Moin RaulDuke!
Das hat jetzt nicht direkt mit Deiner Frage zu tun ...
Aus meiner alpinen Zeit weiß ich noch, dass es unser Bergführer in der Ausbildung gut zusammengefasst hat.
Vor dem Gewitter: Runter vom Berg – so flott, wie man es gerade noch verantworten kann.
„Lustigerweise“ hatten wir während unseres Gletscherkurses genau diese Situation. Ich habe Joachim nie wieder so konzentriert und schnell mit uns absteigen sehen.
Das Problem am Berg ist, dass ein Blitzeinschlag weitreichende Kriechströme erzeugt.
Ist man während des Gewitters noch unterwegs, entstehen die meisten Verletzungen nicht durch direkten Blitzschlag, sondern durch einen Sturz. Eine leichte Muskelkontraktion im falschen Moment kann fatal enden.
Daher war die Ansage: Im Gewitter bleiben, wo man ist, bzw. sich einen geschützten Ort suchen.
Also weg von Graten und anderen markanten Erhebungen – und eine Stelle finden, die möglichst wenig dem Regen ausgesetzt ist.
Sich wind- und regensicher einzupacken, versteht sich von selbst. Zudem sollte man versuchen, irgendwie vom nassen Boden wegzukommen.
Bei uns kam als unterste Schicht der nasse Rucksack, dann – hoffentlich im Seilsack transportiert – das trockene Seil, und darauf dann man selbst. Wer ein Stück trockene Evazote dabeihatte, nutzte dieses als oberste Schicht.
Es geht also hauptsächlich darum, den Stromfluss zu minimieren.
VG. -wilbo-