Ich (w) bin Team Hüftgurt, immer und überall. Ohne Hüftgurt finde ich es sehr schnell unangenehm an den Schultern, und da spreche ich noch gar nicht vom Wandern oder höheren Gewichten, es reicht ein Daypack auf dem Weg zur Arbeit. Meine Schultern arbeiten da sofort dagegen (sie "ziehen" das Gewicht eher aktiv hoch als dass sie es passiv tragen würden), damit bekomme ich, wie auch einige andere hier, schnell verspannt-schmerzende Nacken-Schulter-Muskulatur, Kopfschmerzen - und schlechte Laune. Ich musste mir selbst an den 10l-Decathlon-Daypack, in dem ich bloß mal eine kleine Flasche Wasser trage, einen rudimentären Hüftgurt dranbasteln.
Allerdings habe ich durchaus auch das Gefühl, dass meine Hüften bei einem höheren Gewicht (10+kg) durch die steife Hüft-Rucksack-Konstruktion etwas eingeschränkt werden, und sich dadurch auch die LWS zeitweise verspannen kann. Aber da würde ich eher mit niedrigerem Gesamtgewicht, Tragevariation und notfalls zeitweise Öffnen des Gurts als mit dem kompletten Weglassen von Hüftgurt gegensteuern wollen. (U.a., da der Leidensdruck der Schultern bisher einfach höher und unmittelbarer ist.)
That said, ich wäre nicht abgeneigt, Laufwesten oder Rucksäcke mit alternativer Konstruktion, die das Gewicht flächiger und gleichmäßiger verteilen, auszuprobieren. Vielleicht können sich die Schultern dann - ähnlich wie bei einer Gewichtsveste - besser dem Gewicht "hingeben" und entspannen.