Ich fotografiere auf Tour so gut wie nie.
Es sei denn als Auftragsarbeit, für Eigenwerbung oder meine Produktfotografie.
Vielleicht kann ich aus 30 Jahren Fotodesign trotzdem etwas beitragen.
Anwendungsbezogene Kameratechnik:
Wofür fotografiere ich? Landen die Bilder nur auf Handy & Instagram, drucke ich sie, verkaufe ich sie?
Das bestimmt meine Chipgröße. Bleibe ich im digitalen Workflow von Bildschirm zu Bildschirm, komme ich mit wenig gut aus.
Mittelformat-Chips waren im Job gesetzt, weil das Ergebnis immer auch 18/1tel-fähig sein sollte.
Sowas kann natürlich vollkommen ausreichen.
Aber, ich habe mir gerade den aktuellen Preis herausgesucht und würde das (viele) Geld anders investieren.
... dass der Sensor aufgrund seiner neueren Generation (im Vergleich zur Q3) vielleicht auch einen etwas höheren Dynamikumfang besitzt, was bei Sonnenauf- und untergängen hilfreich sein dürfte.
Damals galt unter seriösen Reportagefotografen, wer einen Sonnenuntergang fotografiert, spendiert einen Kasten Bier für die Agentur.
Ich weiß beim besten Willen nicht, was ich mir bei einer RAW-Entwicklung in CaptureOne noch wünschen sollte. (Und ich arbeite mit den alten 20er und 22er-Programmen). Der Dynamikumfang ist mit der Lichter- und Tiefenregelung so hoch, dass alles darüber hinaus für mich in Richtung 90er Jahre HDR-Ästhetik gehen würde.
Ein weiteres, Problem mit den hochauflösenden Sensoren ist, dass man dazu entsprechend fein zeichnende Linsen haben müsste. https://www.docma.info/blog/die-50-me…ollformat-luege Und das wird schwer und teuer.
Das Phänomen der gleichbleibenden Ausgabequalität bei höherer Pixeldichte habe ich jahrelang bei meiner kleinen, alten Sony Nex verfolgt.
Bei 16 MP wollte ich immer gerne eine höhere Auflösung und habe viele Modelle bis zu 24 MP direkt verglichen.
(Dazu einfach mit Stativ aus dem Fenster fotografiert und einen identischen Ausschnitt, mit gleichen Blenden- und Isowerten erhalten. Auf dem großen Bildschirm kann ich in der 100 % Ansicht Schärfe, Auflösung und Rauschverhalten beurteilen).
Die Ergebnisse waren durchweg ernüchternd. Entweder war keine oder nur eine sehr geringe Auflösungs-Steigerung festzustellen. Oder bei den Besten ein Qualitätssprung, den ich ebenfalls mit einer kleinen Skalierung erreichen konnte.
So habe ich viele hochgelobte Kameras an den Händler zurückgesandt, bis die erste Sony A7r herauskam. Das war eine Qualitätssteigerung, für die ich gerne etwas mehr Geld in die Hand genommen habe.
... einmal die Frage, wie ihr denn auf Touren für gute Bilder sorgt, ...
Was ist ein gutes Bild?
Eins was mich, in welcher Hinsicht auch immer, berührt.
Und das ist komplett unabhängig von der jeweiligen Technik.
VG. -wilbo-
Edit:
Beurteilung von Sensorauflösung.