Beiträge von whr

    So, jetzt in San Francisco. Kurzer Bericht zur Immigration:

    Der Officer war freundlich, so, wie ich das aus den Vorjahren kenne. Allerdings hat es nicht ausgereicht, das Stichwort PCT zu nennen - er wusste damit augenscheinlich nichts anzufangen. Das Gespräch dauerte ein paar Minuten, und er hat letztlich nach einem Plan gefragt. Ich habe ihm dann meine Resupply-Liste Excel mit Mileage, Ort, Postadresse, ETA auf dem Telefon gezeigt, und er war sichtlich beeindruckt. :)

    Außer zum Zweck der Reise und Aufenthaltsdauer keine weiteren Fragen. Sonst hat er nur ein Photo gemacht ; keine Fingerabdrücke (haben sie eh), keine erste Adresse. Und immer alles entspannt.

    Im Gegensatz zum Vorjahr gab es keinen Einreisestempel in den Pass.

    Für die Fluggesellschaft sieht das nicht gut aus - ich habe so viel Platz wie ich will.

    Die Nachfrage nach USA-Flügen scheint derzeit überschaubar zu sein...

    Es geht einfach um die Deckungssumme. Mit DAV und Auslands-KV zusammen habe ich derzeit 35.000 EUR; das kann zu wenig sein - Bergungskosten über 50.000 EUR sind in USA nicht ausgeschlossen. Das ist nicht die Regel, die meisten Fälle sind sogar kostenlos, aber Versicherungen schließt man ja für den ungünstigsten Fall ab.

    Habe grade versucht, die über Garmin angebotene SAR100-Versicherung neu abzuschließen (ich hatte sie bis Anfang des Jahres gehabt und dann erst einmal auslaufen lassen):

    https://support.garmin.com/de-DE/?faq=7dczwL4dBX3Qi7HI0R0hsA

    "Search and Rescue (SAR) Insurance plans are available for purchase in the US, Canada, and US Territories (American Samoa, Guam, Northern Mariana Islands, Puerto Rico, US Virgin Islands)"

    Nicht (mehr) im Rest der Welt, obwohl mir meine Garmin-Abo-Seite noch einen Link dazu anzeigt, der aber ins Leere führt. Über die US-Seite von Garmin konnte ich sie zwar in den Warenkorb legen und bezahlen, nach Abschluss des Prozesses wurde mir aber per e-mail mitgeteilt, dass Garmin die Bestellung gecancelt hat: "There was an issue processing your order. You will be refunded for the items below."

    Zur eigentlichen Frage: leider nein.

    Akku leer "nach ein paar Monaten": der Ruheverbrauch im ausgeschalteten Zustand ist ziemlich hoch (bwz. der Akku halt auch klein). Ich lade den Akku nach Ende einer Tour immer voll und schaue dann alle paar Monate mal danach - ohne dass ich es aufgezeichnet hätte, nur so aus der Erinnerung, 50% Verbrauch in 6 Monaten könnte schon sein. Ich habe deshalb eine Kiste, in der alle Ausrüstungsgegenstände mit LiIon-Akku drin sind, damit ich beim Check nichts vergesse. Mein Mini ist jetzt rund 6 Jahre alt und tut noch.

    Ich befürchte, das Gerät will Dir sagen, dass der Akku tiefentladen war und jetzt defekt ist.

    Das Ekelwasser ist von den "großen drei" eigentlich nur im Süden des CDT ein Thema. Der AT hat praktisch überall Wasser (für mich zuviel, von oben), beim PCT ist die Infrastruktur besser als beim CDT:

    Das war die am Schlimmsten aussehende Wasserquelle in ganz Südkalifornien - aber der Viehtrog ist nur Staffage, in Wahrheit füllst Du Deine Flaschen aus dem Wasserhahn vorne, der sein Nass aus einem geschlossenen Tank nebenan bezieht, wohin es aus dem Grundwasser über eine solar betriebene Pumpe gelangt:

    Die Warnung "Unsafe drinking water" bedeutet dabei nur, dass es eben nicht qualitätsüberprüft wird.

    Der Regelfall sind aber von lokalen Trail Angels etablierte Water Caches:

    oder auch mal so:

    Soso, dann haben Dich Richards erfundene Horror stories nicht davon abgehalten, nach Weeville zu gehen... - heute abend dann LA Aqueduct? - und dann die wind turbines, und leider auch der zugehörige Wind; mir hat es dort quasi das Zelt fortgeblasen.

    Ich habe 90 Meilen/Woche geplant, Du bist bisher bei 130; wenn es so bleibt, wirst Du mich eher erst in Washington einholen. - Schauen wir mal :)

    Verizon funktionierte auf meinem Handy nicht (Pixel 9 Pro).

    Bin sowohl in den Verizon als auch den T-Mobile Laden in San Diego gegangen, um mir bei der Einrichtung helfen zu lassen. Habe eine eSim.

    Hey - wo steckst Du grade? (Edit: lesen bildet - Hikertown also) - hier noch 2,5 Wochen bis zum Start am midpoint.

    Natürlich funktioniert Verizon auf einem Pixel 9 Pro, aber das System dort ist einfach grausig, und die Leute in den Läden haben keine Ahnung. Mein 9 pro XL ist auch nicht in deren IMEI-Datenbank. Letztes Jahr wollten sie mir im Shop erklären, mein Telefon (damals die US-Version des XR20) wäre inkompatibel und außerdem SIM-locked. Da musst Du einfach hart bleiben, nach dem Motto, try it or I go to AT&T, und siehe da, SIM rein, und es ging.

    Verizon hat vor allem im Nordwesten die bessere Abdeckung.

    Ab Juli könntest Du wahrscheinlich Direct to cell (SMS via Starlink) dazu buchen.

    Wie ware es mit einer eSIM-Karte? So mache ich das, weil mein Telefon keine eSIM hat.

    Ich habe das neuere Phone nicht alleine/primär wegen eSIM gekauft...

    So, mit etwas Geduld habe ich im Help-Chat von Visible diverse AI-Supportstufen überwunden und menschliche Hilfe erreicht.

    Erkenntnisse:

    • die App "Visible mobile" ist im deutschen/europäischen App-Store tatsächlich verfügbar (unerwartet!)
    • die Aktivierung eines phone plans funktioniert nur in USA, also nicht vorher hier (was praktisch wäre, um stressfrei 2FA auf die neue Nummer umzustellen)
    • nicht-US-Kreditkarten werden als Zahlungsmittel nicht akzeptiert (erwartet)
    • aber immerhin geht PayPal (und für die Apfelmännchen auch deren Zahlungsmittel)
    • über die IMEI-Schwelle komme ich wohl nur mit einer "ausgeliehenen" IMEI - Originalantwort:"I understand and that must be because the phone is purchased in Europe. If it will not allow you to continue then you can purchase a phone instead or use another device."
      Edit: mit der App auf dem Telefon entfällt die IMEI-Prüfung, die im Web-Interface wohl nicht richtig geht. Sowas weiss der Support natürlich nicht ;)

    Könnte also für mich funktionieren, Näheres weiss ich aber erst dort.

    PS: AT&T hat im Nordwesten das schlechtere Netz.

    Ich bin auch gerade in diesem Prozess, und er ist genauso frustrierend wie im letzten Jahr. Ich wollte Visible by Verizon nehmen, nachdem mein neues Telefon (von Google...) auch e-SIM kann, aber es scheitert schon daran, dass dessen IMEI(s) dort und auch direkt bei allen drei Anbietern unbekannt ist. Ende Gelände, ohne Datenbankeintrag der IMEI kein Weiterkommen.

    AT&T würde es erlauben, diesen Schritt zu überspringen, aber die will ich eigentlich nicht. Wahrscheinlich wäre der nächste Stolperstein, dass meine DE-Kreditkarte(n) dort nicht akzeptiert werden, so wie bei Verizon.

    Ich habe übrigens auch mein vorheriges Telefon gecheckt, das im Vorjahr im Verizon-Shop als inkompatibel und SIM-locked identifiziert wurde (was es beides nicht war und auch immer getan hat) - jetzt würde das laut Datenbankabfrage gehen, ist aber falsch identifiziert (anderer Hersteller und anderes Modell). - Das ist ein einziges Chaos. Wahrscheinlich wird mir nichts anderes übrigbleiben, als vor Ort eine SIM zu kaufen.

    Also vor dem Theoretisieren vielleicht erst mal testen?

    Naja, glücklicherweise ist es bisher eine einstellige Zahl von Einzelfällen (bezogen auf Deutsche, von mehreren 100.000 Besuchern in diesem Jahr), insofern keine ganz große Panik. Die Wahrscheinlichkeit, auf dem PCT zu sterben, ist ein Vielfaches von der, bei der Einreise verhaftet zu werden.

    Nichtsdestoweniger besorgniserregend.

    Und bei dem amerikanischen Konzept, dass eine Person , ein "officer", entscheiden darf, wer zur Einreise berechtigt ist und wer nicht, hilft es ja nicht viel, zu zitieren, welche grundsätzlichen Vorgaben gelten.

    Es bleibt anscheinend eine Art Glücksspiel.

    Es ist auch bei uns eine Einzelfallentscheidung. - Weniges ist bei uns besser geregelt, z. B. die Aufenthaltshäufigkeit; mit einem Schengen-Visum darfst Du innerhalb dessen Gültigkeit maximal 90 Tage in einem 180-Tage-Zeitraum Dich im Schengen-Raum aufhalten. Mit einem B-2-Visum innerhalb dessen Gültigkeit in den USA beliebig oft jeweils bis zu 6 Monate, ohne dass Pausenzeiten definiert sind - aber wenn Du zu oft/lange kommst, wirst Du verdächtigt. Keiner weiss, was "zu oft" ist. Ich hoffe, mit 4,5 Monaten Aufenthalt in 2024 und bevorstehender Wiedereinreise nach 10 Monaten unverdächtig zu sein.

    Woher kommt bei Trekkern im UL - Bereich eigentlich diese enorme Fixierung auf die USA?

    Ich muss zugeben, ich kenne keinen einzigen Meter der drei bekannten Trails, ich war aber schon mehrmals in den USA

    Ich habe die USA, aber auch Länder wie Australien oder Neuseeland als sehr viel restriktiver erlebt was "Outdoor" betrifft.

    Ja was denn nun?

    10% der gesamten Fläche der USA sind BLM land - da darfst Du jederzeit ebenso Dein Zelt aufstellen wie mit einem busgroßen Womo 14 Tage lang frei stehen. Wo geht das nochmal in DE?

    Mit nur einem Permit darfst Du auf einem 4200 km langen Weg überall einschließlich Landschafts- und Naturschutzgebieten wild zelten. Wie mache ich das in den deutschen/österreichischen/italienischen Alpen?

    Du kannst 250 km zu Fuss laufen, ohne eine Straße zu queren (und nicht nur in Alaska). Die Fläche der Nationalparks ist ebenso groß wie die gesamte Fläche Deutschlands.

    Die lokale Bevölkerung ist Hikern gegenüber fast ausnahmslos freundlich und hilfsbereit. Das galt zumindest bis vor kurzem auch für die Grenzbeamten, jedenfalls meiner persönlichen Erfahrung nach.

    Tiere sind, da, wo sie nicht bejagt werden, viel weniger scheu - ein Reh kommt schon mal bis auf 5 m an Dich heran (weil es Menschen mit Salz assoziiert). Und Landschaft, Fauna und Flora sind diverser als in Mitteleuropa.

    "Arbeit" (work) kann unselbständig (angestellt) oder selbständig sein. Aber eben bezahlt, auch als Erwerbstätigkeit bezeichnet.

    Erlaubte Aktivitäten mit einem US-B-2-Visum:

    • Tourism
    • Vacation (holiday)
    • Visit with friends or relatives
    • Medical treatment
    • Participation in social events hosted by fraternal, social, or service organizations
    • Participation by amateurs in musical, sports, or similar events or contests, if not being paid for participating
    • Enrollment in a short recreational course of study, not for credit toward a degree (for example, a two-day cooking class while on vacation)

    Quelle: travel.state.gov

    Zum Vergleich die Schengen-Regelung:

    "Schengen-Visa (Visumskategorie C) können für kurzfristige Aufenthalte von bis zu 90 Tagen im Gebiet der Schengen-Staaten erteilt werden, beispielsweise zu Besuchsaufenthalten, für touristische oder geschäftliche Zwecke oder zur ärztlichen Behandlung. (...) Erwerbstätigkeit: In der Regel dürfen Sie mit einem Schengen-Visum nicht arbeiten. Im Übrigen steht in dem Visum, ob und in welchem Umfang Ihnen eine Arbeit gestattet ist."

    Quelle: berlin.de

    Hinweis: "geschäftliche Zwecke" meint so etwas wie Besuch einer Messe, Konferenz, oder von Geschäftspartnern, aber keine unmittelbare Erwerbsarbeit. Dafür gibt es in USA das B-1-Visum; teilwrise wird auch ein kombiniertes B-1/B-2-Visum erteilt.