Beiträge von wilbo

    Wenn man beim Zusammenstecken und Auseinandernehmen die Segmente durch den Zug vom Gummi zusammenschnippen lässt, knallt die dünne Cabonwandung des Elements ohne eingesetzte Hülse immer auf auf die gegenüberliegende Stelle. Dabei kann es zu Abplatzern kommen, welche sich dann weiter aufziehen. Habe das gelöst, indem die Enden mit einem dünnen Streifen Isolierband umklebt wurden.

    Sowas passiert halt, wenn man ein Gestänge mit Gummischüren verbindet. Jeder, der einmal eine Kuppel mit Handschuhen aufgebaut hat, weiß eine halbwegs stramme Verbindung über die Gummischnur zu schätzen.
    Derartige „Behelfs-Möglichkeiten“, um das Design anwendungsfreundlicher zu gestalten, finde ich ja immer spannend. Aber eigentlich sollte ein funktionelles Design vom Hersteller kommen.
    Wenn solche Konstruktions- und Produktionsfehler nicht vom Designer im Vorfeld durch eigene Tests oder kompetente Beratung gelöst werden, ist das für mich ein mangelhaftes Produkt. Eigentlich ist man bei diesem Zelt immer noch in einem (fortgeschrittenem) Prototyp-Stadium.

    Seit einigen Jahren ist es offensichtlich üblich, während der Testphase schon die erste Charge zu produzieren und bei der Weiterentwicklung die Kunden mit einzubinden. ;) Scheinbar ist dieses Konzept erfolgreich, da sich durch „gutes“ Marketing vieles zurechtbiegen lässt und bestenfalls am Ende ein brauchbares Produkt herauskommt.

    VG. -wilbo-

    Jupp, sehr detailverliebte Review für ein Campingzelt, was unter moderaten Bedingungen getestet wurde.

    Zitat

    Speaking of which, the tent has something like 12 guy-out points. That’s probably overkill for most trips, but if you’re headed to Iceland or another wildly windy place, it’s a great feature to have. I only ever needed the standard stake positions.

    Allein die Erwähnung Islands in Zusammenhang mit diesem Zelt zeigt den Erfahrungshorizont dieses Testers. :rolleyes:

    Zitat

    I never had to set it up in a full-blown storm, but I came close a few times.

    Sturm, auf der Durston-Skala?

    VG. -wilbo-

    Wurde eigentlich der Nähpapst schon erwähnt?

    Wirklich gute und nachhaltige Zeltreparaturen sind teilweise unglaublich aufwendig und nicht wirklich rentabel.
    Beim Auftrennen eines fremden Schnittes, weiß ich nie, in welchen Bereichen der "Näh-Logistk" ich mich am Ende wiederfinde.

    Ich habe einmal für einen Freund zwei Eingänge am Innenzelt repariert. Ein simpler Riss, parallel zum Reissverschluss, jeweils an der gleichen Stelle. (Konstruktionsfehler) Am Ende waren es, zusätzlich zur Reparatur 7 eingeschlagene Nähte in drei Schichten, die ich irgendwie wieder in Reihe kriegen musste. Bei diesem dünnen Material bin ich fast durchgedreht!

    Die meisten einfachen Reparaturen kann man aber mit eigenen Bordmitteln selber machen. Ein wenig Kleber und eine günstige Nähahle* gehören für mich zur Minimalausstattung. btw sind Tapes mit Kleber auf Acrylatbasis das Erste Hilfe Mittel.
    *(Muss ich noch testen)

    Wäre das nicht ein gutes Thema fürs Wiki?

    VG. -wilbo-

    Moin!

    Bei der Arbeit an meinem kleinen Knoten-Kompendium bin ich über einen interessanten Aspekt gestolpert.
    Knotenfestigkeit – Wikipedia

    Die einzigen Schnüre, die mir bisher gerissen sind, waren zwei meiner 3 mm Baumwollschnüre für die »pure Cotton« Tarps.
    Einmal bei einer an-gescheuerten Stelle und ein anderes Mal genau an einem Leinenspanner, der einen steilen Winkel zum Klemmen erzeugte.
    (Bei Regen schrumpft die Baumwolle um 4–6 % und zieht damit selbst die Blizzard-Stakes gut einen Fingerbreit in Richtung Mitte).

    Im Umkehrschluss, mache ich mir über die Bruchlasten von dünnen Polyester und Nylonschnüren gar keine Sorgen. Wenn ein Knoten die Bruchlast um 35 bis 40 % herabsetzt, sind offensichtlich noch viele Reserven vorhanden.

    Bei unseren leichten und sehr leichten sheltern, liegt das schwächste Glied in der Belastungskette garantiert woanders. ;)

    VG. -wilbo-

    Das Thema ist durch Einzelschicksale emotional stark aufgeladen.
    (Einer meiner damaligen Mitstudenten hat sogar einen direkten Blitzschlag überlebt! Er hatte Glück und ein zufällig anwesender Arzt hat ihn wieder reanimiert)

    Also habe ich ChatGBT nach einer Wahrscheinlichkeits-Abschätzung gefragt.


    1. Basiswahrscheinlichkeit

    • Durchschnittliches Risiko in Deutschland, vom Blitz getroffen zu werden:
      1 zu 6.000.000 pro Jahr

    2. Campen: 6 Wochen (42 Tage) im Freien

    • 42 Tage = ca. 11,5 % des Jahres
    • Aber: Nicht jeder dieser Tage ist gefährlich – nur bei Gewitter und ungeschütztem Aufenthalt im Freien

    3. Erhöhtes Risiko durch Aufenthalt im Freien

    • Studien schätzen:
      Für Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten (z. B. Wanderer, Camper, Golfspieler), ist das Blitzrisiko etwa 5- bis 10-fach höher
    • Gilt vor allem bei fehlendem Schutz vor Gewittern

    Wenn du 6 Wochen im Jahr campst und dich nicht aktiv vor Gewittern schützt, steigt dein Risiko deutlich:

    • Statt 1 zu 6.000.000 → etwa 1 zu 600.000 pro Jahr
    • Klingt viel – ist aber immer noch ca. 40-mal seltener, als im Straßenverkehr zu sterben
      (Risiko dort: ca. 1 zu 15.000–20.000 pro Jahr)

    Moin RaulDuke!
    Das hat jetzt nicht direkt mit Deiner Frage zu tun ...

    Aus meiner alpinen Zeit weiß ich noch, dass es unser Bergführer in der Ausbildung gut zusammengefasst hat.

    Vor dem Gewitter: Runter vom Berg – so flott, wie man es gerade noch verantworten kann.
    „Lustigerweise“ hatten wir während unseres Gletscherkurses genau diese Situation. Ich habe Joachim nie wieder so konzentriert und schnell mit uns absteigen sehen.

    Das Problem am Berg ist, dass ein Blitzeinschlag weitreichende Kriechströme erzeugt.
    Ist man während des Gewitters noch unterwegs, entstehen die meisten Verletzungen nicht durch direkten Blitzschlag, sondern durch einen Sturz. Eine leichte Muskelkontraktion im falschen Moment kann fatal enden.

    Daher war die Ansage: Im Gewitter bleiben, wo man ist, bzw. sich einen geschützten Ort suchen.
    Also weg von Graten und anderen markanten Erhebungen – und eine Stelle finden, die möglichst wenig dem Regen ausgesetzt ist.
    Sich wind- und regensicher einzupacken, versteht sich von selbst. Zudem sollte man versuchen, irgendwie vom nassen Boden wegzukommen.

    Bei uns kam als unterste Schicht der nasse Rucksack, dann – hoffentlich im Seilsack transportiert – das trockene Seil, und darauf dann man selbst. Wer ein Stück trockene Evazote dabeihatte, nutzte dieses als oberste Schicht.

    Es geht also hauptsächlich darum, den Stromfluss zu minimieren.

    VG. -wilbo-

    Moin!

    Integral Designs Silshelter

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    Ich glaube, dass mit der Überlappung der Eingangspaneele war vom Design her anders gemeint ...
    Davon würde mich der Schnitt interessieren.

    Nette, kleine review:

    Zitat

    Others might be even more scathing though and to them, sleeping under a simple piece of silicone coated nylon will hold the same appeal as having their testicles nailed to a table by Satan himself ... this is for those people!

    :evil: