Beiträge von caficon

    Für echte große Wintertouren kann ich nichts beitragen, so etwas tue ich nicht absichtlich.

    Nasse Schuhe am Fußende des Quilts durften mit Sawyer und Powerbank kuscheln (in unterschiedlichen Tüten). Dafür wars dann gut, dass es nur Lone Peaks waren - die nehmen nicht so viel Platz weg.

    Auf Halbtags- bis Tagestouren im Schnee wie jetzt gerade (im Schatten knapp unter Null, Schnee ist so 20 cm Einsinktiefe höchstens) stören mich nasse Füße überhaupt nicht, da trage ich auch gerne die abgelatschten normalen LP, solange es nicht zu glatt ist. Das Wasser in den Schuhen haben meine Füße schnell angewärmt, die dürfen in LP Schuhen ja gut arbeiten. Wichtig sind mir meine Wollsocken - und die Wollstulpen, die die Knöchel und Waden warm halten. Das sieht so aus:

    auf solchen Wegen:

    Bei Glätte braucht man aber Schneeketten drunter.

    Mal wieder schöne Grüße aus dem Salzkammergut. Mit den Alpha LP komme ich gerade an die Grenzen. Nicht die nassen Füße sind ein Problem, sondern die abgelatschte, viel zu weiche Sohle an glatten schrägen Stellen - ich vermisse meine Microspikes!
    Hier war der Schnee noch frisch:

    Bonus track, etwas geschummelt:

    (ist ein Gehege)

    Ich mag kein schlechtes Wetter. Und ich bin eher ein Drei-Jahreszeiten-Draußenmensch. EDIT: bei Übernachtungen.

    Das beste Schlechtwetterkonzept ist für mich:
    Ich nehme mir aktiv vor, keine schlechte Laune zu bekommen. Ich akzeptiere, dass ich nass sein werde, auch wenn ich Maßnahmen treffe. Und ich sage mir, das ist Vorbereitung auf die nächste längere Tour (ich zitiere Darwin on the trail:"Embrace the suck!"). EDIT: Gute-Laune-steigernd ist es auch, die Brille vor Regen zu schützen (Hutkrempe unter der Kapuze). Irgendetwas in mir denkt dann wahrscheinlich, dass es weniger regnet.

    Das ekligste schlechte Wetter ist kurz über Null, da ist kalt und nass zugleich, da hilft es nur, keine Pausen zu machen. Dummerweise haben bei solchem Wetter die Gaststätten IMMER, wirklich IMMER geschlossen. Also den suck echt embracen, wenn es denn sein muss.

    Hab ich eigentlich schon gesagt, dass ich kein schlechtes Wetter mag?

    This said, hier meine Standard-Maßnahmen:

    Wenn es richtig warm ist: Nicht mich, sondern nur Rucksack bzw. Rucksackinhalt schützen; meine Rucksäcke sind nicht wasserdicht. Aber das ist noch kein suck.

    Wenn es lauwarm oder kühl ist, je nach Laune und Wind: Schirm oder Regenjacke. Und Rucksackinhalt schützen. Hier fängt "suck" für mich langsam an, wenn das Regenwetter so lange anhält, dass ich das Zelt nass ab- und im Regen wieder aufbauen muss.

    Wenn es kühl bis echt ziemlich kühl ist: Schirm oder Regenjacke, dazu Regenhose, ggf. mit dünner Leggins darunter (meine Regenhosen sind alle gerade undicht - aber gibt es das: Regenhosen, die leicht und dicht sind - außer Froggtoggs?) Und Rucksackinhalt schützen. Regenrock ist hier auch ganz gut. Mich freuen, wenn ich mit Leuten unterwegs bin, die ein Ofenzelt dabeihaben. Letztens hat mir noodles einen Poncho geschenkt, den ich bei "kühl" einigermaßen ausführlich ausprobieren konnte: Den Poncho fand ich gut - das könnte eine Konzeptänderung geben.

    Wenn es so richtig kalt-mistig ist bei um Null: drin bleiben:P. Oder extra rausgehen, mit Regenjacke und -hose, unter der Regenhose dann lieber eine Leggins, Longjohn als eine normale Hose.

    Windjacke imprägnieren, um etwas Wasserabweisend zu bekommen?

    Ich hatte so eine dünne Windjacke von Palante, die man mit Nikwax imrägnieren sollte. Das habe ich nie gemacht, weil es mir irgendwie immer zu aufwendig war dafür, dass man für stärkeren Regen doch eine Regenjacke mitschleppt.

    Falls es noch mehr Forumsmitglieder betrifft mit Berliner Termin, aber auswärts wohnen: ich wohne so 4-5 km ( also fußläufig😉) von der Botschaft, und im Haus gibt es oft ein freies Bett… gerne mich per PN kontaktieren, wenn ich in Berlin bin und zeitlichen Vorlauf habe, spiele ich schon mal hier Trailangel.

    Bei mir war es Ende 2018 auch total unproblematisch in Berlin.
    Sind die immer noch so scharf mit „ keine Elektronik“? Ich durfte nicht meinen kleinen Fahrrad-Tacho mit hineinnehmen, Smartphone wäre erst recht nicht drin gewesen.

    Bei mir wurde noch nach der Finanzierung gestellt, aber kein Nachweis verlangt (den ich natürlich hätte zeigen können).

    Gerade mal reingeguckt in deine Links. Interessant finde ich das Konzept mit den 2 schrägen Stöcke zum Aufbau, auch dadurch kann der Wind von hinten die Zeltfläche nicht so weit eindrücken, oder? Und die Belastung verteilt sich auf 2 Stöcke.

    Als Nicht-Fan von Spitzen-nach-oben-Aufbau habe ich mal geguckt, was in der Aufbauanleitung steht, und auch in die Aufbauanleitung des "normalen" Tarps ohne Poncho-Funktion geguckt:

    Zitat aus der Aufbauanleitung für das normale Pyraomm Solo Tarp:

    "put the trekking pole at an angle on top or on 2 trekking poles in A-form. Please note that the sharp ends of trekking poles must be covered".

    Eine Möglichkeit für ein solches "cover" findet sich in diesem Video von Dan Cunningham

    Ich finde seine Lösung eine nette Idee. Ich würde sie aber kürzer konstruieren. Wieviel Druck so etwas wohl abkann?

    Da altes Thema (eigentlich immerwährendes Thema), zitiere ich mich mal wieder selbst, aber con variationes

    - Ich verwende ein Zeltchen und kein Tarp (rationaler / irrationaler Widerwillen kleines Viechzeug)
    - lege sogar noch Tyvek drunter statt dünne Folie (Geiz - oder Nachhaltigkeit, und für die Folie bin ich zu ungeschickt).
    - Ich verwende immer ein Seideninlet (Geiz - oder Nachhaltigkeit).
    - Ich nehme oft ein größeres Töpfchen und einen größeren Brenner mit als notwendig (Gefräßigkeit, Bequemlichkeit, ist nicht so laut wie der BSR).
    - Ich nehme überhaupt Kochzeuch mit anstatt coldzusoaken und trinke auch meinen Morgenkaffee heiß.
    - Ich mach mir sogar noch gern einen Gute-Nacht-Tee und verbrauche dabei weitere kostbare Grämmer Gas.
    - Ich lasse nicht immer, wenn ich unterwegs Gas nachkaufe, die alte Kartusche auf einem Campingplatz stehen (komplett irrationaler Geiz).
    - Ich nehme (manche) Bücher wieder mit nach Hause - wenn ich tatsächlich Bücher dabeihabe, meist ist es nur der Tolino.
    - Ich nehme überhaupt den Tolino mit und nicht nur mein Smartphone.
    - Ich habe fast immer zu viel zu essen dabei (pack my fears).
    - Ich habe auf längeren Touren fast immer zu viel Kleidung dabei (auch so eine Angst).
    - Mein Medipack ist oft auch etwas umfangreicher mit 3 verschiedenen Salben und so (nochmal die Angst - und die Faulheit nicht jedes Mal das Medipack neu zu packen).

    Ich glaube jetzt reicht die Selbstanklage...

    Ich bin eindeutig nicht Team kein-fest-eingenähter-Boden - will in der Nacht weder mit Spinnen, Zecken noch anderem Viechzeuch kuscheln. Da pack ich lieber meine fears.

    Ich bin auch nicht Team Polycro - das überlebt bei mir keine 2 bzw. 4 Wochen.

    Ich bin Team Tyvek-Unterlage

    - aus Faulheit: kommt, wenn komplett verdreckt, nach mir in die Badewanne oder auch schon mal in die Waschmaschine, und das ist weniger kompliziert als das ganze Zelt,

    - aus Geiz: Ich behaupte, die Zelte halten länger,

    - aus Gründen des Dual-use: dient auch als Regenrock, als Hitch-Hilfe mit Aufschrift Hiker to trail / hiker to town, als Sitzunterlage, als Tagsüber-chill-Unterlage (weniger wg. Dreck als wg. Zecken und frischem Harz)

    - aus Nostalgie - ich nutze diesen Footprint seit 2019.:saint:

    Eine Ära geht hiermit zu Ende.

    Lieber Mateusz,

    ja, das ist so. Da geht wirklich eine Ära zuende. Ich wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg und Erfüllung mit - was auch immer du mit deiner Kreativität und Perfektion nun starten wirst.

    In diesem Forum - da bin ich mir ganz sicher - werden aber noch einige Bilder von deinen legendären Rucksäcken auftauchen.

    Hier sind schon einmal zwei:

    Phoenix bewundert den Sonnenuntergang


    Schmetterlinge bewundern Phoenix

    Was nehmt ihr da - Nalgene?

    In Amerika werden Gatorade Flaschen gerne genutzt - übrigens habe ich auch Frauen getroffen, die sagen, dass sie die im Zelt benutzen. Skills halt.

    Für die Titantopf-Lösung hat es mir trotz viel draußen-Zeit noch nie doll genug geregnet - aber ich bin ja auch nicht so viel in Schweden unterwegs.

    Und ja, eine zweite Apsis hat womöglich was für sich... aber nur dafür das Mehrgewicht?