, da zieht ja ein seichtes Lüftchen drüber, dass sich nicht so viel Wärme stauen kann.


    Ein paar Ideen, was schiefgelaufen sein könnte:
    1. Das heizt sich ziemlich schnell auf. Vielleicht hätte ich doch lieber 200g/m² Apex nehmen sollen, vielleicht wären die Ergebnisse dann zuverlässiger
    2. Vielleicht würde eine größere Temperaturdifferenz helfen? Also das Druckbett stärker aufheizen?


    Und noch eine Randnotiz: Im blauen Forum hatte flächenbelastung mal eine ziemlich coole Idee: Isolationswertmessung wie beim Spannungsteiler in der Elektrotechnik: Dazu wird eine Stofflage mit bekanntem R-Wert, und eine mit unbekanntem R-Wert auf des Heizbett gelegt. Mit 3 Temperatursensoren wird der Temperaturunterschied an beiden Stofflagen gemessen. Wenn sich z.B. ergiebt, dass Stoff A einen Temperaturunterschied von 20 Kelvin und Stoff B einen Unterschied von 10 Kelvin aufweißt, dann ist Stoff A doppelt so warm wie Stoff B, heißt doppelter R-Wert.
    Soweit die Theorie, das habe ich auch mal ausprobiert. Habe dazu extra was mit einem Arduino gebastelt. Naja, da waren die Ergebnisse noch viel katastrophaler als hier.

    Ich finde, dass Schaumstoffmatten für Seitenschläfer nicht prinzipiell ausgeschlossen werden sollten. Ich bin selber einer, und schlafe seit etwa 5000km nur auf diesen günstigen Schaumstoffmatten. Etwas anderes habe ich aber noch nie ausprobiert.

    Die ersten zwei Nächte auf Tour schlafe ich auch immer schlecht, aber dann gewöhnt man sich dran. Es hilft auch das Gewicht nicht nur auf die Hüfte, sondern auf die gesamte Länge des Oberschenkels zu verteilen.

    Jo servus, das ist meine lieblingskopfbedeckung. Ich habe die mir aus einer Kappe und einer alten Tasche fix improvisiert, das Schnittmuster habe ich mir irgendwie ausgedacht. Unten sind zwei Druckknöpfe, mit der man die schließen kann.

    Sunhoodies mag ich nicht so sehr, da meine Kappe

    1. besser vor Sonne schützt
    2. besser belüftet ist
    3. Hinten die langen Haare raushängen können, ohne zu verkletten.

    Ich finde die ganz hervorragend. Die schützt nicht nur vor Sonne, sondern auch vor leichtem Regen. Und wenn es stärker wird kann man trotzdem die Kapuze der Regenjacke drüber ziehen.

    GaLiGrü Werner

    Mein Tarp hat einen Catcut, und ist daher zwschen 1,8m und 1,5m breit, und 3m lang.

    Bezüglich des Zeltes (ja, genau wie aus dem video) habe ich gerade nochmal nachgewogen: Mit Guylines liegt das Gewicht doch bei 266g. Bilder kann ich davon erst nach der Tour posten. Das Schnittmuster habe ich in Blender erstellt, ich habe Eckpunkte einfach so herum geschoben, wie es am wenigsten Fläche bräuchte und ich dennoch genug Platz habe. Aber wie gesagt, genaueres kommt in zwei Wochen oder so.

    Die Zeltstangen von Extremtextil sehen sehr verlockend aus, zunächst probiere ich es aber mal ohne.

    Vielen Dank für die schnellen Einschätzungen! Die Wanderstöcke werde ich nun daheim lassen und das beste hoffen!

    Servus zusammen,

    morgen geht es auf eine 450-km-Wanderung aus dem Erfurter Becken nach Mittelbaden. Meine Route führt über den Thüringer Wald, Rhön, Spessart, Odenwald, und schließlich am Rand des Rheintals entlang. Ist es machbar, dass ich die Wanderstöcke daheim lassen kann, und mein Tarp nur mit Stöcken aus dem Wald aufstelle? Werde ich da mir nur das Leben schwer machen? Werde ich immer einen Stock finden? Bisher habe ich es erst einmal mit einem Stock aufgestellt, und das hat mir gefallen.


    Da ich als meinen ersten Post (aber lange stiller Mitleser) es etwas forsch empfände nur eine kurze Frage zu stellen, schweife ich gerne etwas mehr aus. Der folgende Text ist nicht sehr relevant.

    Ich komme gerade von einer 10-Tages-Tour auf dem NST, es ging von Nahe Lübeck 400 km bis nach Sylt. In dieser Zeit habe ich es gelernt, mein MYOG-Tarp zu lieben. In der letzten Nacht kurz vor Klanxbüll in der nordfriesischen Einöde war es ziemlich windig, und ich hatte keinerlei Windschutz - trotzdem hat mein Tarp auch diesen Test bestanden, aufgestellt als flaches A-Frame.

    Auch wenn ich das Tarp schon länger besitze, habe ich bisher meist ein kleines MYOG-Zelt verwendet, ziemlich ähnlich zum abode von Meadowphysics/John Zahorian. Dieses Zelt aus Silpoly wiegt nur 250g, ist mückendicht, hat schon viel Regen gesehen, und bietet genügend Platz um zu sitzen, liegen, und die Ausrüstung findet auch noch Platz. Bei Wunsch kann ich gerne mal ein Bild von diesem Zelt posten.

    Trotzdem gefällt mir das etwa 25g leichtere Tarp besser: Wenn ich es als Lean-To oder Halbpyramide aufstelle ist es wunderbar geräumig und man kann prima rausgucken, man fühlt sich nicht so eingeengt.

    Auf besagter Tour habe ich die Wanderstöcke so gut wie gar nicht verwendet, nur zum Tarpaufbau. Auch auf vergangenen Touren in bergigen Gegenden habe ich die Wanderstöcke kaum benutzt. Daher würde ich die gerne weglassen. Wäre das plausibel? Oder sollte ich wenigstens einen einzigen mitnehmen? Oder vielleicht irgendeine Bambusstange aus dem Baumarkt, mit 3d-gedruckten Steckverbindern? Meine guylines sind alle etwa 2m lang. Sollte ich die verlängern?