Ich würde den Gedanken vielleicht mal andersrum angehen.
Das Schwerste, was man mit sich trägt, ist der eigene Kopf, den man sich macht.
Das geht vielleicht schon los, wenn man meint im stark besiedelten Mitteleuropa unbedingt mit dem UL-Zelt wildcampen zu müssen, weil das halt die Amis auf den großen Trails so machen.
Weil man meint, 50g weniger auf dem Buckel würde man tatsächlich spüren, während andernorts sportliche Übungen mit extra Gewicht am Rücken im Trend liegen.
Kurz: man sollte es sich nicht mit den Gedanken an UL selbst zu schwer machen.
In Italien traf ich mal auf eine Bergwanderin/Trailrunnerin, die so sinngemäß sagte, dass Deutsche erst die perfekte Ausstattung kaufen, um dann die Tour wegen Wetter nicht zu machen.
Das ist witzig, aber auch wahr. Vielleicht ist es so witzig, weil es wahr ist. Das ist aber vermutlich nicht auf Deutsche begrenzt, sondern eher auf einen bestimmten Schlag Menschen.
"tedesco di turno" - also dem gerade turnusmäßig drankommenden Deutschen
Auch witzig. Vermutlich auch nicht auf Deutsche begrenzt. Es gibt doch immer so Leute, die selbst im tiefsten Winter in kurzen Hosen rumlaufen. Es kann sich allerdings auch um "Preißn" handeln, wie man in Bayern sagt. "Klapperlwanderer", also jemanden ohne Bergerfahrung aus dem Flachland, der meint in Sandalen Bergtouren machen zu können. Kommt drauf an, ob die es aus eigener Kraft wieder runter vom Berg schaffen oder die Bergwacht ausrücken muss. ![]()