Beiträge von Mr.Tidy

    Tja, schwer zu sagen. Ist zum Unterziehen an kühlen Tagen gedacht oder als Schlafshirt an warmen Tagen. Ich habe bisher nicht den Eindruck gehabt, dass es krass wärmt. Aber die super geringe Feuchtigkeitsaufnahme gefällt mir sehr

    In meiner Standardpackliste ist das Liod T-Shirt ebenfalls drinnen. Für unter Tags ist es am PCT definitiv zu warm würde ich behaupten.

    Bei mir ist es zu 90% als T-Shirt für die Nacht zum Schlafen gedacht. Wobei es in den wärmeren Sections am PCT bzw. spätestens nach der Sierra eher zu warm sein wird in den Nächten. Im Spätsommer/Herbst ab Washington könnte es wieder passen.

    Was ich am Liod schätze ist, dass es so schnell trocknet und wärmt. Die Eigenschaften sind vorallem an kühlen und feuchteren Tagen super (wirst du am PCT aber kaum haben). Wenn ich morgens bei kühlem/kalten Regen im Zelt ausfwache, dann lasse ich meist das Liod Nachtshirt als unterste Schicht an und verwende es ausnahmsweise auch zum Wandern. Wenn es den ganzen Tag regnet, klappt es Abends sogar, dass ich damit wieder mit feuchtem Liod ins Zelt krieche, meine Sachen erledige, Iso überstreife und das Shirt in Minuten trocken ist und ich nicht unterkühle. Diese Eigenschaften habe ich z.B. letztes Jahr am AZT bei Schnee- und Schneeregentagen zu schätzen gelernt. Deshalb kommt es heuer auch auf den CDT mit. Auf den PCT würde ich persönlich aber eher ein dünneres/kühleres Schlafshirt mitnehmen.

    Zum Wandern unter Tags finde ich es u.a. nicht ideal, weil das Material sehr rau ist und das in Kombination mit den Nähten an den Schultern mit der Zeit etwas unangenehm wird unter den Schultergurten. Einzelne Tage oder Stunden geht das, aber einen ganzen Thru würde ich mir das nicht geben. Ich denke da hast du zumindest zu Beginn recht wunde Schulterpartien.

    Bauerbyter

    Ich bin zwar nicht immer exakt den Hexatrek gewandert aber habe den gesamten GR53 (Vogesen) gemacht, außerdem mit der GTJ von Culoz (Süden) nach Mandeure (Norden) das französische Jura gemacht und den GR5 ab Pontarlier (Jura) bis Mittelmeer (inkl. GR55/52). Dabei überschneiden sich die von mir genannten Wege immer mal wieder mit dem Hexatrek bzw. befinden sie sich in unmittelbarer Nähe zum Hexatrek.

    Meine Einschätzung dazu ist die: ab Thann bis Belfort ist schon in Ordnung. Bis kurz vor Belfort hast du schöne Passagen dabei, der Ballon d'Alsace ist touristisch aber die Gegend ist trotzdem schön (mir gefallen die Vogesen einfach). Kurz vor Belfort wird es dann unattraktiver aber trotzdem machbar.

    Das Stück Belfort bis Mandeure habe ich aus den selben Gründen ausgelassen, die du am überlegen bist. Meine knappe Zeit wollte ich nicht verwenden um ein eher unappetitliches Verbindungsstück zwischen GR53 und GTJ zu schaffen.

    Wenn du also kein Purist bist und auf einen zusammenhängenden "Footpath" bestehst, würde ich persönlich bei dieser kurzen Zeit den urbanen Teil Belfort bis Höhe Mandeure, ggf. St. Hippolyte überspringen. Solltest du irgendwann in Zukunft die Idee haben, doch noch das Teilstück zu beenden, dann ist das nicht aus der Welt und recht nahe zu Deutschland und in wenigen Tagen "erledigt".

    Du könntest z.B. ab Belfort mit den Öffis nach Mandeure anreisen (ist recht problemlos möglich), dann folgst du ein paar KM dem GTJ ehe du bei St. Hippolyte auf den Hexatrek stößt und diesem dann wieder folgst.

    Versteh mich bitte nicht falsch: ich kenne den Abschnitt Belfort bis St. Hippolyte am Hexatrek nicht aber aus dem was ich kenne, leite ich ab, dass es weiter südlich (Gorge du Doubs, etc.) deutlich schöner ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Abschnitt Belfort bis St. Hippolyte am Hexatrek durchaus bewältigbar (insbesondere auf einem längeren Thru- oder Section Hike), aber wie du schreibst: es stellt sich die Frage ob du nicht doch eher die Rosinen herauspickst bei limitierter Zeit.

    Just my 2 Cents

    PS: Du findest übrigens kurze Tourenberichte sowohl zu GR53 als auch GTJ auf meinem Blog, vielleicht kannst du aus dem GTJ Bericht etwas für dich ableiten: http://www.wegalsziel.at

    Das Publikum sind damit alle, die den Trail gehen wollen. Die Eingrenzung, die Du da von vornherein bezüglich Zielgruppe (weniger Erfahrung) und Zweck (ersten Überblick, vorbereiten) triffst, würde ich so nicht teilen.

    Würde ich auch so sehen. Wie immer kann ich nur von mir persönlich ausgehen: Ich persönlich erwerbe für jede meiner Touren einen Guide, sofern es einen gibt. Ausnahme sind die ganz langen Trails, weil sich die schwer in einem kompakten Guide bündeln lassen (da gibt es aber meistens FarOut Guides). Trotz langjähriger Erfahrung erwerbe ich auch für einfache und/oder kurze Trails gerne Guides. Nicht weil ich nicht selbst das Notwendige recherchieren könnte, sondern ganz einfach weil es im Idealfall (also wenn der Guide aus meiner Sicht ein guter ist) die Planung (auch wenn diese vielleicht nur gering ist) deutlich abkürzt. Dafür zahle ich gerne etwas um mir Zeit und Mühen zu sparen, ich verwende meine Zeit nämlich gerne für etwas anderes als Planung.

    In diesem Sinne macht es vielleicht Sinn alle und jeden der einen Trail geht als potentiellen Leser anzusehen.

    Den Gedanken (digitale) Wanderführer zu schreiben hatte ich ebenfalls schon. Es scheitert bisher am Aufwand, der Angst vor Folgeaufwand (lfd. Aktualiseirungen, etc.) und der Annahme, dass der realistische "Outcome" den Aufwand nicht rechtfertigen könnte.

    Ohne genauer auszuführen, einige meiner persönlichen Vorstellungen an Wander-/Trekkingführer:

    - Geschichte, Kultur, etc. kann ICH absolut drauf verzichten. Ich bin der Meinung ein Wanderführer deckt das ohnehin nur sehr oberflächlich ab. Wenn mich was anderes interessiert, dann besorge ich mir diese Infos zusätzlich. Ich mag die ganzen Zusatzinfos einfach nicht. Ich kaufe einen Wanderguide wegen der spezifischen Infos. Künstliches in die Länge ziehen und verwässern brauche ich nicht.

    - Gleich verhält es sich mit allgemeinen Themen. Verhalten im Notfall/bei Schlechtwetter, etc. Jeder Wanderführer hat die gleichen einleitenden Kapitel. Themen die ohnehin nur oberflächlich abgedeckt sind und bei denen es Sinn macht sich bei Interesse oder vielleicht auch notwendigerweise, anderswo schlau zu machen.

    - Tabellen sind für mich die Quintesenz von Wanderguides. Das nehme ich mit auf Tour (physisch zB als Ausdruck), der Rest des Buches in Teilen als digitale Fotografien. Tabellen mit Etappen, Distanzen, Höhenmetern (Ab-/Aufstieg), inkl. wichtiger Punkte (Ortschaften, Resupply, verlässliche öffentliche Verkehrsanbindungen, Alternative Routen etc.)

    - genaue Angaben zu besonders schwierigen Stellen finde ich besonders wichtig. Selbst mit einer gewissen Höhen-/Absturzangst ausgestattet, entscheidet das bei mir mit darüber ob ich eine Tour überhaupt gehe. Wo genau ist eine schwere Stelle? Was ist der Grund dafür, dass es schwer ist? Technisch, Absturzgefahr, potentielle Schneefelder, etc. - Schwierigkeit ist nicht gleich automatisch für jeden schwer. Während ich leichte Höhenangst habe, fürchte ich mich z.B. eher nicht davor in weglosem Gelände unterwegs zu sein, usw. Gibt es Umgehungen (inkl genauer Beschreibung) oder andere Möglichkeiten?

    - Angaben zu wichtiger Infrastruktur finde ich besonders wichtig und kommt neben den Tabellen immer mit auf Tour als Ausdruck. Insbesondere Resupplymöglichkeiten. Öffnungszeiten, Schließung von Läden, etc machen es mitunter schwer aktuell gehalten zu werden. Aber ich teile meine Reusppliea zB in Kategorien ein 1/2/3, 1 ist sehr zuverlässig - sehr großer Supermarkt/oder mehrere in einem Ort, zB Lidl, Aldi, Migro, usw. Alles was das Herz begehrt, sehr unwahrscheinlich, dass der Laden binnen kurzer Zeit dicht macht, ausgesehnte Öffnungszeiten, mitunter auch an WE oder Feuertag. 2. Zuverlässig - kleinere Märkte wie refionaler Supermarkt, kleiner Spar, etc. - voller Resupply idR. Möglich, 3. Unklarer Resupply - Lokale Geschäfte, Alimentarios, ggf. Bäckereien oder Tankstellen, etc. Anmerkungen so gut und genau wie möglich dazu.

    - Angaben die wildes Campen/biwakieren zumindest thematisieren je Etappe. Ist es möglich oder aufgrund der Topografie/Bewuchs/etc. Nicht wirklich möglich. Es müssen keine exakten Stellen angepriesen werden aber eine Einschätzung ob sich ein gewisser Abschnitt eignet oder nicht, finde ch schon hilfreich. Man mag z.B. Farout kritisieren ob der exakten CampSpot-Angabe in der App aber es ermöglicht zB deutlich länger zu gehen und später aufzustellen, da man eine Vorstellung davon hat ob man spät Abends leicht einen Platz findet oder nicht.

    Das waren mal einige Gedanken dazu. Gibt sicher noch mehr aber ich denke du bekommst eh viel, teils gegensätzlichen, Input.

    Wie geschrieben: für mich ist ein Wanderguide ein Wanderguide und kein Kulturführer. Übersichtlich, reduziert, kompakt. Macht den Guide nicht nur leichter sondern auch einfacher in der Erstellung und ggf. Auch kostengünstiger im Druck/Verkauf.

    Ich gebe auch nich meinen Senf dazu. Habe ebenfalls achon viel über diverse Kleinanzeigen verkauft und gekauft. Bisher *aufholzklopf* ging immer alles glatt. Natürlich hatte ich schon diverse Kontakte zu Scamern aber bin dem Teufel immer von der Schippe gesprungen. Gerade erst vorgestern wieder, als plötzlich aus dem Standort der Ware im südlichsten Eck Deutschlands (und somit für mich als Abholung möglich) Hamburg wurde... Ich wickle immer über Paypal F&F ab, sowohl als Verkäufer als auch Käufer und biete das als Käufer, ehenso wie RaulDuke selbst an. Denn wenn ich als Verkäufer schon was verlange, dann möchte ich umgekehrt das Gegenüber auf Augenhöhe und gleich behandeln wie ich mir das wünsche.

    Meine "Sicherheitsstufe" ist meist das Verlangen eines Fotos des Produkts inkl Fresszettel mit einem von mir definierten Wort drauf (in der Regel mein Vorname). Das schützt zwar nicht 100% aber in der Regel kann ich dann davon ausgehe , dass der Verkäufer den Gegenstand tatsächlich in seinem Besitz hat und nicht nur Bilder anderer Verkäufer benutzt. Zukünftig könnte da die KI-Bildgenerierung mir nen Hund reinhauen. Aber generell sind die Scamer ja nicht besonders arrangiert in der Kommunikation und Abwicklung, da ist denen vermutlich die Bilderzeugung zu viel Aufwand.

    lampenschirm danke für die ausführliche Beschreibung. Das war soweit klar, wollte eher dahin hinaus ob bereits bisher jemand den "normalen" Parkeintritt in den NPs zusätzlich zu den Permits bezahlt hat. Oder ob aufgrund der Tatsache, dass man über eine grüne Grenze den NP betritt, an gar keiner Paystation/Entrance Station vorbeikommt und deshalb gar nie Eintrittsgebühr verlangt wird. Ich nehme an bei der Permitbeantragung wurde bisher auch nicht danach gefragt ob man die Parkeitrittsgebühren bezahlt hat.

    Die Gebühr für den Zugang zu den Nationalparks erhöht sich 2026.

    "Wer aber in einem Bus reise oder zu Fuß ankomme, müsse auf jeden Fall die 100 Dollar zahlen."

    Hab's ebenfalls gerade gelesen und gesehen, dass hierzu an dieser Stelle schon gepostet wurde. Am PCT bin ich nie durch eine Bezahlstelle marschiert und habe nie was bezahlt (auch wenn damals natürlich schon die üblichen Parkgebühren für "normale" Touristen inkl. US-Amerikanern galten). Weiß jemand wie das am CDT ist? Bin gerade in der Vorbereitung und 3 NPs die am CDT liegen, sind ebenfalls auf dieser Liste. Passiert man am CDT regulär eine oder mehrere Bezahlstelleb oder wandert man ohnehin unter dem Radar? Am PCT hat man ja den Vorteil des Permits, was es am CDT so ja nicht gibt.

    Ist das schlau sich bei bestehenden "delays" noch mehr unter Druck zu setzen, indem man durch Rabatte noch mehr Folgeaufträge kreiert und dabei noch mehr Unzufriedenheit der Kundachaft riskiert?

    Es steht mir nicht zu, zu urteilen. Ich persönlich würde aber eher die Bestellmöglichkeiten temporär einschränken/reduzieren und offen und transparent kommunizieren. Zufriedene Kunden kommen wieder und die Preise von FLO sind eh schon fair imho.

    Noch eine Info für alle, die in die USA einreisen wollen:

    Wenn man über Dublin fliegt, kann man bereits dort in die USA einreisen. Es gibt einen extra Flughafenbereich. Das Stichwort lautet: "U.S. Preclearance". Wenn man dann in den USA ankommt, ist es so als würde man mit einem Inlandflug ankommen.

    Ein Kollege von mir ist vor kurzem so gereist und hat mir davon berichtet.

    Die meisten großen kanadischen Airports haben ebenfalls preclearance. Aber extra umständlichere oder teurere Flüge buchen nur um über Irland oder Kanada einzureisen... Ich weiß nicht. Wenn es zufällig passt, dann ist es natürlich sicher angenehmer.

    Hatte einige Jahre sie Garmin Fenix 6, seit einigen Wochen ersetzt durch die Suunto Race. Ganz früher hatte ich noch 2 ältere Suuntos.

    Nach dem längeren Wechsel auf Garmin bin ich aktuell sehr zufrieden wieder bei Suunto zu sein. Die Suunto Race kann zwar gefühlt etwas weniger als die Garmins aber ich benötige nicht jeden Schnickschnack, wie zB Payfunktion.

    Die Race habe ich als Titan/Saphirversion für rund 300 Euro gekauft. Dafür kriege ich bei Garmin eine Plastikuhr. Die neue Race 2 ist raus, dementsprechend denke ich gibt es die Race (1) dzt günstig bzw spätestens demnächst. Akkulaufzeit ist nochmals besser als bei meiner alten Fenix 6. Denke knapp 4 Tage volles Wandern (ca. 10h pro Tag) bei höchster GPS-Quali, bei sonst optimierten Einstellungen (Display aus, HF aus, etc.) sind realistisch. Die Karte finde ich gut gelungen, gut zu bedienen mit dem "Rad" im Zoom und flüssig genug. Hatte sie bisher nur auf einer größeren Tour auf 10 Tagen im Einsatz und war zufrieden. Einzig das "Ladekabel" ist etwas nervig aber das von Garmin war noch schrottiger.

    Mir war es für die leichte Spielerei dann aber doch zu teuer

    Nun, was soll ich sagen. Wir haben mittlerweile auch einen Alpenblow und sind richtig begeistert vom 8g-Luxus :D

    Sich die Matte nach einem langen Tag, eventuell in großer Höhe, am Ende des Tages "aufblasen lassen", ist schon cool. Insbesondere da dieser Komfort ohne Gewichtseinbuße kommt. Denn ehrlicherweise sind 8g zu vernachlässigen. PB, Smartphone, USB-C Kabel sind ohnehin dabei.

    Lt. Hersteller benötigt ein Pumpvorgang in etwa 1% der PB/Smartphone-Kapazität. Mit einem Solarpanel ist das unter guten Bedingungen in kurzer Zeit kompensiert.

    Es gibt ja auch noch den "Alpenblow" von "Alpenglow" – mit wohl nur 8 g. Heute sogar im Rabatt und auch vorrätig. Mir war es für die leichte Spielerei dann aber doch zu teuer und ich puste vorerst weiter von Hand, äh, per Mund. ^^

    Ich habe mir vor einiger Zeit den Alpenblow gegönnt. Luxus aber ich bin begeistert. Bisher hatte ich meine Thermarests immer mit dem Mund aufgeblasen. Die Alpenblow braucht etwa 3min für meine XLite NXT Regular und wiegt 8g. Per USB-C betreibe ich sie entweder per Handy oder über die Powerbank.

    WonderBär danke für den Bericht!

    War gerade selbst letzte Woche in Ligurien unterwegs. Ich bin in Sospel (Frankreich) gestarte und an der Grenze zu ITA auf die AVML gestoßen, dieser dann bis Borgo Val di Taro gefolgt, wo ich dadurch an die GEA angeschloßen habe, die ich 2024 komplett gewandert bin. Ziel war der Lückenschluss zwischen GR5/GR52 in Frankreich und der Emilia-Romagna/Toskana (GEA).

    Ich war ca. 10 Tage und 400km unterwegs. Hatte absolutes Wetterglück und fand die Gegend sehr schön. Bei schlechtem Wetter hätte ich wahrscheinlich aber mehr geflucht. Technisch zwar nicht schwer aber schon anspruchsvoll ist die AVML. Mir hat die AVML überraschenderweise sogar besser gefallen als die GEA 2024 aber das lag vielleicht auch am deutlich besseren Wetter.

    Ich werde demnächst noch einen kurzen Planungs- und Erfahrungsbericht auf meinem Blog https://www.wegalsziel.at veröffentlichen, da ich finde die Region hätte durchaus mehr Besuch durch Weitwanderer verdient.

    Falls doch eine kleine Blase/Reizung vorhanden ist; Abends/über Nacht die Stelle trocken halten, am nächsten Morgen Tape/Leukoplast drüber.

    Danke! Das hat mir bei allen Tipps mit Nadel und Faden gefehlt.

    Ist auch meine Erfahrung. Sollte es doch mal zu einer Blase kommen, mit Nadel durchstechen, Faden durchziehen (Eintrittsstelle ist ungleich Austrittsstelle! - also einmal quer durch die Blase ziehen), so das die Blase möglichst gut drainagiert. Den Faden abschneiden und drinnen lassen (an Ein- und Austrittsstelle hängt dann jeweils ein Fadenende). Ich ziehe dann sofort meine Camp-/Schlafsocken an (die sind in der Regel sauber). Die Blase rinnt über Nacht weiter aus, die trockenen, sauberen Socken nehmen das Wundwasser der Blase zusätzlich auf. Ao trocknet die Blase am besten aus (wird sie mit Tape abgeklebt trocknet sie schwerer bzw wegen schwitzen u.U. gar nicht). In der Regel ist die Blase dann am nächsten morgen leer und trocken (leerer Hautfetzen über einer abgelösten Stelle). Damit das am nächsten Tag nicht weiter aufreißt, am Morgen, vor dem Wechsel in die Wandersocken, nun sie Stelle großzügig mit Leukotape auf ssie ausgetrocknete Blase abkleben. Voila.

    Der Schwerkraft ist es ziemlich Jacke ob du Dein Gewicht im Rucksack oder im Schuh trägst. Wenn du bergauf läufst, musst du die Energie aufbringen um das Potential aufzubauen und beim bergabgehen schiebt das.

    Sehe das wie RaulDuke

    Was im Rucksack ist, ist deutlich unangenehmer. Klar verrichte ich für jedes bewegte Gramm am Körper Arbeit, Gewicht am Rücken/auf den Schultern fühlt sich aber sehr unangenehm an, wenn es zu hoch wird. Ich sehe das um Sinne einer Lastverteilung. Viele tragen deshalb ja auch Wasserflaschen vorne oder füllen ihre Fanny Packs recht voll.

    Mit deiner Aussage, man muss ohnehin das ganze Gewicht am Körper schleppen, könnte man, weiter gesponnen, beginnen darüber zu diskutieren wieso die meisten UL wollen aber trotzdem ihren Hüftspeck durch die Gegend hieven? Lieber 500g Hüftgold oder 50g im Rucksack gespart? Da würde es aus "energetischer" Sicht also mehr Sinn machen vor einer Tour 2kg abzunehmen, als eine GPS-Uhr zu Hause lassen...

    Stumme zu, Elektronik ist schwer, sehe das an meinem eigenen Packlisten. Trotzdem würde ich kaum etwas davon nicht mitnehmen wollen.

    Smartphone ist mein Hikerhirn. Karten, Planung, alles ist da oben. Für 2-3 Tage bräuchte man das ggf nicht aber auf längerer Tour verwende ich gerne meine vorrecherchierten Unterlagen (Verpflegungslisten, Distanztabellen, abfotografierte Guidebooks,...), GPS inkl. Topokarten finde ich mitunter auch essenziell. Zusätzlich kommen dann eben sie Binusfeatures moderner Smartphones wie Kamera, Musik/Podcasts/etc., aber ebenso notfallkritische Aspekte wie Telefon oder mittlerweile sogar Satellitennotruf. Sponaten Umplanung via Internet, Hotelbuchungen, Rückreise buchen, etc. Das ALLES und mehr steckt in einem Smartphone. Klar gehört dann auch die Infrastruktur dazu (Netzstecker , Ladekabel, bei mir sogar UL Solarpanel), ohne kann ein Smartphone nicht nachhaltig betrieben werden. Da gehen also locker 350-400g auf das Konto Smartphone. Aber der Nutzen wiegt das imho absolut auf. Wer auf gewisse Features verzichten kann, greift zu einem älteren, meist leichteren Smartphone und kann ein paar Gramm sparen. Powerbank und Solarpanel bringen Autarkie, sind vl nicht unbedingt notwendig aber erhöhen eben die Flexibilität nicht an jeder Steckdose hängen zu müssen.

    Smartwatch muss man nicht haben aber es ist ohnehin "worn weight". Es gibt recht leichte Modelle, die meisten verwenden sonst auch ne Uhr. Da sehe ich dann keinen Unterschied. Ich weiß auf Tour gerne wie spät es ist, wie lange habe ich noch bis Sonnenuntergang, etc. Ohne Uhr und Smartphone mache ich das dann wie die alten Seefahrer? Eine Sport"smart"watch weckt mich in der Früh per Vibration (ohne Ton um andere nicht zu belästigen), sie führt mich via GPS als Backup im Notfall ebenso. Sie sagt mir wann exakt die Sonne untergeht bzw aufgeht. Sie trackt meine Distanz und Hohenmeter über den Tag, sprich sie hilft auch beim Einschätzen körperlicher Aspekte. Sie zeichnet meine Touren auf und ich kann sie daheim wiedergeben, das hilft mir beim Erinnern. Eine Sportuhr verwendet ohnehin die Infrastruktur des Smartphones mit (Netzstecker, Powerbank), lediglich das Ladekabel ist zusätzlich erforderlich, hier gibt es tlw. Miniadapter mit wenigen Gramm Gewicht.

    Fazit für mich: ohne diese beiden Ausrüstungsteile gehe ich nicht auf Tour. Punkt. Davor verzichte ich auf ne Full Length Iso und gehe Torsolänge, usw. Klar wird da gespart aber diese Einsparung kann eben in der Gesamtbilanz anderswo auch wieder verwendet werden und man ist in Summe trotzdem noch sehr leicht unterwegs. Mein Ziel ist nicht einen Gewichtsrekord zu brechen, sondern möglichst leicht mit mir noch vertretbarem bzw. ausreichende. Komfort unterwegs zu sein. Für meinen Komfort zählt definitiv ein Smartphone und meine GPS Uhr dazu.

    On trail hast Du für sowas eher keinen Nerv. Neue Socken hatte ich dann eh gebraucht.

    Im Grunde musst du nur deine Socken zerschneiden und ein Foto machen für später. Es fragt niemand nach der Aktualität der Fotos bei der Inanspruchnahme der Garantie. Die Inanspruchnahme machst du dann ganz gemütlich aus von Europa.

    Meine Erfahrungen in den USA sind gemischt.

    Verganges Jahr im Juli in Mammoth Lakes CA bei einem der Ausrüster, der Sockentausch macht (das sind nicht alle, die sie verkaufen): Tausch nur gegen Socken aus einem kleinen Stapel Tauschsocken, vermutlich die, die im Vorjahr nicht verkauft wurden. In meiner Größe XL war da kein einziges Paar mehr verfügbar. Pech gehabt...

    Also online: ich muß die defekten Socken nach Vermont schicken (ca. 9$) und bekomme dann einen Gutschein für den Webshop. Kostenloser Versand erst ab 50$, sonst ca. 12$ Versandkosten. Hätte ich nur ein defektes Paar gehabt, hätte ich also 21$ für die "kostenlose" Garantie bezahlt, nicht weit vom Neupreis entfernt. "Glücklicherweise" hatte ich zwei defekte Paare, so dass der Rückversand kostenlos war und damit nur 9$ für zwei Paar angefallen sind.

    Dieses Jahr im Juli in Bend OR: problemloser Tausch gegen das identische Modell im Laden, aus dem normalen Bestand.

    Vor Ort in den USA habe ich erst 1x umgetauscht (Truckee), das lief damals (2018) problemlos.

    In dem von dir beschrieben Fall würde ich es so machen, dass ich den EU Support anschreiben würde und den oben beschriebenen Weg gehe. Das bringt dir zwar vor Ort nix, da musst du dann halt die paar Dollar in neue Socken investieren, aber dafür hast du dann Credit um zurück in Europa neue Socken zu bekommen. Darn Toughs haben ja kein MHD und man kann sie zukünftig dann verwenden. Und mal ehrlich, wenn man nach vielen 100en oder gar 1000en km mal 1-2 Paar nicht ersetzt bekommt, who cares? Es ist ein Top Produkt und eigentlich wäre es sogar angebracht auf die Lifetume Guarantee zu verzichten, wenn sie ihren Job erfüllt haben. Ich handhabe es persönlich so, dass ich manchmal eintausche, manchmal aber auch darauf verzichte und einfach neu kaufe.

    Hat vielleicht schon jemand erste Erfahrungen mit dem neuen Topo Vista gemacht? Ist ja quasi das Pendant zum Olympus und sieht vielversprechend aus. Leider ist der MTN Racer 4 eine verschlechterte Version des MTN Racer 3 (komme mit der recht stark gekrümmten/gebogenen vorgeformten Ferse, ähnlich des neuen Ultraventure 4, nicht zurecht). Deshalb habe ich große Hoffnungen in den Vista. Auch wenn er leider ein halbes Vermögen kostet.