Beiträge von Mr.Tidy

    Es gibt ja auch noch den "Alpenblow" von "Alpenglow" – mit wohl nur 8 g. Heute sogar im Rabatt und auch vorrätig. Mir war es für die leichte Spielerei dann aber doch zu teuer und ich puste vorerst weiter von Hand, äh, per Mund. ^^

    Ich habe mir vor einiger Zeit den Alpenblow gegönnt. Luxus aber ich bin begeistert. Bisher hatte ich meine Thermarests immer mit dem Mund aufgeblasen. Die Alpenblow braucht etwa 3min für meine XLite NXT Regular und wiegt 8g. Per USB-C betreibe ich sie entweder per Handy oder über die Powerbank.

    WonderBär danke für den Bericht!

    War gerade selbst letzte Woche in Ligurien unterwegs. Ich bin in Sospel (Frankreich) gestarte und an der Grenze zu ITA auf die AVML gestoßen, dieser dann bis Borgo Val di Taro gefolgt, wo ich dadurch an die GEA angeschloßen habe, die ich 2024 komplett gewandert bin. Ziel war der Lückenschluss zwischen GR5/GR52 in Frankreich und der Emilia-Romagna/Toskana (GEA).

    Ich war ca. 10 Tage und 400km unterwegs. Hatte absolutes Wetterglück und fand die Gegend sehr schön. Bei schlechtem Wetter hätte ich wahrscheinlich aber mehr geflucht. Technisch zwar nicht schwer aber schon anspruchsvoll ist die AVML. Mir hat die AVML überraschenderweise sogar besser gefallen als die GEA 2024 aber das lag vielleicht auch am deutlich besseren Wetter.

    Ich werde demnächst noch einen kurzen Planungs- und Erfahrungsbericht auf meinem Blog https://www.wegalsziel.at veröffentlichen, da ich finde die Region hätte durchaus mehr Besuch durch Weitwanderer verdient.

    Falls doch eine kleine Blase/Reizung vorhanden ist; Abends/über Nacht die Stelle trocken halten, am nächsten Morgen Tape/Leukoplast drüber.

    Danke! Das hat mir bei allen Tipps mit Nadel und Faden gefehlt.

    Ist auch meine Erfahrung. Sollte es doch mal zu einer Blase kommen, mit Nadel durchstechen, Faden durchziehen (Eintrittsstelle ist ungleich Austrittsstelle! - also einmal quer durch die Blase ziehen), so das die Blase möglichst gut drainagiert. Den Faden abschneiden und drinnen lassen (an Ein- und Austrittsstelle hängt dann jeweils ein Fadenende). Ich ziehe dann sofort meine Camp-/Schlafsocken an (die sind in der Regel sauber). Die Blase rinnt über Nacht weiter aus, die trockenen, sauberen Socken nehmen das Wundwasser der Blase zusätzlich auf. Ao trocknet die Blase am besten aus (wird sie mit Tape abgeklebt trocknet sie schwerer bzw wegen schwitzen u.U. gar nicht). In der Regel ist die Blase dann am nächsten morgen leer und trocken (leerer Hautfetzen über einer abgelösten Stelle). Damit das am nächsten Tag nicht weiter aufreißt, am Morgen, vor dem Wechsel in die Wandersocken, nun sie Stelle großzügig mit Leukotape auf ssie ausgetrocknete Blase abkleben. Voila.

    Der Schwerkraft ist es ziemlich Jacke ob du Dein Gewicht im Rucksack oder im Schuh trägst. Wenn du bergauf läufst, musst du die Energie aufbringen um das Potential aufzubauen und beim bergabgehen schiebt das.

    Sehe das wie RaulDuke

    Was im Rucksack ist, ist deutlich unangenehmer. Klar verrichte ich für jedes bewegte Gramm am Körper Arbeit, Gewicht am Rücken/auf den Schultern fühlt sich aber sehr unangenehm an, wenn es zu hoch wird. Ich sehe das um Sinne einer Lastverteilung. Viele tragen deshalb ja auch Wasserflaschen vorne oder füllen ihre Fanny Packs recht voll.

    Mit deiner Aussage, man muss ohnehin das ganze Gewicht am Körper schleppen, könnte man, weiter gesponnen, beginnen darüber zu diskutieren wieso die meisten UL wollen aber trotzdem ihren Hüftspeck durch die Gegend hieven? Lieber 500g Hüftgold oder 50g im Rucksack gespart? Da würde es aus "energetischer" Sicht also mehr Sinn machen vor einer Tour 2kg abzunehmen, als eine GPS-Uhr zu Hause lassen...

    Stumme zu, Elektronik ist schwer, sehe das an meinem eigenen Packlisten. Trotzdem würde ich kaum etwas davon nicht mitnehmen wollen.

    Smartphone ist mein Hikerhirn. Karten, Planung, alles ist da oben. Für 2-3 Tage bräuchte man das ggf nicht aber auf längerer Tour verwende ich gerne meine vorrecherchierten Unterlagen (Verpflegungslisten, Distanztabellen, abfotografierte Guidebooks,...), GPS inkl. Topokarten finde ich mitunter auch essenziell. Zusätzlich kommen dann eben sie Binusfeatures moderner Smartphones wie Kamera, Musik/Podcasts/etc., aber ebenso notfallkritische Aspekte wie Telefon oder mittlerweile sogar Satellitennotruf. Sponaten Umplanung via Internet, Hotelbuchungen, Rückreise buchen, etc. Das ALLES und mehr steckt in einem Smartphone. Klar gehört dann auch die Infrastruktur dazu (Netzstecker , Ladekabel, bei mir sogar UL Solarpanel), ohne kann ein Smartphone nicht nachhaltig betrieben werden. Da gehen also locker 350-400g auf das Konto Smartphone. Aber der Nutzen wiegt das imho absolut auf. Wer auf gewisse Features verzichten kann, greift zu einem älteren, meist leichteren Smartphone und kann ein paar Gramm sparen. Powerbank und Solarpanel bringen Autarkie, sind vl nicht unbedingt notwendig aber erhöhen eben die Flexibilität nicht an jeder Steckdose hängen zu müssen.

    Smartwatch muss man nicht haben aber es ist ohnehin "worn weight". Es gibt recht leichte Modelle, die meisten verwenden sonst auch ne Uhr. Da sehe ich dann keinen Unterschied. Ich weiß auf Tour gerne wie spät es ist, wie lange habe ich noch bis Sonnenuntergang, etc. Ohne Uhr und Smartphone mache ich das dann wie die alten Seefahrer? Eine Sport"smart"watch weckt mich in der Früh per Vibration (ohne Ton um andere nicht zu belästigen), sie führt mich via GPS als Backup im Notfall ebenso. Sie sagt mir wann exakt die Sonne untergeht bzw aufgeht. Sie trackt meine Distanz und Hohenmeter über den Tag, sprich sie hilft auch beim Einschätzen körperlicher Aspekte. Sie zeichnet meine Touren auf und ich kann sie daheim wiedergeben, das hilft mir beim Erinnern. Eine Sportuhr verwendet ohnehin die Infrastruktur des Smartphones mit (Netzstecker, Powerbank), lediglich das Ladekabel ist zusätzlich erforderlich, hier gibt es tlw. Miniadapter mit wenigen Gramm Gewicht.

    Fazit für mich: ohne diese beiden Ausrüstungsteile gehe ich nicht auf Tour. Punkt. Davor verzichte ich auf ne Full Length Iso und gehe Torsolänge, usw. Klar wird da gespart aber diese Einsparung kann eben in der Gesamtbilanz anderswo auch wieder verwendet werden und man ist in Summe trotzdem noch sehr leicht unterwegs. Mein Ziel ist nicht einen Gewichtsrekord zu brechen, sondern möglichst leicht mit mir noch vertretbarem bzw. ausreichende. Komfort unterwegs zu sein. Für meinen Komfort zählt definitiv ein Smartphone und meine GPS Uhr dazu.

    On trail hast Du für sowas eher keinen Nerv. Neue Socken hatte ich dann eh gebraucht.

    Im Grunde musst du nur deine Socken zerschneiden und ein Foto machen für später. Es fragt niemand nach der Aktualität der Fotos bei der Inanspruchnahme der Garantie. Die Inanspruchnahme machst du dann ganz gemütlich aus von Europa.

    Meine Erfahrungen in den USA sind gemischt.

    Verganges Jahr im Juli in Mammoth Lakes CA bei einem der Ausrüster, der Sockentausch macht (das sind nicht alle, die sie verkaufen): Tausch nur gegen Socken aus einem kleinen Stapel Tauschsocken, vermutlich die, die im Vorjahr nicht verkauft wurden. In meiner Größe XL war da kein einziges Paar mehr verfügbar. Pech gehabt...

    Also online: ich muß die defekten Socken nach Vermont schicken (ca. 9$) und bekomme dann einen Gutschein für den Webshop. Kostenloser Versand erst ab 50$, sonst ca. 12$ Versandkosten. Hätte ich nur ein defektes Paar gehabt, hätte ich also 21$ für die "kostenlose" Garantie bezahlt, nicht weit vom Neupreis entfernt. "Glücklicherweise" hatte ich zwei defekte Paare, so dass der Rückversand kostenlos war und damit nur 9$ für zwei Paar angefallen sind.

    Dieses Jahr im Juli in Bend OR: problemloser Tausch gegen das identische Modell im Laden, aus dem normalen Bestand.

    Vor Ort in den USA habe ich erst 1x umgetauscht (Truckee), das lief damals (2018) problemlos.

    In dem von dir beschrieben Fall würde ich es so machen, dass ich den EU Support anschreiben würde und den oben beschriebenen Weg gehe. Das bringt dir zwar vor Ort nix, da musst du dann halt die paar Dollar in neue Socken investieren, aber dafür hast du dann Credit um zurück in Europa neue Socken zu bekommen. Darn Toughs haben ja kein MHD und man kann sie zukünftig dann verwenden. Und mal ehrlich, wenn man nach vielen 100en oder gar 1000en km mal 1-2 Paar nicht ersetzt bekommt, who cares? Es ist ein Top Produkt und eigentlich wäre es sogar angebracht auf die Lifetume Guarantee zu verzichten, wenn sie ihren Job erfüllt haben. Ich handhabe es persönlich so, dass ich manchmal eintausche, manchmal aber auch darauf verzichte und einfach neu kaufe.

    Hat vielleicht schon jemand erste Erfahrungen mit dem neuen Topo Vista gemacht? Ist ja quasi das Pendant zum Olympus und sieht vielversprechend aus. Leider ist der MTN Racer 4 eine verschlechterte Version des MTN Racer 3 (komme mit der recht stark gekrümmten/gebogenen vorgeformten Ferse, ähnlich des neuen Ultraventure 4, nicht zurecht). Deshalb habe ich große Hoffnungen in den Vista. Auch wenn er leider ein halbes Vermögen kostet.

    Ich habe die Rockfront Produkte gesehen. Die sind a. gerade schwer zu bekommen und b. evtl. doch etwas "flimsy" ;)

    Die Rockfront ist nicht mal so flimsy um Vergleich mit anderen UL-Jacken. Durch die Silkonbeschichtung tendiert sie auch nicht ao stark zum Hängenbleiben zB an Ästen oder Dornen, was ich als Vorteil sehe.

    Sie Pit Zips sind riesig bzw. Komplett zu öffnen. Das klingt in der Theorie toll, leider sind sie aber nicht wirklich dicht. Das größte Manko für mich, wenn einem bei Regen die nasse Sauce seitlich runterläuft. Für mich also sdoch leider wieder nur eine Option für trockene und warme Trails. Für alles andere bin ich wieder bei meiner Montbell Versalite (die etwas schwerer ist).

    Ich schmeiß auch mal das Jura in den Ring. Zwar keine Alpen aber das Hochjura hat schon alpine Züge, über der Baumgrenze. Ich war gerade auf der GTJ in Frankreich unterwegs und das Hochjura hat mir gut gefallen. Anbieten würde sich z.b. ab Bellgarde in Frankreich über den französischen Teil (entlang GTJ), dann weiter über den schweizer Höhenweg. Da kann man dann auch gut aufhören wann immer man möchte und z.B. flott per Zug zurück nach Bellegarde um das Auto zu holen.

    Auf der Via Alpina und anderen alpinen Wegen in der Schweiz macht man recht flott mehr als 1000hm Anstieg je Etappe. Wenn ich da zB an den Anstieg ab Altdort Richtung Westen und andere denke, da hast du auch mal 2.000hm im Anstieg.

    Wie soll die Anreise erfolgen, wie weit darf es von wo weg sein? Wieviele Kilometer sollen es in 4-5 Tagen ca. sein? Soll der Weg abgeschlossen sein oder kann er auch nur ein Teilatück sein? Wie schwer soll es max. sein? Usw.

    Ein bisschen konkreter macht es einfacher dir mit Vorschlägen zu dienen. Möglichkeiten im fa von dir genannten (fast gesamten) Alpenraum (FR, CH, AUT) 4-5 Tage unterwegs zu sein gibt es sehr viele.

    Wenn es um wildzelten geht, bin ich ja ein Fan von Frankreich. Aber wegen 4-5 Tagen würde ich zB nicht bis in den südlichen Teil der Alpen reisen. Als Österreicher würde ich Österreich gleich mal aus deiner Liste streichen :D .

    Falls ihr aber auch Modelle für andere Situationen empfehlen könnt, immer her damit. Irgendjemand wird es bestimmt nützlich finden.

    Cullin Nein, aber der TO sucht ja auch zusätzlich nach Modellen für andere Situationen. Ich hätte das jetzt so interpretiert, dass er z.B. auch an Gamaschen für andere Schuhe/Einsatzzwecke interessiert ist.

    Persönlich habe ich seit Jahren keine Stiefel zum Wandern getragen.

    Ohne zu drastisch Eigenwerbung machen zu wollen, in Europa erhältlich sind u.a. die Tidy Gaiters https://www.tidygear.at als Alternative zu MYOG oder anderen hier nicht erhältlichen Gaiters wie jene von Dirty Girl.

    Zu beachten ist allerdings, dass Gamaschen dieses Typs für Halbschuhe konzipiert sind und sich nicht wirklich für Schuhe eignen, die über die Knöchel gehen (Stiefel).

    Diese Art von Gaiters sind eigentlich der Standard in der (ultraleichten) Weitwander und Thruhikingszene und ihr Hauptnutzen ist genau jener, nämlich Dreck, Schmutz & möglichst alle Fremdkörper aus dem Schuh fernzuhalten. Das funktioniert, bei korrekter Montage, auch wirklich sehr, sehr gut.

    Bei mir halten Darn Tough eigentlich recht lange, mein erstes Paar dürfte ü1000km haben, wird jetzt aber doch langsam dünn, für Socken mit Merinoanteil aber hervorragend.

    Länger halten naturgemäß Socken mit hohem Polyamidanteil, ich hab ein Paar Dynafit schon länger im Wandereinsatz und mehrere Paare von CEP schon ewig lange im Laufeinsatz

    Das kann ich für mich persönlich bestätigen. Meine No 1 Socken seit Jahren sind Darn Tough für Weitwandern und CEP für Trail-/Laufsport.

    Bei Darn Toughs rechne ich mit min. 1000km pro Paar, was aber auch mehr sein kann. Bei mir werden sie zwar dünner, richtige Löcher hatte ich bisher aber so gut wie nicht. Ich bin auch nicht zimperlich mit den Socken. Meist trage ich ein Paar auf Tour fast ewig, ohne es überhaupt zu waschen. Das sind dann durchaus auch 500km durchgehend. Dann wird es aber grenzwertig und ein frisches Paar fühlt sich herrlich an.

    Die CEP sind zwar dünner aber halten beim Traillaufsport auch beinahe ewig. Ich würde sagen ebenfalls so an die 1000km im Schnitt. Persönlich mag ich sie aber beim Wandern weniger, weil ich da gerne mehr "padding" habe und ich gefühlt mehr Schlupf habe mit den CEP (rutschigeres Material).

    Kürzlich hat Christine Thürmer German Tourist noch im Podcast mit Zeltgespräche erwähnt, die Inanspruchnahme der Garantie wäre in DE nicht so einfach

    Also ich komme aus Ö. Der Kontakt ist aber meines Wissens nach der selbe. Bei mir hat es bisher 2 x genau so funktioniert. Und plane eigentlich bald meine 3. Garantie Abwicklung, weil einige Socken durch sind. Aber nagel mich nicht fest, falls die was geändert haben.

    und man die Garantie nicht nutzen kann, weil man sie nicht noch ewig rumschleppen möchte

    Eine einfachere Form der Inanspruchnahme der Lifetime Guarantee als bei Darn Tourgh gibt es imho nicht. Du musst kein kaputtes (oder sogar ungewünschtes) Paar Socken durch die Welt schleppen. Du gehst auf deren Seite: https://darntough.eu/pages/our-unco…etime-guarantee

    Füllst das Formular aus. Im Normalfall meldet man sich dann rasch per E-Mail bei dir und du wirst aufgefordert die Socken unbrauchbar zu machen (z.B. zerschneiden) und Ihnen ein E-Mail inkl. Bild der unbrauchbar gemachten Socken zu schicken. Was du mit den unbrauchbar gemachten Socken machst, bleibt dir überlassen. Du bekommst danach einen "Credit" (in Höhe des UVP des unbrauchbar gemachten Paars) führ ihren Webshop, den du gegen Socken (egal welche) eintauschen kannst. Du musst dabei nicht mal sofort einlösen, sondern kannst den Credit am Webshop Account lassen und dann später (z.B. wenn du wieder daheim bist) einlösen. Versand ist kostenlos.

    So war das zumindest bisher immer so, man möge mich korrigieren, falls sich etwas am Prozedere geändert hat.

    Ich selber habe regelmäßig die freakigsten Schmerzen kurz vor längeren Touren, die dann am Tag 1 plötzlich in Luft ausgelöst sind.

    Dito, auch schon mehrmals gehabt. Besser vor der Tour als während der Tour! Aber eine Garantie das es sich lediglich um dieses Phänomen handelt gibt es leider nicht.

    Ich würde allerdings aufgrund deiner Schilderung eher das Dehnen als Ursache ausschließen, immerhin schreibst du, du hast den Schmerz schon während des Dehnens gespürt. Denke hättest du beim Dehnen etwas beschädigt, dann hättest du das entweder aprubt gespürt oder erst zeitverzögert. Ich vermute eine unübliche/ungewohnte muskuläre Belastung? War diese Testtour länger als die Testtouren mit dem Stiefel davor? War das Profil ein anderes (auf/ab, Untergrund, etc.)?

    Dehnst du sonst oder war das eher eine Ausnahme? Wenn du sonst nie dehnst, würde ich auch bei solchen Tests oder auf Tour ebenfalls darauf verzichten. Ich dehne im Alltag nei, obwohl ich es mir oft vornehme, auf Tour traue ich mich dann ebenfalls nicht, eben weil ich Sorge habe dann mehr kaputt zu machen als zu helfen, da der Körper dieses Prozedere eben nicht gewohnt ist.

    Ich bin auch verwundert dass das erst ab km 30 grob auftaucht. Ich kann mir das nur erklären dass der Kunststoff durch die Tour am Vortag derartig gestaucht wurde und sich über Nacht nicht mehr entspannen konnte. Kann das sein? Das kann mir dann aber mit jedem Schuh passieren. Die Kante an dem Schuh ist auch blöd da viel zu hart.... Oder ist das ein Topo Problem?

    Aber wie ist das mit Trailrunnern generell? An sich sind das Jogging schuhe mit griffigerer Sohle?

    Probleme tauchen dich meist erst nach einiger Zeit/Distanz auf. Da drückt etwas erst unmerklich auf eine Stelle aber über die vielen tausend Belastungen (zB Schritte) wird das immer mehr, bis eben mal was überreizt, wund oder sonst was ist. Das selbe Prinzip gilt ja meist bei Blasen. 10km in einem Schuh der minimal an der Ferse reibt mögen in Ordnung aein aber wenn du 30km lang an der selben Stelle reibst, bildet sich plötzlich eine Blase.

    Ich kenne nicht alle Topo Modelle aber ich kenne welche, die schon sehr minimal gepolstert sind und bei denen Hartplastikteile der Schuh"wanne" schon recht stark spürbar sind. Jeder Fuß ist anders, beim einen klappt es, beim anderen kann dann so eine Stelle genug Auswirkung haben um Probleme zu verursachen.

    Ich denke das ist aber nicht Herstellerabhängig sondern jennach Modell und auch den Füßen den Nutzers. Ich hatte diverse Marken die Probleme verursacht haben aber die genauso funktioniert haben bei anderen Modellen oder anderen Versionen eines Modells.

    Mit der Zeit lernt man zu verstehen was für einen potentiell funktioniert und was nicht und man kann das dann besser einschätzen beim Anprobieren. Ganz ausgeschlossen ist ein Fehlkauf leider trotzdem nicht.

    Z.B. spüre ich für mich beim Topo Ultraventure 4 bei der Anprobe, dass die Fersenform vermutlich Probleme verursachen wird, würde ich ihn denn auf eine lange Tour mitnehmen. Die Ferse weist einen kleinen Knick auf, der drückt bei mir leicht. Ich weiß, das wird auf Dauer zum Riesenproblem. Generell probier ich nach dem Credi: wenn sich nur irgendetwas auch nur minimal nicht komfortabel anfühlt, dann lass es bleiben. Das wird auf Dauer nicht besser sondern in der Regel schlimmer. Das führt bei mir dazu, dass ich eine regelrechte Diva bin, was die Schuhauswahl anbelangt. Aber ich bin ser Überzeugung, dass das System "Füße" das wichtigste Glied in der Kette des Weitwanderns sind. Wenn die Füße nicht passen, dann geht in der Regel gar nichts mehr. Ein nicht ideal passenser Rucksack kann unangenehm sein, eine Naht des TShirts kann scheuern, etc. Das ist nicht fein aber in der Regel bedingen solche Dinge keinen Tourabbruch oder können besser als bei den Füßen "gefixt" werden. Funktionierende Schuhe, Socken, Gaiters sind deshalb für mich essentiell.

    hat auf der rechten Seite der Schuh angefangen an den äußeren Knöchel zu drücken, besonders wenn der Weg linksseitig abfällig war.

    Ich kenne diese Problematik und hatte/habe sie ebenfalls mit einigen Modellen (z.B. Hoka Torrent 2, Altra Mont Blanc Speed). Mein Eindruck war jedesmal der, dass ich zu tief im Schuh stehe bzw. Der seitliche Rand des Schuhs unter dem Knöchel zu hoch war und deshalb auf Dauer in den Knöchel drückt. Das vermehrt aich bei seitlicher Belastung in die falsche Richtung, zB beim Traversieren von Hängen oder wenn der Weg eben geneigt ist.

    Die Lösung des Problems ist mitunter schwierig bis unmöglich, beinhaltet aber u.a.:

    - bei der Anprobe bereits darauf achten ob man tief im Schuh steht und der Knöchel potentiell später den Schuhrand berührt. Dabei sollte man bedenken, dass Dämpfung über die Zeit abnimmt und man noch tiefer in den Schuh "sacken" könnte.

    - prüfen ob die Kante des Schuhs besonders Hart ausgeführt ist. Manche Hersteller schaffen es irgendwie Hartplastik einzubauen und nur minimal zu Polstern (u.a. einige Topo Modelle in der Ferse usw.). Einige Modelle sind recht weich (stark gepolstert) ausgeführt, das erachte ich immer als Vorteil, egal ob an der Fersenkappe oder seitlich.

    - u.U. hilft eine andere Schnürung den Druck zu entlasten (z.B..lockerer binden oder Löcher auslassen/umgehen, etc.)

    Es ist leider echt ärgerlich wenn man, bei mittlerweile immer noch teureren Schuhen, erst nach den ersten Tests draufkommt, dass sie eigentlich für die Fische sind. Leider spielen die meisten Hersteller von Version zu Version herum und verschlimmbessern ihre Modelle.