Beiträge von schrenz

    Indeed. Der SGV hatte bis dieses Jahr ein mehrjähriges Projekt laufen, in dem bei Bedarf die kleineren Vereine zusammengelegt wurden. Das hat natürlich strukturelle Vorteile, da die Last von vielen oft auf den Schultern weniger liegt.

    Das klingt sehr sinnvoll, ich hinke beim SGV etwas hinterher, da ich zwar aus Südwestfalen stamme, aber schon lange nicht mehr dort wohne. Die Abteilung in meinem Heimatdorf ist halt so der typische Rentnertreff, allerdings haben sie in Sachen Wegekennzeichnung in den letzten Jahren wirklich herausragende Arbeit geleistet (eine echte Beschilderung mit Entfernungsangaben und ziemlich idiotensicher, Anbindung über Zuwege an den Rothaarsteig).

    Ob Wandervereine nun noch zeitgemäß sind - wer sonst sollte die Hütten / Hohen Häuser betreiben, im Sinne von Wanderern lobbyieren - und sei es auf kommunaler Ebene - oder die ehrenamtliche Arbeit im Gelände übernehmen?

    Bei uns übernehmen tatsächlich die Kommunen inzwischen einen großen Teil.

    Ich wohne in Hildesheim, bin aber in einem kleinen Verein im Harz Mitglied obwohl es auch hier eine Ortsgruppe des Harzklubs gibt.

    Ich kenne jetzt den Harzklub nicht, hab aber einen oberflächlichen Einblick in den SGV (Sauerländischen Gebirgsverein) und OHGV (Oberhessischen Gebirgsverein) und deren sehr kleinteiligen Strukturen sind m.E. das Problem, auf Dorfebene bekommst du nur in Ausnahmefällen noch etwas auf die Beine gestellt, da müssten sich die Mittelgebirgsvereine eher an der Gliederung des DAV oder der Naturfreunde orientieren.

    hier auch (München-Oberland) - aber leider auch durch eine "Event-Party-Struktur" die "Alpen als Abeneuer-Spielplatz"... :(

    Liegt bei uns vielleicht am der Entfernung, bei rund 400km bis in die Alpen widmen sich dem Thema nur Leute, die das wirklich ernst nehmen, Klettern im Fels wird halt überwiegend in den Mittelgebirgen trainiert und gelehrt.

    und über die "Neuausrichtung von Hütten + die "Behandlung" alter (und guter) Hüttenreferenten... ganz zu schweigen

    Der Hang zu immer luxuriöseren Hütten ist tatsächlich auch etwas was mir am DAV bitter aufstößt, wobei "meine" Sektion da wenig mit zu tun hat, da wir keine Hütte (mehr) haben.

    Henne-Ei-Problem. Ich denke, wie überall eigentlich, wenn man Leute sammeln möchte, muss man etwas anbieten, das cool und damit gefragt ist. Man muss es auf eine Art anbieten, wie es den Leuten auch in den Kram passt. Dazu bräuchte man die Zeit eines Rentners, ohne deren Abgeschnittenheit zu den Lebenswelten jüngerer Generationen.

    Nach meiner Erfahrung mit anderen Vereinen (nicht unbedingt aus dem Outdoorbereich) ist das sehr schwer, irgendwann gibt's einen Kipppunkt, an dem du kaum noch eine Kehrtwende durchführen kannst, höchstens noch durch eine regionale Erweiterung.

    die "Vereinsstruktur" vom DAV hat mich immer abgeschreckt (in meiner Jugend+später auch...), das "Umweltsiegel" des DAV halte ich für "greenwashing"

    Ich glaub das kommt sehr auf die Sektion an, meine ist durch die Universitätsstadt geprägt und dadurch eher progressiv. Auf der Bundesebene wirkte das früher tatsächlich eher wie "Greenwashing", inzwischen nehme ich ihnen das aber eher ab.

    Naturfreunde sind vllt. eine Alternative - nennen sich wenigstens zu Recht "Touristenverein"

    Naja, die Zielrichtung ist ja schon ähnlich, aufgrund der Historie nehme ich den Naturfreunden aber vieles eher ab, bei uns vor Ort konzentrieren die sich eher auf regionalen Naturschutz und wenig auf Berge und Sport.

    Interessantes Thema,

    ich bin nur im DAV, zugegebenermaßen hauptsächlich wegen der Versicherung und es spart den ein oder anderen Euro in der Kletterhalle. Die Sektion des DAV ist bei uns wirklich gut aufgestellt, große Kletterhalle, sehr aktive Jugendarbeit und auch ein gutes Tourenangebot, ich nehme mir immer mal vor mich da blicken zu lassen, was eher an persönlichem Zeitmangel und einem gewissen Vereinsburnout scheitert.

    Der kleine Wanderverein in meinem Wohnort ist, wie oben schon mehrfach geschrieben, hoffnungslos überaltert, die wenigen die was machen sind auch schon im Rentenalter und sagen selbst, dass viele Mitglieder einfach körperlich nichts mehr machen können. Eine Konzentration auf einige wenige überregionale Vereine wie oben der DAV oder die Naturfreunde ist da quasi unvermeidlich.

    Lies blos nicht die Kommentare.

    Zu spät 🙄.

    ... für mich als Hundewanderer ist der Einsatz von Herdenschutzhunden nämlich nämlich ein sehr einschneidender Aspekt.

    Soweit ich weiß, werden die ernst zunehmenden Herdenschutzhunde, zu zweit in umzäunten Weidebereichen gehalten. Es geht ja darum, dass sich die Hunde unbeaufsichtigt, rund um die Uhr um die Herde kümmern.

    Jein, die Haltungsform kommt zwar oft vor (in Deutschland wohl die Regel), aber zumindest in der Schweiz sollen sie bei der Almhaltung auch frei laufen, ich bin zwar keinen begegnet, was aber wohl Zeitraum September lag, die Beschilderung weist aber darauf hin.

    Der Typ ist wohl kaum einer. Habe neulich sein Video zu Rassismus und Outdoor gesehen und es war einfach nur peinlich.

    Toll, jetzt kenn ich den Tiefpunkt der YouTube Outdoorvideos.

    Rein sachlich finde ich das Thema schon interessant, sollten wir nur abseits solcher clickbait Videos diskutieren, weniger wegen der Wölfe an sich, sondern wegen der Schutzmaßnahmen in der Landwirtschaft, für mich als Hundewanderer ist der Einsatz von Herdenschutzhunden nämlich nämlich ein sehr einschneidender Aspekt.

    Wie schon oben geschrieben, Danke für den tollen Bericht, gerade in Zeiten selbsternannter Social Media- oder YouTube-Helden, die sich für die unfallfreie Durchquerung des Stadtparks feiern, als hätten sie die Sahara zu Fuß gemeistert, ist ein ehrlicher Bericht, der auch Probleme anspricht wirklich wohltuend, nur so können andere von den Tourberichten lernen und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, hat im Hohen Norden oder im Hochgebirge am Ende das Wetter immer das letzte Wort (ich hab selbst da auch die ein oder andere eigene Aktion im Hinterkopf, wo ein "hätte, wäre, wenn" übrig geblieben ist).

    mit 28

    Während des Lesens hab ich immer gedacht "nett, dass er den Senior mitnimmt", bei dem Satz ist mir aufgefallen, dass dein Vater mutmaßlich ungefähr mein Alter hat 😂.

    WonderBär Ich kann ja nur für unser Hund-Mensch-Team sprechen, aber da läuft es wunderbar. Die mittelgroßen Terrier, Fox-, Parsons-, Jagdterrier usw., sind sehr geschickte Kletterer, in unserer örtlichen Gassigang ist mein Hund der Kleinste, der Rest in der Größe Schäferhund, Labrador o.ä., die sind im Gelände definitiv ungeschickter 😁.

    Auf dem Bild ging es etwa 10m fast senkrecht hoch, was er komplett selbständig durchgezogen hat.

    Wenn es mal nicht weiter geht, z.B. bei höheren, senkrechten Stufen bleibt er stehen und ich helfe mit dem Griff am Geschirr nach, im Laufe einer Tour spielen wir uns da gut aufeinander ein

    aber dort habe ich mit Hund größere Bedenken bezüglich möglicher Hitze. In den Alpen kann man besser mal im schattenspendenden Wald gehen.

    Ja, Hitze ist ein großes Problem mit Hund, Bedenken hinsichtlich südeuropäischer Hitzewellen waren tatsächlich für mich einer der Gründe, von meiner ursprünglichen Idee Pyrenäen in Richtung Schweiz zu wechseln (neben kein Bock auf die Anfahrt 😁). Ganz so bewaldet sind große Teile der Alpen aber auch nicht 😉, allerdings sind, gerade so ab September, die Temperaturen relativ zuverlässig erträglich.

    Hallo Dirk Nennen

    so ganz einfach ist die Antwort darauf nicht 😉.

    Ich bin eigentlich ein großer Fan von Wanderungen in Frankreich, bin dort solo ohne Hund auch schon des Öfteren in den Alpen unterwegs gewesen, weil bivouac im Sinne der er reinen Übernachtung dort in der Regel erlaubt ist, leider gibt's mit Hund das Problem, dass es große Sperrzonen gibt, in denen die Mitnahme grundsätzlich untersagt ist (Nationalpark Mercantour, zwei Parc naturelles am GR5 oder Nationalpark Vanoise). Als Alternative in F werde ich mir mal den Hexadog, die Hundevariante des Hexatrek, in den Alpen anschauen.

    Ansonsten war ich, gerade erst wieder von einer vierwöchigen Tour zurück, mit Hund in der Schweiz unterwegs. Das Thema Zelten ist dort, ähnlich wie in Deutschland, etwas kompliziert, da es kantonal geregelt ist (O-Ton eines Schweizer Wanderers "auf Kantonsebene, blickt eh keiner durch" 😄), aber in der Regel ist Biwakieren oberhalb der Baumgrenze erlaubt. In der Realität hab ich die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich niemanden wirklich interessiert und man auch einfach mal bei Almbauern nach einem Stellplatz fragen kann. Hundespezifisches Schweiz: An sich ein hundefreundliches Land, die einzige offizielle Sperrzone ist der kleine Nationalpark in Graubünden, aber ein paar Sachen sollte man beachten: Alle SAC Hütten, die ich vorher gegoogelt habe, nahmen keine Hunde auf, scheint auch generell so zu sein und wenn kann er höchstens draußen in irgendeinem Schuppen bleiben (für mich inakzeptabel), leider darf man bei manchen Hütten noch nicht mal mit Hund in den Gastraum (ich geb zu, das fand ich schon überzogen). Der Einsatz von Herdenschutzhunden sollte beachtet werden, offiziell sollte man die Zonen mit Hund meiden, was in der Realität allerdings sehr schwierig ist, erschwerend kommt hinzu, dass die Beschilderung oft nicht aktuell ist, dann kann es hilfreich sein unterwegs immer mal mit den Bauern zu sprechen. Ein kleiner Überblick: https://www.protectiondestroupeaux.ch/map/

    Bei anderen Ländern kann ich wenig zu Hunden sagen, in Österreich ist Biwakieren auch auf Länderebene geregelt, es gibt alles von Totalverbot bis erlaubt und Slowenien ist ein Großteil der Alpen Nationalpark, es geht aber ganz gut in Form von Zelten bei Hütten oder Campingplätzen.

    Und Cocoon (!) bietet explizit die Kombi von Drybag und Riemen an – beim Hyperlight z. B. bleibt man selbst in der Kombi noch bei 13l unter 100g, wenn die Angaben stimmen.

    Die sehen interessant aus, vor allem sind die Riemen teilweise schwerer als der drybag, mit simplen MYOG-Riemchen sind da locker unter 50g drin.

    Neulich hab ich irgendwo (vermute irgendein Bikepacking Video auf YT) so eine faltbare Einkaufstasche gesehen, komme nicht mehr drauf was die gewogen hat aber sah auch charmant aus...

    Durchaus ein Alternative, wenn man keinen dual-use als Packsack will, ich hab mal meine beiden leichtesten Einkaufstaschen gewogen, sie toppen die Rucksäcke und sind preislich unschlagbar (1€ bzw. Werbegeschenk). Die weiße vom RMV (Verkehrsverbund meines Vertrauens) 34g, die blaue von Carrefour 29g.

    Auf Tour hab ich mittlerweile einen leichten Faltrucksack schätzen gelernt, sei es zum Einkaufen oder auf dem Campingplatz. Ansonsten kann er ja immer noch als Packsack für Klamotten o.ä. dienen.

    Der leichteste, derzeit erhältliche dürfte ja der https://seatosummit.eu/de/products/ul…gHg09ym51z8SQia sein (Werksangabe 72g, meiner nachgewogen 67g).

    Den sagenhafte 30g schweren StS Nano gibt's ja leider nicht mehr, bzw. nur noch im Ausland.

    Kennt ihr noch mehr, im Optimalfall noch leichtere?

    Ansonsten, falls du nähgewillt bist, bleibt immer noch die Möglichkeit, Alpha bei Discovery Fabrics oder RSBTR zu kaufen. Da gibt's immer eine große Auswahl an Farben.

    RSBTR hat das 80er meist nur in schwarz und eine andere Sorte in unauffälligem Blau. In Europa ist buntes Alpha auch kaum zu bekommen. Discovery Fabrics sind m.W. die einzigen mit der vollen Auswahl, aber leider recht teuer mit hohen Versandkosten. Also zumindest für die MYOG-Gemeinde ist es tatsächlich nicht ganz einfach.