Beiträge von WonderBär

    Kenne das Problem und frage mich ob die Schuhe stinken, oder ob hier Bakterien am Werk sind die für den Geruch verantwortlich sind. Falls letzteres sollte "desinfizieren" zielführend sein. Habs mit ner Mikro ausprobiert und bilde mir ein bei bereits kurzer Anwendung eine 30% Verbesserung bemerkt zu haben. Dann müsste ein großzügiges Alkoholbad mit Brennspiritus auch wirken. Wenn es keine Bakterien sind sollte aich das Problem mit waschen final beseitigen lassen. Was meint ihr?

    San Sebastián de La Gomera - Hermigua 

    Die Strecke selbst ist knackig, besonders mit Hinblick auf Höhenmeter (27 km, 1230 hm rauf, 1218 hm runter), und wer sie komplett gehen möchte, sollte früh los und viel Wasser mitnehmen, da quasi nichts dazwischen kommt.

    Ich bin mit der Fähre von Teneriffa aus gegen ca 10:30 in San Sebastian angekommen. Als Trailhead hätte ich mir die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción ausgesucht. Es geht erstmal Treppen und Straße hoch, mit schönen Blick auf die Hauptstadt La Gomeras (grob 9500 Einw) zum letzten Spar für heute, Wasser kaufen (Spiritus hatte ich schon in Teneriffa vorsichtshalber erstanden).

    Der Trail geht zunächst die Straße weiter, die er am letzten Kreisel des Ortes verlässt. Da es viel geregnet hat ist der Weg recht matschig. Lehm klebt an den Sohlen und macht die Schuhe schwer. Man überlegt sich schnell wo man hin tritt. Landschaftlich Macchia. Kakteen und niedrige Sträucher, man kommt an ein paar Windrädern vorbei. Es beginnt zu nieseln wie recht oft die nächsten 3 Tage. Ein Spanier kommt auf mich zu. Wo ich hin wolle? Das ist zu weit, meint er, ich solle lieber in den Cuevas Blancas (Weiße Höhlen) übernachten. Ich bedanke mich und laufe weiter. Eigentlich sollte man ja auf Einheimische hören…. Ab km 7 grob gehen die ersten Terrassenanlagen los. Wie fast 95% der Anlagen die ich die kommenden Tage finden werde, auch diese nicht mehr in Gebrauch.

    Aber es ist noch deutlich zu früh für einen Halt, also laufe ich weiter. Es wird wieder bergiger. Immer wieder mal ein Schauer. Grob bei Montaña Ismael treffe ich auf die erste Straße und zwei Britinnen. Wird Zeit fürs Mittagessen. “Beim nächste Schatten” denke ich, was noch länger dauern wird. Es geht noch bergig auf einem Singeltrail weiter bis der Weg nach unten geht und eine Pistenstraße trifft. Der folge ich, sicher 10km lang an einem dichten verwachsenen Wald entlang. Die auf Mapy eingezeichnete Quelle ist verbaut und man kommt nicht ran. An sich egal weil eh alle 30min ein Bach mit Wasser fließt. Doof nur dass ich meinen Filter daheim gelassen habe. An sich soll die Insel ja staubtrocken sein. Der Pistenweg zieht sich gemütlich immer höher. Bei Casas del Helechal ein verlassener Bauernhof mit Terrassenanlagen. Sonst steil oder dichter Wald. Bei Riscos de Juel scheine ich final oben zu sein. Ein toller Platz mit genialer Aussicht, aber es türmen sich (noch gutmütige weiße) Gewitterwolken auf — vielleicht doch besser absteigen.

    Die Piste wird zum Feldweg mit beträchtlichem Gefälle. Eher was für einen guten FWD. Immer wieder gab es Erdrutsche oder Steinschläge die den Weg für Fahrzeuge unpassierbar macht. Es ist auch schon recht spät und wird bald dunkel. Ich verlasse den Naturpark Parque Natural de Majona und finde einen verlassenen Bauernhof mit Terrassenanlagen. Ich geh weiter. Ziegen blöken die ganze Nacht. Schräge Strategie für einen Herbivoren. Ein Tier mit Micky Maus Stimme hat sein Didgeridoo dabei. Es regnet immer wieder bei einem gefühlten böigen 3er Wind.

    Der Weg verlässt nun endlich die Straße und man schlappt wieder durch den Schlamm, immer wieder durch die Ruinen längst verlassener Häuser auf einem Single Trail. Palmen & Buschwerk. Man geht die Küste entlang immer tiefer, bis man auf eine asphaltierte Straße trifft. Dort gehe ich erst mal runter zur Bucht Playa de la Caleta de Hermigua. Es gibt eine Dusche ohne Duschkopf, WCs ohne funktionierende Spülung. Metallisch riechendes Wasser kommt aus den Hähnen. Die Sonne scheint und ich trockne meine Sachen. Ersma Kaffee. Eine Katze fühlt sich einsam und fordert maunzend Streicheleinheiten. Roter Hintern = Würmer? Vielleicht doch das nächste mal Händedesinfektion mitnehmen. Ich kraule sie hinterm Ohr. Dann geht es zurück die Straße hoch. Oben angekommen, ein toller Blick über das Tal von Hermigua. Ein steiler Pfad zieht sich nach unten zur Küste. Wenn man unten etwas die Straße hoch geht, kommt man zu einem Supermarkt. Es gibt auch Unterkünfte und Restaurants.

    Links

    • Original Trail Homepage: KLICK
    • Route auf Mapy: KLICK
    • Sonnenauf & Untergang San Sebastian: KLICK
    • Wetter San Sebastian (unten): KLICK
    • Wetter Alajero (oben): KLICK
    • Vorbereitungsfaden: KLICK

    Anreise

    Aufgrund der Verfügbarkeit eines Direktflugs, bin ich über Teneriffa angekommen. Bin mit dem 40er Bus vom Flughafen nach Los Cristianos um die erste Nacht dort zu übernachten. Ich habe dort mein Reisegepäck (meinen für 25€ erstandenen Hartschalenkoffer) im Hotel gelassen, und bin Tags drauf mit der Fähre von Fred Olsen für ca 45€ nach La Gomera gefahren (Vorsicht! Die Preise, die am Anfang angezeigt werden, sind für Inselbewohner). Selbes wieder zurück.

    Wasser

    Bei meiner Recherche war das Credo, dass es kaum natürliche Wasserquellen gab, man kann alle 10-20km aber grob mit einem Supermarkt oder einem Restaurant oder ähnlichem rechnen. Allerdings stellte sich bei mir dann raus, dass es eher zu viel als zu wenig Wasser gab. Leider hatte ich keinen Filter dabei und bin worst case mit 4 Litern los, was bei dem Wetter immer gut 24h ++ gereicht hat tuto.

    Zelten und Übernachten

    Zelten ist auf La Gomera verboten. Wer es dennoch darauf an legt, in der Nähe von Ortschaften oder oft verlassenen Weilern, sind meist (falls nicht zu steil) Terrassen für Landwirtschaft verbaut, die gewöhnlich nicht mehr verwendet werden. Allerdings ist der Boden hier selten waagerecht, und die Erosion hat die Erde verweht und die Steine zurückgelassen. Der Wald ist deutlich zu dicht zum biwaken und ist außerdem meist Naturschutzgebiet. Wie auch hier, so ist auch auf La Gomera viel Landflucht angesagt, und man findet meist nur Rentner und Touristen in den entlegeneren Gebieten. Entlegene Höfe sind verlassen und verfallen.

    Übernachtungen waren meist recht teuer, gewöhnlich 75€ ++ die Unterkunft. Einzige Ausnahme: ich hatte ein Zimmer mit Etagendusche in Vallehermoso (Hostal Casa Amaya - muss man anrufen, man spricht englisch) für 40€ die Nacht, empfehlenswert. GoogleMaps und Booking sind sehr unzuverlässig für die Suche und man findet ein Zimmer selbst wenn laut beiden nichts mehr frei ist, mit anrufen oder mal den Wirt oder in einem Hotel fragen ob was anderes frei ist

    Geld

    Man kann zu 95% mit Karte zahlen, es macht aber sicher Sinn 100€ in kleinen Scheinen als Plan B dabei zu haben. Kartenautomaten sind in den größeren Orten vorhanden, ich hab aber meist mit Karte gezahlt

    Handyabdeckung

    Ich würde auf dem Trail von grob 70% Abdeckung ausgehen. Wenn man Teneriffa sieht, ist sie meistens vorhanden. In größeren Orten auch. Ansonsten ist der Trail zu Teilen sehr abgelegen und vor allem in den Barrancos (dt.: "Schlucht") wird es schnell schwierig mit Empfang

    Getier

    • Mücken: ZERO -> aber war auch immer recht windig
    • Zecken: ZERO
    • Kakerlaken: 3 wirklich schöne Exemplare
    • Die heimlichen Herrscher der Insel sind die Tausendfüßler

    In a Nutshell

    • Wo? La Gomera, Kanarische Inseln, Atlantik, Spanien
    • Was? GR132 - grob 130km, 6300hm rauf und wieder runter
    • Wie lange? Ich bins in 7 Tagen gegangen, allerdings die Route über Vallehermoso

    An sich ist La Gomera ein einziger Berg im Atlantik. Vulkanisch, aber seit 2 Mio Jahren inaktiv. Man läuft an sich immer bergauf oder bergab. Und nicht selten, kaum hat man sich die Serpentinen auf der einen Seite der Schlucht nach oben geschleppt, gehts auf der anderen Seite wieder runter. Es hatte wahnsinnig viel geregnet, und so hatten alle Flußbette Wasser geführt. Es gab epische Wasserfälle in einer Fülle, wie ich sie bisher nur in Norwegischen Fjorden gesehen habe. Und alles war grün. Es gibt sicher einmal am Tag eine offizielle Möglichkeit, wie Restaurant oder Supermarkt, Wasser zu fassen. Bis auf eine Etappe ist an sich immer ein Supermarkt und/oder ein Restaurant dabei. Und an sich gibt es auch genug Unterkünfte, die ich allerdings mit quasi Minimum 75€ (als Einzelzimmer) ECHT teuer fand. Die Vegetation ist hauptsächlich Makia (Span.: “Matorral”?, Buschwerk, Wolfsmilch und Kakteen), oben gibt es sehr dichten Wald (Lorbeerbäume?). Die Insel erscheint mir ziemlich Hängematten ungeeignet, bin aber Bodenbrüter. Die Tour ist wirklich sehr abwechslungsreich, und jeder Tag irgendwie anders

    Der Weg ist an sich gut ausgebaut und bis auf in Ortschaften, sicher ausreichend markiert. Wenn nicht gerade in super steilem Gelände von der Ausbaustufe her Quad-tauglich, was mich immer gewundert hat, bis mir klar wurde ------ Eselspfade!

    Die Strecken sind auch mehr als OK, man sollte nur nicht die Höhen unterschätzen. Man schrubbt hier richtig Höhenmeter, da kommt schon was zusammen jeden Tag.

    Als ich vor die Tür meines Hotels in Teneriffa trete, regnete es in Strömen. Ein wohl 50 jähriger Spanier stand neben mir, zog in den Himmel starrend an seiner Zigarette, und meinte, "Es hat noch nie so viel geregnet hier. Nicht, dass ich mich erinnern könnte”.

    Ich werde den Satz auf meinem Wanderung hier auf den Kanaren noch oft hören. Und der Regen und seine Auswirkungen, im Guten wie im Schlechten, werden mich noch viel begleiten. Aber ich musste die Fähre nach La Gomera erwischen, und so gings ab durch den Regen, zunächst mal in Richtung Frühstück, zur nächsten Churreria — auf Churros con Chocolate!

    50g Händedesinfiziermittel, sind 50 überflüssige Gramm!

    Ich habs mir ja auch überlegt, aber wenn man mit nem AssBlaster untwegs ist, ist es vielleicht keine schlechte Idee, oder findet das immer 100% berührungslos statt?

    Ausderm kann mans angeblich als Deo Ersatz verwenden. Oder als Brennpaste.

    Ich hab keines dabei

    Der Mitgelieferte von Thermarest ist schwer und nicht wasserdicht. Hast du dir einen selbst gebaut oder den von Exped oder so?

    Nein, ich nehm das Originalteil. Wasserdicht ist der nicht aber ich will ja auch meinen Rucksack nicht untertauchen. Für das bischen Wasser was seinen weg in den Rucksack gefunden hat hats immer gereicht. Mein Bonfuss Aerus zählt aber auch als "quasi Wasserdicht"

    Lese über den Soonwaldsteig auch abseits der offiziellen Warnungen, dass Filters ein bisschen riskant ist. Daher brauche ich Wasser für die letzten km des Tages, die Nacht und die nächsten 22km am Folgetag.

    Das halte ich für eine steile These.... So wichtig wie das Baseweight sein mag, du spartst am leichtesten/meisten beim Wasser. An Friedhöfen gibts Wasser. In Restaurants. An Häusern sind oft Wasserhähne nach aussen gelegt. Und an sich füllt auf höflicher Nachfrage jeder deine Flasche auf. Und klar, Bäche... Ein Wasserfilter wiegt grob 60g

    1g Gewichtsersparnis sind vielen 1€ Wert, schnorr dir zwei Liter Wasser und du hast 2000€ gespart 🤔😉

    Ich möchte dir empfehlen, wie oben bereits geschrieben, dich langsam an das Thema ran zu tasten. Mit der Routine brauchst du irgendwann vieles ggf nicht mehr. z.B ein Doppelwand Zelt. Oder halt das eine oder andere mehr. Ich an Deiner Stelle sehe die "unter 5kg" Marke aktuell noch als Ziel. Primäres Hauptziel: Es soll Spaß machen. Joy, joy, joy 😸

    • Wieso brauchst du ein Fleece und ein Puffy?
    • Schmeiss das Kissen raus und pack das Puffy in den Liner
    • Nimm den Aufblassack als Liner
    • Das first Aid kit sieht recht leicht aus, wenn das nur Pflaster sind kannst dus auch zuhause lassen. Ansonsten, nimm ein anständiges mit
    • Zeckenzange?
    • Dein Topf is recht schwer, da geht fast die Hälfte, zB Toaks 550
    • Ich find Alkohol Brenner viel chilliger als Gas aber wtf...
    • Ich würde mir Ersatzunterwäsche gönnen
    • Die Regenjacke bekommst du "günstig" unter 100g
    • Wenn du ein puffy mit hoody hast, brauchst du dann das Beani?
    • Wieso brauchst du so viele Wasserflaschen? Kein Filter dabei?
    • Mir wurde mal gesagt ein Spork sei weder eine Gabel, noch ein Löffel sondern das schlechtere von beiden
    • Wenn du ein Handy hast brauchst du keine Uhr
    • Kein Sitzpad o.ä?

    Happy Trails ✌️😎

    P.S.: ich glaube wenn du unter die 5kg kommen willst, wirst du ums shoppen nicht um hinkommen. Ein Zelt für kleiner 500g, AlphaDirekt, auch beim Rucksack wäre hypothetisch was drin.

    Mein Plan B für heuer wäre der Camí de Cavalls - GR223 auf Menorca gewesen. Ein Küstenwanderweg

    Im Norden gibt es eine Passage die Tricky wird mit Wasser, bekommt man aber hin. Ciutadella hat einen netten Piratencharm.

    GR 223: Un sender de Gran Recorregut a Menorca
    El Camí de Cavalls (GR 223) és molt més que un sender que recorre el perímetre de Menorca; és un testimoni històric i patrimonial que permet als…
    www.camidecavalls.com

    Ich tendiere im Augenblick auch zur Flextailgear PB, weiß nur nicht, ob der Aufpreis von 10€ für das Kabel gerechtfertigt ist.

    Das Kabel kostet wohl in der Herstellung keinen Euro, funktioniert bisher aber zuverlässig. Die Frage ist eher ob du es wo anders billiger bekommst. Oder ob du ernsthaft bereit bist 8g !!!!!! mehr zu schleppen ;)

    Mir gehts das rumgefi**e mit den mini Kabeln so auf die Nüsse, dass ich das nächste mal warsch 50cm mit nehme....

    WonderBär

    Wiso erhitzt die Microwelle nur Wasser?

    Das stimmt ja auch nicht. Wasser absorbiert die Energie sehr gut, andere Materialien (z. B. Fette) aber auch; manche schwächer, andere so gut wie nicht.

    Da hast du vollkommen recht! Mir sind die Reste von Fett und Talk in meinen Schuhen halt auch egal, und das ist ein Outdoor-Forum....

    Ich glaube der Kern der Idee, Sportschuhe in der Mikro zu trocknen, war weniger (aber auch), das Wasser drin zu kochen und somit zu verdunsten zu bekommen, sondern den Mikroorganismen die u.a. für unangenehmen Geruch sorgen ans Leder zu gehen. Die mögen die Strahlung wohl gar nicht. Ich bilde mir tatsächlich ein, eine Verbesserung feststellen zu können. Vielleicht die Mikro nicht auf volle Leistung stellen

    Aber die ganzen Rucksachponchos haben sie ja nicht für die Ultralighties gebaut sondern für die 60+ Teile. Ich hatte den S2S Tarp Poncho mal über einem Loewa 65+20, es bildete sich nur gelegentlich eine Pfütze im Nacken, war aber dicht. Mir is der nur zu flimsie

    Der ist halt fu**ing teuer für billiges und verhältnismäßig schweres Plastik. Ansonsten tut er was er soll. Ich seh ihn eher als "besser als Ponchos". Das Ding klebt am Rucksack und wenn es wieder zum Regnen an fängt ziehst du den in 30sec über ohne den Rucksack abzusetzen. Wenn du bei Regen wanderst bist du eh naß (Schweiß oder Regen, suchs Dir aus), der Trick ist dabei warm zu bleiben. Mein einziger Kritikpunkt so als Besitzer, du findest sicher leichtere oder/und günstigere Lösungen.

    Eigentlich reizt mich der Packa am meisten, und ich sehe keine Nachteile gegenüber den anderen Ponchos.
    Was meint ihr?

    Wenn Dir Kohle wurscht ist nimm den Packa, ich find halt 200 ökn für ein Stück Plastik eher krass. Ich würde ihn kein 2tes mal kaufen. Man bekommt für 70€ ganz passable Plastikregenjacken um die 90g..... RaulDuke läuft doch gerade mit was ähnlichem von 3ufl rum, oder? Sh klick, Raul, Sir Duke, wie schauts aus? GirlOnTrail hat den wohl auch