Beiträge von Christian Wagner

    Das Pullpac ist ja ein tolles Teil. Sollte eigentlich nicht zu schwer sein so etwas, aus Plastikplattenmaterial, nachzubauen.

    Guck Mal im Netz nach Tobbogans. Das ist die traditionelle Version die hier etwas aufgehübscht aus Plastik nachgebaut wurde. Als Material dürfte sich HDPE anbieten, das ist auch das Material aus dem IMHO die Paris Pulka gemacht ist.

    Allen Tobbogans aus glattem Plattenmaterial gemein ist allerdings die fehlende Führung bei Hangquerungen.

    Ich stoße immer wieder Mal auf Reste von Stoff in meiner Grabbelkiste für die so ad hoc keine Verwendung habe. Dem ein oder anderen hier mag es ähnlich gehen. Ich dachte mir, vielleicht fällt ja einem Forumsuser ein sinnvoller Verwendungszweck ein.

    Ich mache Mal den Anfang:

    Micro- Ripstop Nylon oder Polyester in schwarz, unbeschichtet, sehr hautschmeichlerisch, wohl ganz gut winddicht, leider 68 gr/qm. Für die Wandersachen die ich tatsächlich mitnehme ist der Stoff mir zu schwer. Ich habe aber noch 16 m (!) davon zu Hause.

    Weniger Gewicht und noch windstabiler, dann würde ich zum Trailstar greifen!

    Habe mit beiden keine Erfahrung, aber finde die 5 Ecken am Trailstar eigentlich nicht sooo praktisch. Mein Lebensraum im Zelt zu zweit ist ja eher "quadratisch" bis "rechteckig", da will mir nicht in den Kopf wie das mit den fünf Ecken was bringen soll. Für die Menge an Stoff bietet es IMHO recht wenigen Personen Platz. Lt. diversen Berichten ist das Trailstar mit Zweien schon am Limit.

    OTOH, spart das Trailstar den Reissverschuß ein.

    Vielleicht sollte ich mal eine flache, rechteckige Pyramide bauen welche dann an einer Seite so trailstarmäßig hochgespannt wird. Der Grundriss würde dann trapezförmig werden, aber das ist heutzutage ja geradezu modern ;)... gibt es aber schon seit "Ewigkeiten" (runterscrollen zu Startent, zweites Foto).

    Eigene Erfahrungen habe ich damit nicht, sieht aber dem Tarpstar von alpkit ziemlich ähnlich....oder eher alpkit hat von MLD geklaut?

    Hm, geklaut ist ein zu großes Wort. Es sind halt beide viereckige Pyramiden, und diese haben nicht einmal die gleichen Abmessungen.

    Das Speedmid hat einen quadratischen Grundriss, was eben massig Platz bietet. Das ist z. B. für Wintertouren gar nicht so schlecht, andererseits aber benötigt es eben auch massig Platz und man ist mit der Platzwahl etwas eingeschränkter.

    Die verminderte Kopffreiheit empfinde ich nicht unbedingt als Nachteil. Das spart Gewicht und macht alles windschlüpfriger. Außerdem hat man das Gefummel mit den zwei Trekkingstöcken nicht.

    Locus Gear hatte Mal etwas ähnliches im Programm. Das Menkaura - 2,7m x 2,7m x 1,3m.

    Guten Tag an Alle!

    Vor einigen Jahren wurde das MLD Speedmid in USA, zu Beginn der Pyramidenzeltcrazyness sehr gehyped. Das ist eine sehr simple, quadratische Pyramide mit ungefähr folgenden Maßen: 2,65x2,65x1,25m (im Laufe der Jahre gab es etwas unterschiedliche Angaben. Es ist quasi ein Supermid mit Duomid Höhe. Gibt es hier im Forum User die mit dem Shelter Erfahrungen aus erster Hand haben und die etwas dazu sagen können?

    Ahoi. In letzter Zeit hat mich das Adobi von Ounce Design recht interessiert. Es ist eine rechteckige Pyramide mit einem kleinen Vordach-/ Schnürzugeingang. Nachdem ich das Türpanel mehrfach mit verschiedenen Abmessungen zu Fuß durchgerechnet hatte, habe ich nun ein Spreadsheet erstellt mit dem man das Ganze automatisieren kann. Man gibt einfach seine Zeltmaße: Länge, Breite, Zelthöhe und Vordachhöhe ein und es spuckt einem die Abmessungen des Türpanels aus. Bei Fragen bitte gerne melden.

    Adobicalc.zip

    Für japanaffine Forumsuser bestimmt ein alter Hut, aber es sind einige interessante Designs dabei (wie IMHO bei vielen japanischen Herstellern).

    Heritage Crossover 

    Irgendwie weisst du dass du an der richtigen Adresse bist, wenn der Hersteller folgendes unter der Hälfte seiner Zelte hinschreibt 8)8)8).

    Zitat

    The Crossover Dome is NOT a dome tent. This unique dome shelter prioritizes the lightest and most compact design for minimal protection against various weather conditions. Anyone looking to camp in comfort should consider a durable light-weight dome tent.

    Noplex Iteration 2:

    Der Versuch Nr. 1 krankte daran, dass ich die veränderte Länge der Diagonalen bei 1,8 m Stoffbreite nicht einberechnet hatte. Darum ist die Liegelänge des Zeltes etwas zu kurz geraten. Außerdem wurde das ganze Teil durch die Stoffdehnung zu mit über 1,30 m zu hoch für meinen Geschmack. Etwas mehr Platz seitlich wäre auch wünschenswert.

    Also auf zur zweiten Version:

    Freihandzeichnung, ein Papiermodell ergab eine Breite von gut 1,4m und eine Liegelänge von 2,6m. Die Höhe lag bei knapp 1,1m.

    Erstmal schnippelt man die Panele aus die später das Dach bilden. Am First ist das Zelt nun 10 cm breiter geworden. Das sollte für etwas mehr Raumgefühl im Sitzen sorgen. Durchgehend 70 cm ging leider nicht, da ich dann mit den kleinen gelben Verlängerungen nicht mehr hinkomme. Durch das asymmetrische Dachpanel ergeben sich minimal unterschiedlich tiefe Apsiden. An der geraden Seite des Dachpanels ist die Apside einen Tick tiefer - da würde ich den Reißverschluß einplanen.

    Die Türpanele waren bei der ersten Version in der Diagonalen, die am Dachpanel angenäht werden, zu lang. Durch den schrägen Schnitt in der Mitte werden die Diagonalen nun deutlich kürzer. Gleichzeitig bekommen die Apsiden mehr Tiefe und eine gewisse Asymmetrie mit einer flotten, leicht schräg verlaufenden Mittelnaht - schön hipstermäßig.

    Jetzt muß ich erstmal neuen extrabreiten Stoff kaufen...:P

    Mit 3,5 m Lauflänge und auf 1,6 m könnte das vielleicht was werden ...

    Aber erstmal bleibe ich bei 1,5 m.


    (Wie kann man eigentlich Bilder zitieren. Bei mir geht das irgendwie nicht.)

    Dieser Entwurf ist IMHO für Rechteckponchos sehr interessant. Die einfachen- 1,5m breiten Rechteckponchos kranken IMHO daran, dass im Ponchomodus die Breite bei den Armen nicht ausreicht und dann die Unterarme nass werden. Im Zeltmodus kann man ein recht brauchbares Holden Tent bauen für schönes Wetter, aber für Schietwetter bleibt nur Firstzelt oder Mushroom tent und da sind 1,5m auch recht knapp. Man könnte jetzt, so wie bei wilbos Entwurf eine Mittelnaht quer rüber machen und dort eine Breite von z. B. 2m vorsehen. Zu den Enden hin lässt man den Poncho auf die üblichen 1,5m auslaufen. Die Kapuze kommt in die Mittelnaht und kann im Tarpmodus per runterrollen geschlossen werden.

    So hat man eine prima Abdeckung im Ponchomodus. Im Tarpmodus hat man eine tolle Halbpyramide mit genug Material für einen Beak (siehe Wilbos Entwurf) und im Fall von Schlechtwetter baut man sich ein niedriges Firstzelt, das in der Mitte aber deutlich breiter ist. So gewinnt man auch hier etwas mehr Komfort und Schutz.

    Das Ganze hätte auf etwa 3,75 Laufmeter Stoff Platz und man würde sicher auch noch die Kapuze und den Packbeutel da mit unterbringen können.

    Also falls Ihr Zugriff auf günstige Maschinen habt, die sowas können, umso besser. Meine Off-Brand Bernina schafft das halt nicht.

    Was war den konkret das Problem? Vielleicht lag es ja gar nicht an der Maschine an sich und deine war defekt, verstellt o.Ä.

    Fleece ist eigentlich wirklich keine Herausforderung für eine Nähmaschine. Und gerade die ultraleichten Zeltstoffe übrigens auch nicht. Die sind nur für den Näher nervig ;(.

    Der schwache Motor von Einsteigermaschinen geht mir auch auf den Zeiger - weil sie langsam sind. Das ist aber gerade für Anfänger überhaupt kein Nachteil. Meist geht es am Anfang eh alles viel zu schnell und hat mit dem Sortieren der zwei Hände und der Stofflagen genug zu tun.

    Hm, so beim stöbern auf der Samayaseite ist mir das Radical 1 ins Auge gesprungen.

    Eine Hundehütte mit den Maßen 200 x 70 x 90 cm (LxBxH). (Warum kriege ich hier eigentlich hier immer vorgeworfen meine Entwürfe seien zu klein;).)

    Ein kurzer Check mit der Zeltformel erbrachte dass man das Teil locker mit 3 m Stoff hinbekommt. Zieht man die Bodenwanne, ab, dann würden noch die unteren 10 cm der Seitenwände weg fallen, bzw. könnten (im Sinne der Challenge) aus einem anderen Stück Stoff gefertigt werden. Das Zelt könnte dann nochmal 10 cm höher werden. Aber selbst ohne dieses Getrickse könnte man die Dimensionen in jede Richtung noch um 5 cm strecken und man kriegt das immer noch auf 3m Stoff zugeschnitten.

    Hier Mal eine Skizze für den Zuschnitt. Das ist aber nicht maßstabsgetreu, ich will da nur das Layout verdeutlichen. Die genauen Maße liefert die oben verlinkte Zeltformel:

    Willst Du eine anständige Maschine, um eben Fleece zu verarbeiten, kostet dich das neu tausende von Euronen. Es gibt wie immer sehr schöne Dinge, z.B. von Bernina.

    Je nach Budget möchtest Du aber wahrscheinlich die tausenden von Euronen verwandern und nicht in einer Nähmaschine anlegen. D.h. Du hast eigentlich keine andere Wahl als dir eine JUKI oder eine andere industrielle Maschine gebraucht zu schiessen.

    Sorry, aber das ist faktisch alles falsch was du da schreibst. Normale Billo- Haushaltsmaschinen sind für Fleece völlig ausreichen. Selbst die billigste Singer für 90€ neu kann das. Obertransport usw. sind nice to haves, aber nicht zwingend erforderlich. Ich bleibe bei meinem Rat: Nägmaschine von Verwandten ausleihen oder billig gebraucht. Sollte man mal später gefallen am Hobby haben, dann meinetwegen aufrüsten. Ich hsbe such nach 20 Jahren MYOG immer noch keine Obertransportmaschine.

    Fleece sollte eigentlich mit jeder Maschine zu nähen sein. Eventuell haben ja Eltern oder Großeltern so etwas noch auf dem Dachboden stehen und können dir das Ausleihen. Schnickschnack braucht es erst einmal nicht, Geradstich und Zickzack reicht für den Anfang.

    Möchtest du irgendwann Mal Rucksäcke oder ähnliches nähen wo man durch mehrere Lagen Gurtband und stabilen Stoff muß, dann könnten billige Nähmaschinen überfordert sein, aber alte, kräftige, stabile Pfaffs gibt es gebraucht für kleines Geld.

    Ja, diese Verschiebung der Wichtigkeit beobachte ich ebenfalls.
    Gewicht vesus Funktion abzustimmen ist ja vollkommen in Ordnung. Nur mangelt es zunehmend an der Bewertung der realen Funktionalität.

    Ja, ist aber halt auch immer deine Frage wo man unterwegs ist. Schon in Norddeutschland ist das Wetter halt oft deutlich schlechter als auf dem südlichen PCT. Die meisten deiner Kunden sind eher in erster Gegend unterwegs. Nicht das ich da first hand Erfahrungen hätte, aber dieser Bursche spricht ganz offen davon dass er für seinen 2. PCT Hike dort halt nur ein 2,7x1,6m Ponchotarp dabei hat, weil man eigentlich vom Wetter her eh nix bräuchte. Für den Norden wird er wohl ein Ounce Design Zelt mitnehmen. Bin auf das Review gespannt.

    Das kommt von Ripstop by the Roll, hat allerdings für meinen Geschmack zu viel Stretch in der Diagonalen.
    Bei Bedarf könnte ich Dir was abtreten.

    Danke für das Angebot, wenn meine Vorräte verprototypt sind dann komme ich gerne drauf zurück. In 14 Tagen ist das Segeln für heuer offiziell vorbei und wir sind wieder in D, dann komme ich denke ich wieder mehr zum nähen.

    Die aber leider nie straff sein wird. Da kann ich mir doch den Vorteil vom dehnungsarmen DCF gleich schenken. :rolleyes:

    Na ja, ich sehe das Killer- Feature bei DCF eher beim Gewicht. 165 gr. für die Behausung macht sich halt gut in der Specs- Tabelle.

    Ach, ich lass’ das nörgeln jetzt und kümmere mich um meinen Kram. Da gibt es permanent was zu verbessern und das habe ich selber in der Hand.

    Trotzdem danke für das Mitdenken. Ich bin im Moment eben auf der Minimalshelter- Schiene unterwegs. Da haben wir gerade einfach zu unterschiedliche Designziele.

    Es ist mir schon klar dass ich ein Zeltchen aus 3m Stoff nicht in den Sarek mitnehmen werde. Bei der Weinwanderung in Unterfranken im Sommer könnte ich mir das aber sehr wohl vorstellen. Das 3m- Shelter ist was für Gegenden wo man eigentlich keinen Shelter braucht. Also südlicher PCT oder so:P.

    Die Verbesserungen und Design- Iterationen bei denen Tarps finde ich übrigens immer spannend. Also immer her mit den Updates:).

    BTW, wo hast du denn das Silpoly in Tarnfarben her. Ich suche so was schon seit Ewigkeiten.