Badeanzug? Gar nicht dran gedacht! Davon kriege ich mit Sicherheit noch einen alten in die Finger! Ich spar mir das Geld, danke für die Hilfe!
Beiträge von Werner Wanderfreund
-
-
Ich würde ungerne ein Schnittmuster teilen, zumal das Zelt ja eh nicht perfekt ist.
Erstellt habe ich das ganze, indem ich in Blender einfach die Eckpunkte so herumgezogen habe, dass die Stofffläche möglichst gering wird, aber trotzdem noch genug Platz zum liegen/sitzen ist. Sämtliche Symmetrie habe ich dabei ignoriert.
Das aufmalen eines so assymetrischen Musters ist natürlich nicht so einfach, daher habe ich den Stoff an eine Wand gehängt, und mit einem gut ausgerichteten Beamer das Schnittmuster aufprojiziert. Drei Laufmeter Stoff haben dafür gut gereicht.
An den Außenkanten sowie an der Firstlinie ist überall ein Catcut.
An den Kanten von der Spitze nach hinten-rechts bzw. hinten-links war ursprünglich gar keine Naht, das Zelt besteht nur aus zwei großen Stücken Stoff. Nachträgich bin ich da einfach mal mit der Nähmaschine rüber, dass sich eine schönere Kante bildet und das Zelt straffer steht. Später habe ich an die Kante Spitze - hinten-rechts noch einen Catcut eingebaut. Ob der etwas bringt, weiß ich nicht. Sowieso finde ich, dass die Außenkanten etwas schlaff aussehen, vielleicht hätte ich mir den Catcut da sparen können.
Leider weiß ich nicht mehr, wie stark ich den Catcut gemacht habe. Ich kann nur ganz grob etwas von 7cm tiefe pro meter schätzen.
Der Spaß hat übrigens mit allem drum und dran etwa 40 Euro gekostet. Man muss also kein Zahnarzt sein, um sich ein leichtes Zelt basteln zu können. Dennoch bleibe ich im Team Tarp.
-
Kann mir jemand bei meinem Extremtextil-Einkauf helfen?
Ich suche einen richtig schön elastischen Stoff für die Bodentasche eines Rucksacks. Das Stretch-Mesh von Adventurexpert ist mir nicht stretchig genug, und außerdem zu stramm. Mir ist wichtiger, dass das richtig tüchtig elastisch ist, als dass das bei Nässe im Schlamm nicht so versifft.
Aktuell besteht meine Bodentasche aus irgendeinem Damen-Sport-Top aus dem Secondhandladen, das ist auch ganz gut, nur ist das inzwischen etwas ausgeleiert, und für den neuen Rucksack soll es etwas farblich besser passendes werden.
Nochmal kurz die Anforderungen:
- Richtig tüchtig elastisch, mehr als das Stretch-Mesh von Adventurexpert
- Unaufällige Farbe (Grau, Blau, Schwarz, etc.)
- Möglichst günstig (Ungerne mehr als 15 Euro/m)Aktuell habe ich diese Möglichkeiten im Blick. Was wäre die beste Option?
1. Elastisches Netz: https://www.extremtextil.de/netzstoff-elas…80g-qm/72974.SW
2. Stretch-Jersey: https://www.extremtextil.de/stretch-jersey…g-qm/72068.NAVY
3. Stretch-Polyamid: https://www.extremtextil.de/stretch-jersey…g-qm/72068.NAVY
4. Cordura-Stretch: https://www.extremtextil.de/cordura-stretc…g-qm/72689.NAVYVielen lieben Dank im vorraus

-
So, ich bin vielleicht ein bisschen spät, aber wollte mich nochmal für die Tipps bedanken: Die Stöcke habe ich daheim gelassen, und das war nicht annähernd ein Problem. Ich vermute, dass dies auch daran liegt, dass ich keine Stocktasche an meinem Tarp habe: So kann ich jeden Stock, unabhängig von der Länge verwenden. Ich habe die Abspannschnurr einfach ein paar mal um den Stock gewickelt, und dann hat das gehalten.
Meine Pflicht habe ich übrigens getan, und hier was zu meinem Zelt pfostiert.
Auch in Zukunft werde ich die Wanderstöcke nun weglassen.
-
Wie hier in einem anderen Faden gewünscht, möchte ich kurz mein (altes) Zelt vorstellen. Mitlerweile bin ich wieder beim Tarp.
Grobe Fakten:
- 266g Gewicht, mit Abspannleinen
- 20d Silpoly, 180cm breit von Adventurexpert
- insgesamt etwa 45 Tage auf Tour gewesen, davon habe ich aber nur geschätzt 25 Nächte drin geschlafen
- Mehr oder minder vollständiger Mückenschutz
- Kein Boden
Dieses Zelt ist schwer inspiriert von Meadowphysics (John Zahorian) Abode. Es ist groß genug zum sitzen und zum liegen, kleiner sollte es aber nicht sein.
Leider gefällt mir dieses Zelt nicht mehr so. Ich glaube das ist einfach was persönliches: Manche fühlen sich wohler in so kleinen, geschlossenen Räumen, ich fühle mich eher eingeengt. Und durch das Mückennetz kann man auch nicht mehr so gut rausgucken. So habe ich in der Praxis dann doch meist in Schutzhütten geschlafen.
An der Spitze musste ich übrigens etwas seamsealen - dafür habe ich einfach Baumarktsilikon aus der Kartusche benutzt. Ich will da nicht extra was kaufen.
Regendicht ist dieses Zelt aber: Das Mückennetz fängt das Spray ziemlich gut ab.
Mit den Linelocs bin ich auch ziemlich zufrieden. Aktuell verwende ich diesen Lineloc aus PLA, ich habe in jeden Lineloc ein Loch gebohrt, dass die Schnüre schön ordentlich bleiben. Als nächstes möchte ich aber gerne den Lineloc von Christian Wagner ausprobieren. Den hier: https://www.printables.com/model/275990-a…line-tensioners
Als Schnüre verwende ich einfache Maurerschnurr, und die funktioniert ganz prima. Wichtig ist nur, dass man nicht die nur gedrehte, sondern die geflochtene Schnurr Benutzt. -
So a la: "Wieviel besser hält der Schlafsack jetzt die Wärmflasche warm, im Vergleich zur Fleecejacke, T- shirt, Regenjacke und zur Rettungsdecke?"
Genau das habe ich ja eigentlich gemacht. Ich habe eine Trinkflasche mit heißem Wasser gefüllt, und geguckt wie schnell die abkühlt.
Ich betrachte meine Isolationsschichten als ein ganzes, und kann davon durchaus einen R-Wert angeben. Dann muss natürlich experimentiert werden, wie der sich in verschiedenen Konfigurationen, mit/ohne Rettungsfolie ändert. Und je langsamer das Wasser abkühlt, desto höher ist bei mir der R-Wert. Mehr ist da nicht bei.
Aber den Aspekt, dass durch mein Apex vielleicht eh kaum Wärmestrahlung kommt finde ich durchaus interessant. Ach herrje, ist das kompliziert. mit der Isolation.
Meine Übertüte ist übrigens schon fertig, eigentlich nichts anderes als so ein Notfallbiwaksack. Habe ich mit Paketklebeband fix zusammengeklebt, und mit einem Locher perforiert. Ich denke, dass der sogar recht atmungsaktiv ist.
Ich befürchte, dass ich das nächste Wochenende doch wieder damit verbringen werde, Wasser zu erhitzen und beim abkühlen zuzugucken.
-
Kurz zum praktischen Nutzen, und warum ich das angefangen habe:
Im blauen Forum habe ich einen ganz wunderbaren Faden entdeckt, die Erfindung des "Space Quilts": https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/90…ace-quilt-myog/
Anstatt jetzt mehr Zeit in Messungen zu stecken, bastel ich mir jetzt gerade einfach eine perforierte Übertüte aus Rettungsfolie. Die kann ich hoffentlich in den nächsten Wochen mal ausprobieren.
-
Ich stimme dem zu, dass eine Rettungsdecke einen R-Wert von 0 hat.
Jedoch, so meine Vermutung die ich gerne prüfen würde, vervielfacht sie einen existierenden R-Wert. Und ich könnte mir nicht erklären, warum das nicht messbar sein sollte. Ob jetzt jemand in einem Schlafsack liegt, der zusätzlich von Rettungsdecke umhüllt wird, oder ob ein Behälter heißes Wasser von Fleece und Rettungsdecke umhüllt wird sollte ja keinen Unterschied machen.
Und ob das jetzt an Wärmestrahlung oder Wärmeleitung liegt ist da ziemlich egal: Wenn das Wasser länger braucht um kalt zu werden, ist der R-Wert von meiner "Isolationslaminat" aus Rettungsfolie und Fleece höher. Auch wenn eine einzelne Schicht aus meinem Isolationslaminat alleine nichts bringt.
-
Servus.
Ich habe mein Verfahren zum messen von R-Werten mal ausprobiert.
Das ganze nochmal kurz erklärt:
1. Wasser erhitzen und in einen Behälter geben, und beim Abkühlprozess die Temperatur messen. Dieser Behälter ist umgeben vom zu testenden Material, es sei denn man möchte nur den R-Wert des Behälters selbst messen.
2. Aus den Temperaturdaten und der Wassermenge lässt sich sofort die differenz der inneren Energie in Joule berrechnen: https://www.leifiphysik.de/waermelehre/in…aermekapazitaet. Das ganze wird dann noch zu Wattminuten umgerechnet. (1W = 1J/s)
3. Das ganze wird nach der Zeit abgeleitet, und mann erhält die Watt die geräde aus dem Behälter entweichen.
4. Dieser Graph wird jetzt noch mit der Fläche und der Temperaturdifferenz verrechnet, und man erhält den R-Wert (in (m^2*K)/W).Zusammengefasst:
T: Raumtemperatur
t_n: Messung zum Zeitpunkt n (t_{n+1} ist dann eine minute später und so)
A: Fläche des Behälters/Stoffes
c: spezifische Wärmekapazität von Wasser (4190 J/(kg*K))
m: Wassermasse
R=(c*m*((t_n-T)-(t_{n+1}-T)) *A)/60*(t_n - T)Ich hoffe das stimmt, kann gerne mal jemand nachrechnen. Ja, das ist nicht schön formatiert, aber ich habe jetzt keine Lust mich darum zu kümmern.
Das ganze habe ich auch mal ausprobiert. Messen wollte ich den R-Wert einer Sigg-Trinkflasche. Eigentlich sollte der ja konstant sein. Naja.Eigentlich ist der schon konstant, nur halt mit ziemlich viel Störung. Gemessen habe ich übrigens mit einem Arduino und einem Thermistor.
Jedenfalls habe ich jetzt erstmal keine Lust mehr auf R-Werte. Die Werte sind ungenau, es braucht viel Zeit um etwas zu messen. Würde mich aber freuen, wenn wer anders das nochmal ein bisschen professioneller ausprobiert.
Aber nochmal zur Rettungsdecke:
Nach wie vor würde ich eigentlich gerne all diesen Foren-Gerüchten mit ein paar ordentlichen Werten begegnen. Und ja, das ginge auch bei Rettungsdecke, bei der angeblich 90 % oder so reflektiert wird. Der R-Wert müsste einfach immer ein vielfaches des bestehenden R-Wertes ohne Rettungsfolie sein.So jetzt reichts mir aber, vielleicht mach ich später ja nochmal was zu dem Thema oder auch nicht.
Tschüssi
-
So, mir ist noch was eingefallen, ein wahrscheinlich deutlich besseres Verfahren zum messen von R-Werten als meine bisherigen, deutlich komplizerteren Ansätze mit 3d-Drucker-Heizbett, "Spannungsteiler" und PCB-Lastwiderstand:
Man nehme einen Behälter, umhülle den mit dem zu testenden Material und fülle diesen mit einer bekannten Menge kochendem Wasser. Dann wird einfach nur die Wassertemperatur beim Abkühlungsprozess gemessen.
Nun lässt sich aus der Temperatur die aktuelle innere Energie (Wärmeenergie) des Wassers bestimmen, in Wattstunden.
Und wenn man das ganze nach der Zeit ableitet, dann bekommt man die Watt die aktuell dem Behälter entweichen! Jetzt verrechnet man das nur noch mit der Fläche des Stoffes und dem Temperaturunterschied und gut ist.
Am Mittwoch werde ich das vielleicht mal ausprobieren und auch noch genauer erklären können.
-
Richtig. Innen sind permanent die 60 grad (in der Praxis sind es eher weniger) und außen habe ich gemessen.
Das Heizbett sollte ja permanent gleich warm sein, egal wie viel Isolierung da drauf liegt - inzwischen vermute ich aber, dass das trotzdem etwas zu stark geschwankt hat. Außerdem zeigt das Infrarotthermometer ja jedesmal eine etwas andere Temperatur an, je nachdem wo man misst.
Vielleicht wäre es auch mal eine gute Idee, dass ich mich einer eher gleichbleibenden Wärmequelle bediene, wie z.B. ein Topf mit heißem Wasser oder einer Heizung.
Dennoch würde ich gerne mal einen richtigen R-Wert messen, und das auch nicht über die Art von flächenbelastung , sondern so, dass es kein zweites Material zum kalibrieren braucht.
Idee hierfür: Eine PCB-Lastwiderstand (Eine Leiterplatte, auf der die Leitung im Zickzack verläuft) als Heizung und ein Thermistor.
Das ganze wird auf der einen Seite auf den zu testenden Stoff gelegt, auf der anderen Seite dick mit Styropor isoliert. Und dann wird gemessen, wie viel Watt verheizt werden kann, ohne dass die Temperatur weiter ansteigt. Den Energieverlust über die Seite mit Styropor muss man dann noch rausrechnen.
-
Warnung! Wer sinnvolle Messwerte sucht, wird sie hier nicht finden!
Und wer nicht nur Vergleichswerte, sondern anständige R-Werte sucht, sollte gar nicht erst weiterlesen!
Schon öfter wurde hier und im blauen Forum ja diskutiert, ob eine Rettungsfolie etwas bringt, wenn man direkt da drauf liegt. Sowieso ist Rettungsfolie ein kleines Mysterium, da es (bedingt durch die Funktionsweise von Rettungsfolie) natürlich keine R-Werte dafür gibt.
Ich wollte da mal ein bisschen Licht ins dunkel bringen, indem ich ein paar Messungen durchführe.
Dazu habe ich mich eines 3d-Druckers bedient, und das Heizbett auf 60˚C eingestellt. Sodann habe ich verschiedene Lagen Stoff auf das Heizbett gelegt, und mit einem Infrarot-Thermometer die Temperatur gemessen. Damit die reflektierenden Eigenschaften von Rettungsfolie nicht irgendwie das Infrarotthermometer stören, habe ich jedes mal auf die obeste Stofflage ein Stück Panzertape geklebt, und nur da drauf gemessen.
Experimentiert habe ich mit üblicher Rettungsdecke, einem alten, billigen Fleecestoff mit ca. 100g/m^2, und irgendeiner dünnen Plastikfolie.
Hier die Ergebnisse. Das an der X-Achse soll übrigens die Zeit in Minuten darstellen.
Jo, viel schlauer bin ich jetzt nicht. Auf jeden Fall ist Fleece allein nicht so warm wie Fleece mit Rettungsdecke oder einer Plastikfolie. Logisch, da zieht ja ein seichtes Lüftchen drüber, dass sich nicht so viel Wärme stauen kann.
Ein paar Ideen, was schiefgelaufen sein könnte:
1. Das heizt sich ziemlich schnell auf. Vielleicht hätte ich doch lieber 200g/m² Apex nehmen sollen, vielleicht wären die Ergebnisse dann zuverlässiger
2. Vielleicht würde eine größere Temperaturdifferenz helfen? Also das Druckbett stärker aufheizen?
Und noch eine Randnotiz: Im blauen Forum hatte flächenbelastung mal eine ziemlich coole Idee: Isolationswertmessung wie beim Spannungsteiler in der Elektrotechnik: Dazu wird eine Stofflage mit bekanntem R-Wert, und eine mit unbekanntem R-Wert auf des Heizbett gelegt. Mit 3 Temperatursensoren wird der Temperaturunterschied an beiden Stofflagen gemessen. Wenn sich z.B. ergiebt, dass Stoff A einen Temperaturunterschied von 20 Kelvin und Stoff B einen Unterschied von 10 Kelvin aufweißt, dann ist Stoff A doppelt so warm wie Stoff B, heißt doppelter R-Wert.
Soweit die Theorie, das habe ich auch mal ausprobiert. Habe dazu extra was mit einem Arduino gebastelt. Naja, da waren die Ergebnisse noch viel katastrophaler als hier. -
Ich finde, dass Schaumstoffmatten für Seitenschläfer nicht prinzipiell ausgeschlossen werden sollten. Ich bin selber einer, und schlafe seit etwa 5000km nur auf diesen günstigen Schaumstoffmatten. Etwas anderes habe ich aber noch nie ausprobiert.
Die ersten zwei Nächte auf Tour schlafe ich auch immer schlecht, aber dann gewöhnt man sich dran. Es hilft auch das Gewicht nicht nur auf die Hüfte, sondern auf die gesamte Länge des Oberschenkels zu verteilen.
-
Jo servus, das ist meine lieblingskopfbedeckung. Ich habe die mir aus einer Kappe und einer alten Tasche fix improvisiert, das Schnittmuster habe ich mir irgendwie ausgedacht. Unten sind zwei Druckknöpfe, mit der man die schließen kann.
Sunhoodies mag ich nicht so sehr, da meine Kappe
1. besser vor Sonne schützt
2. besser belüftet ist
3. Hinten die langen Haare raushängen können, ohne zu verkletten.Ich finde die ganz hervorragend. Die schützt nicht nur vor Sonne, sondern auch vor leichtem Regen. Und wenn es stärker wird kann man trotzdem die Kapuze der Regenjacke drüber ziehen.
GaLiGrü Werner
-
Mein Tarp hat einen Catcut, und ist daher zwschen 1,8m und 1,5m breit, und 3m lang.
Bezüglich des Zeltes (ja, genau wie aus dem video) habe ich gerade nochmal nachgewogen: Mit Guylines liegt das Gewicht doch bei 266g. Bilder kann ich davon erst nach der Tour posten. Das Schnittmuster habe ich in Blender erstellt, ich habe Eckpunkte einfach so herum geschoben, wie es am wenigsten Fläche bräuchte und ich dennoch genug Platz habe. Aber wie gesagt, genaueres kommt in zwei Wochen oder so.
Die Zeltstangen von Extremtextil sehen sehr verlockend aus, zunächst probiere ich es aber mal ohne.
Vielen Dank für die schnellen Einschätzungen! Die Wanderstöcke werde ich nun daheim lassen und das beste hoffen!
-
Servus zusammen,
morgen geht es auf eine 450-km-Wanderung aus dem Erfurter Becken nach Mittelbaden. Meine Route führt über den Thüringer Wald, Rhön, Spessart, Odenwald, und schließlich am Rand des Rheintals entlang. Ist es machbar, dass ich die Wanderstöcke daheim lassen kann, und mein Tarp nur mit Stöcken aus dem Wald aufstelle? Werde ich da mir nur das Leben schwer machen? Werde ich immer einen Stock finden? Bisher habe ich es erst einmal mit einem Stock aufgestellt, und das hat mir gefallen.
Da ich als meinen ersten Post (aber lange stiller Mitleser) es etwas forsch empfände nur eine kurze Frage zu stellen, schweife ich gerne etwas mehr aus. Der folgende Text ist nicht sehr relevant.
Ich komme gerade von einer 10-Tages-Tour auf dem NST, es ging von Nahe Lübeck 400 km bis nach Sylt. In dieser Zeit habe ich es gelernt, mein MYOG-Tarp zu lieben. In der letzten Nacht kurz vor Klanxbüll in der nordfriesischen Einöde war es ziemlich windig, und ich hatte keinerlei Windschutz - trotzdem hat mein Tarp auch diesen Test bestanden, aufgestellt als flaches A-Frame.
Auch wenn ich das Tarp schon länger besitze, habe ich bisher meist ein kleines MYOG-Zelt verwendet, ziemlich ähnlich zum abode von Meadowphysics/John Zahorian. Dieses Zelt aus Silpoly wiegt nur 250g, ist mückendicht, hat schon viel Regen gesehen, und bietet genügend Platz um zu sitzen, liegen, und die Ausrüstung findet auch noch Platz. Bei Wunsch kann ich gerne mal ein Bild von diesem Zelt posten.
Trotzdem gefällt mir das etwa 25g leichtere Tarp besser: Wenn ich es als Lean-To oder Halbpyramide aufstelle ist es wunderbar geräumig und man kann prima rausgucken, man fühlt sich nicht so eingeengt.
Auf besagter Tour habe ich die Wanderstöcke so gut wie gar nicht verwendet, nur zum Tarpaufbau. Auch auf vergangenen Touren in bergigen Gegenden habe ich die Wanderstöcke kaum benutzt. Daher würde ich die gerne weglassen. Wäre das plausibel? Oder sollte ich wenigstens einen einzigen mitnehmen? Oder vielleicht irgendeine Bambusstange aus dem Baumarkt, mit 3d-gedruckten Steckverbindern? Meine guylines sind alle etwa 2m lang. Sollte ich die verlängern?