Stumme zu, Elektronik ist schwer, sehe das an meinem eigenen Packlisten. Trotzdem würde ich kaum etwas davon nicht mitnehmen wollen.
Smartphone ist mein Hikerhirn. Karten, Planung, alles ist da oben. Für 2-3 Tage bräuchte man das ggf nicht aber auf längerer Tour verwende ich gerne meine vorrecherchierten Unterlagen (Verpflegungslisten, Distanztabellen, abfotografierte Guidebooks,...), GPS inkl. Topokarten finde ich mitunter auch essenziell. Zusätzlich kommen dann eben sie Binusfeatures moderner Smartphones wie Kamera, Musik/Podcasts/etc., aber ebenso notfallkritische Aspekte wie Telefon oder mittlerweile sogar Satellitennotruf. Sponaten Umplanung via Internet, Hotelbuchungen, Rückreise buchen, etc. Das ALLES und mehr steckt in einem Smartphone. Klar gehört dann auch die Infrastruktur dazu (Netzstecker , Ladekabel, bei mir sogar UL Solarpanel), ohne kann ein Smartphone nicht nachhaltig betrieben werden. Da gehen also locker 350-400g auf das Konto Smartphone. Aber der Nutzen wiegt das imho absolut auf. Wer auf gewisse Features verzichten kann, greift zu einem älteren, meist leichteren Smartphone und kann ein paar Gramm sparen. Powerbank und Solarpanel bringen Autarkie, sind vl nicht unbedingt notwendig aber erhöhen eben die Flexibilität nicht an jeder Steckdose hängen zu müssen.
Smartwatch muss man nicht haben aber es ist ohnehin "worn weight". Es gibt recht leichte Modelle, die meisten verwenden sonst auch ne Uhr. Da sehe ich dann keinen Unterschied. Ich weiß auf Tour gerne wie spät es ist, wie lange habe ich noch bis Sonnenuntergang, etc. Ohne Uhr und Smartphone mache ich das dann wie die alten Seefahrer? Eine Sport"smart"watch weckt mich in der Früh per Vibration (ohne Ton um andere nicht zu belästigen), sie führt mich via GPS als Backup im Notfall ebenso. Sie sagt mir wann exakt die Sonne untergeht bzw aufgeht. Sie trackt meine Distanz und Hohenmeter über den Tag, sprich sie hilft auch beim Einschätzen körperlicher Aspekte. Sie zeichnet meine Touren auf und ich kann sie daheim wiedergeben, das hilft mir beim Erinnern. Eine Sportuhr verwendet ohnehin die Infrastruktur des Smartphones mit (Netzstecker, Powerbank), lediglich das Ladekabel ist zusätzlich erforderlich, hier gibt es tlw. Miniadapter mit wenigen Gramm Gewicht.
Fazit für mich: ohne diese beiden Ausrüstungsteile gehe ich nicht auf Tour. Punkt. Davor verzichte ich auf ne Full Length Iso und gehe Torsolänge, usw. Klar wird da gespart aber diese Einsparung kann eben in der Gesamtbilanz anderswo auch wieder verwendet werden und man ist in Summe trotzdem noch sehr leicht unterwegs. Mein Ziel ist nicht einen Gewichtsrekord zu brechen, sondern möglichst leicht mit mir noch vertretbarem bzw. ausreichende. Komfort unterwegs zu sein. Für meinen Komfort zählt definitiv ein Smartphone und meine GPS Uhr dazu.