Ich habe mal versucht, Deinen Entwurf nachzuvollziehen.
Danke für's mitdenken!
Wie hast Du das Fußende gedacht, flach auslaufend oder gerade runter?
Bei der geraden Variante wird die Liegelänge ganz schön knapp.
Etwas schräg auslaufend wäre natürlich wünschenswert. Aber da muß ich noch einige Papiermodelle basteln bis das Design da final ist. Die Winkel sind da recht kritisch. Schon einige cm mehr oder weniger machen aus einem Beak da eine astreine Dachverlängerung.
BTW, das Protrail hat auch nur 2,1m Liegelänge, und in den Kopfteilbeak kann man ja auch noch etwas reinkrabbeln.
Am Fußende komme ich in der Breite nur auf knappe 130 cm
Die 1,4 m kommen noch von einem früheren Entwurf. Da hatte ich bei 1,9m Lotrecht zur Kante abgeschnitten und kam dann auf 0,7m.
Noch ein Paar cm kann man rauskitzeln wenn man einen leichten Catenary- Cut an der Firstnaht einplant. Allerdings kostet das dann auf Hüft-/ Kniehöhe wieder Tarpbreite. In diesem Bereich ist Breite aber denke ich sinnvoller angelegt. Macht sich in der Specsliste halt nicht so doll
.
Zu deiner Zeichnung:
Das Maß 1108 mm am Kopfbeak ist bei mir anders. Das hatte ich mit einem Meter angegeben. So kann es direkt an das Kopfende der Dachbahn angenäht werden. In der Mitte ist dort keine Überlappung.
Die Dachpanele hätte ich auch anders zusammengenäht. Ich mache das immer (OK, bisher 2x) so, daß die schräge Kante die Firstnaht bildet. Dann bekommt man IMHO eine bessere Überdachung hin. Das Kopfende kragt dann natürlicherweise etwas aus und hat keine Einbuchtung an der Spitze. Der schrägen Fadenverlauf an der Kappnaht sieht dann immer etwas bescheiden aus, tut der Nutzbarkeit allerdings keinen Abbruch. Einmal habe ich wegen der Dehnbarkeit eine abgeschnittene Webkante mit in die Kappnaht eingearbeitet. Aber ob das jetzt soviel bringt sei dahingestellt. Eine Webkante ist nun mal kein Gurtband.
Ich bin ja eher ein Freund des Einfachen.
Das ist ja nun hinreichend bekannt
. Aber die Herausforderung hier heißt ja enclosed. Obwohl ich mich ja schon beim Torwald am simplen 3x1,5m Tarp abgearbeitet habe, finde ich die einfachen Tarps ja auch wirklich prima. Aus einem 1,5- oder 1,6 m breiten Tarp einen Trapezschnitt zu basteln, ist, mit Verlaub, den Aufwand nicht wert. Dann hast du wieder eine Firstnaht die du Abdichten musst usw. Du hattest das glaube ich Mal etwas ähnliches bei einem Tyvekponcho probiert. Da war wenigstens noch der Mehrwert der Mittelnaht, daß man die Kapuze dort hineinnähen konnte. Bei den kleinen Tarps, die eh zu 95% als Holden aufgebaut werden ist das IMHO overkill.
Würde man dieses Design mit dem XXL Stoff bauen dann würde ich wahrscheinlaich auch eher einen einfachen Trapezschnitt nehmen und da noch ein Paar kleine Beaks oben und unten anbauen. So wie das blaue Tarp hier.
Also ich finde Christians Tarp „more sexy“!
Danke für die Blumen!
Unter ein 45cm hohes Tarp, kann ich mit meiner Plautze gar nicht drunter kriechen… erst ab 46cm…
Wie schon gesagt. Das Teil ist in der Praxis ja höher aufgebaut. Selbst beim absoluten "Sturmmodus" mit allen 6 Abspannpunkten auf der gleichen Höhe wird man ja wegen der Linelocs einen Abstand zum Boden von so 5-10 cm nicht vermeiden können. Außerdem kannst du ja das Zelt schmäler machen und so entsprechend höher aufbauen. Wirklich reinkriechen muß ja, wegen dem Seiteneinstieg, auch niemand.
Es ist erst dann gut, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Ah, Antoine de Saint Exupery- das ist eigentlich mein Leitspruch beim Basteln.
Aber wie im Eingangspost schon gesagt: Das hier ist die Schrulle eines "in die Jahre gekommenen".