Beiträge von DerLandstreicher

    Habe heute mein Naturehike Tagar 1 in grün erhalten und bin ob der Qualität und Verarbeitung positiv schockiert. Das sieht doch alles sehr fein aus. Ich hatte mich schon ob des günstigen Preises (hatte EUR 109,- bezahlt) schon damit abgefunden, dass ich dem Zelt vielleicht ein paar Kleinigkeiten verzeihen müsste, aber das gibts nichts zu verzeihen. Dafür, dass ich es erstmal provisorisch mit Klebeband aufm Parket aufgestellt habe, stand es schon richtig gut. Bin 1,90 m und kann drin gut sitzen und liegen. Kopf und Fussende haben dreieckige Stücke Moskitonetz bis in ca. 30 cm Höhe, sodass man bei Kondenswasser am Aussenzelt dieses nicht mit dem Schlafsack berühren kann. Gut mitgedacht.

    Das Zelt scheint nur von aussen silikonbeschichtet zu sein und ist von innen mit Nahtdichtungsbändern abgeklebt. Sieht alles sehr sorgfältig aus. Finde ich gut, muss ich nicht mehr mit Silikon rummatschen.

    Da die Firststange satte 55 cm lang ist, ergibt sich zusammen mit dem oberen Teil der Apsis eine senkrechte Abdeckung des Innenzelts - es kann also bei Regen bei offener Apsis nicht ins Innenzelt regnen. Das hat das allseits bekannte Vorbild dieses Zelts nicht hinbekommen.

    Der Zeltstoff wiegt 710 g, das Gestänge 280 g = 990 g. Schön!

    Gibt 12 rote Aluheringe zu je 8 g und vier Sturmabspannleinen dazu.

    Es gab einige negative Bewertungen im Netz, dass einige Zelte stark nach Chemie oder Fisch rochen. Einen Hauch Fisch meine ich auch riechen zu können, aber habs jetzt ein paar Stunden draussen gelüftet und rieche nichts mehr. Ist nur seltsam wie sowas passieren kann...


    "Du Fiete, bringst du noch Fisch aufs Festland rüber?

    "Jau!"

    "Kannst du noch ein paar Zelte mitnehmen?"

    "Jau, schmeiss mal oben drauf!"

    Hab bisher immer "konservativ" eingekauft. In deutschen Shops mit Vorkasse.

    Überlege mir ein Naturehike Zelt zu kaufen. Kann ich über die Kreditkarte eines Freundes bezahlen. Würdet ihr empfehlen, das direkt über den Naturehike Shop zu machen (kommt mir seriöser vor) oder über einen Amazon Händler (kommt mir etwas "windig" vor).

    Falls was nicht passt: klappt das mit der Retoure problemlos oder kann es Probleme geben, weil der Händler ja im AUsland sitzt?

    Wer hat da Erfahrung?

    Einen guten Kompromiss, was Gewicht, Platz und "Ganzjahrestauglichkeit" betrifft, finde ich das Hilleberg Enan. Ohne Schneelast natürlich.

    Es hat ziemlich große Lüfter, das Außenzelt geht aber bis zum Boden. Gleichzeitig hat es ein dichtes Innenzelt, aber eine große Meshtür. Man kann sich also bei Bedarf einigeln, hat aber auch die Möglichkeit für ordentliche Lüftung zu sorgen.

    Das Svalbard wäre mir etwas zu schwer dafür. Zu der Lüftung des 'Svalbard" kann ich nichts sagen. Ich denke das ist eher ein 3-Jahreszeiten-Zelt: Herbst - Winter - Frühling

    Also wenn ich mir mal die umfangreichen Fotos bei Globetrotter anschaue, hat das Svalbard dieselben Merkmale wie das Enan, aber die belastbareren Stoffe. Man spart beim Enan ca. 400 g, beim Svalbard 600 Euro. Muss man wissen, ob es einem das wert ist.

    Widersprichst Du Dir hier nicht selbst etwas? Im Eröffnungspost suchst Du ja nach einem Zelt, das im deutschen Sommer brauchbar ist und fragst nach der "Luftigkeit". Ich lese da raus, dass Du mit "deutscher Sommer" also schönes Wetter meinst.

    Ursprünglich war der deutsche Sommer ja luftig leicht und deshalb hatte ich mir ja ein Tarp besorgt. Diese Extremwetterlagen, die dann diese Jahr kamen, waren neu und laut Klimaprognose gehören die in Zukunft wohl zum deutschen Sommer dazu.

    Also muss das Zelt die Grätsche zwischen Luftigkeit und schwerem Gewitter schaffen. Da ich mir keines der teuren Leichtzelte leisten kann, geht das bei mir wohl nur mit einem etwas preiswerteren, dass dann eben schwerer ist.

    Deutscher Sommer! Was ist nur aus dir geworden?;)

    Einen guten Kompromiss, was Gewicht, Platz und "Ganzjahrestauglichkeit" betrifft, finde ich das Hilleberg Enan. Ohne Schneelast natürlich.

    Es hat ziemlich große Lüfter, das Außenzelt geht aber bis zum Boden. Gleichzeitig hat es ein dichtes Innenzelt, aber eine große Meshtür. Man kann sich also bei Bedarf einigeln, hat aber auch die Möglichkeit für ordentliche Lüftung zu sorgen.

    Das Svalbard wäre mir etwas zu schwer dafür. Zu der Lüftung des 'Svalbard" kann ich nichts sagen. Ich denke das ist eher ein 3-Jahreszeiten-Zelt: Herbst - Winter - Frühling

    Alle beim Hilleberg von dir aufgezählten positiven Eigenschaften hat das Nordisk aber auch. Insofern ist es genauso sommertauglich.

    Hi. Ich habe das Vorgängerzelt, nämlich das Nordisk Pasch Si (baugleich mit dem Svalbard). Das Zelt ist natürlich auch für den Sommer brauchbar, hat ja am Ende und vorne einen Lüfter, auch kann die Innentür nur mit dem Moskitonetz verschlossen werden. Mit dann realen 1700Gr. natürlich nicht ultraleicht, aber sehr robust (man benötigt z.B. keinen Footprint).

    Ja, ich war auch erstaunt über die verwendeten Stoffe. 40 D fürs Aussenzelt ist ja schon mal knackig, aber das 150 D für den Boden kommt ja knapp vor Stahlbeton.;)

    (ich weiss selbst, dass das nicht UL ist, aber hier gibts eben die Experten...)

    Die Frage ist: warum?

    Wie PositivDenken schon sagt ist das für Deutschland im Sommer viel zu schwer. Im dt. Sommer möchte ich persönlich eine Tarp/ Netz Kombi bei der insbesondere das Tarp möglichst leicht und kompakt ist, da ich es zu 99% eh nicht aufbaue. Mückenschutz mit Sternenblick und möglichst guter Belüftung ist doch wesentlich angenehmer. Am besten mal im Zelte unter 500g Thread ein bisschen umher lesen, da sind auch sehr günstige Optionen da ein.

    Ich weiss ja nicht, wo du dieses Jahr den deutschen Sommer erlebt hast. Bei uns zuhause hatten wir mehrere extreme Gewitterfronten mit vollgelaufenen Kellern und Regenmengen von 60 Litern in drei Stunden.

    Ich habe mal vorher probeweise mein Tarp aufgebaut und der Nachbar irgend so ein Militärzelt. Das Zelt haben wir später im Wald wieder gefunden. Mein Tarp hat zwar gehalten aber ich hätte in der Situation nicht drunter liegen wollen.

    Es gab Zeiten, da habe ich Touren nicht angetreten, weil in der Woche an zwei oder drei Tagen genau solch ein Wetter angekündigt wurde. Und das kam dann auch so. Ein Freund hat auf einem Campingplatz noch so viel Zerstörung erlebt. Mit einem Zelt wie dem genannten Nordisk Svalbard hätte ich die Tour gemacht. Sicher kann man ein Tarp wohl sturmfest aufbauen aber komfortabel ist anders. Das lässt sich in einem stabilen Zelt besser aushalten. Und das Nordsik ist ja auch nicht deshalb schwerer, weil sie da Bleikugeln mit eingenäht haben. Die Stoffe sind von der Belastbarkeit deutlich höher. Und das würde mich doch sehr beruhigen. (und der Preis auch)

    Du hast recht, ich hatte nur in die Specs geschaut auf der Website. Dann habe ich wohl die gefalteten Maße als Berechnungsgrundlage genommen. Es geht ja dabei darum, die Wände Steiler zu gestalten und dadurch gegenüber einem Mid eine bessere Kopffreiheit zu schaffen. Dafür benötigt die Querstange nicht die Breite der Bodenwanne.

    Es ging mir hier aber nicht um Kopffreiheit, sondern darum dass es bei offenen Apsiden nicht ins Innenzelt regnet.

    Beispielsweise ein Nordisk Svalbard 1 SI:

    Nylon-Innenzelt, nur am Fussende und oben über dem Kopfende zwei Lüfter mit Moskitonetz und wahlweise Moskitonetz an der gesamten Tür. Wird als Drei-Jahreszeiten-Zelt beworben - da gehört ja der Sommer auch mit dazu.

    Ist sowas in einem deutschen Sommer brauchbar? Ist die Grösse der Moskitonetzfläche der alleinige Massstab für "Luftigkeit" oder geht das auch mit Nylon-Innenzelt und eben einer gut funktionierenden Belüftung?

    Auf der Herstellerseite gibts keine aussagekräftigen Bilder, deshalb der Link hierhin:

    SVALBARD 1 SI TENT
    Nordisk SVALBARD 1 SI TENT - Einpersonenzelt für in FOREST GREEN ✓ online & in deiner Filiale ✓ 36 Monate Garantie ► Jetzt kaufen
    www.globetrotter.de

    Ein höherer Preis garantiert nicht zwangsläufig bessere Arbeitsbedingungen. Die Differenz fliesst oft in die Taschen der Führungskräfte. Dass man das als Endverbraucher gar nicht kontrollieren kann, ist gewollt. Zertifikate kann man einfach kaufen. Für prekäre Arbeitsbedingungen muss man nicht nach China schauen. Bei Übernachtung in preiswerten Pensionen habe ich auch öfter mit Arbeitern geredet, die dort übernachtet haben ("Monteurzimmer"). Wie die leben, willst du gar nicht wissen. Es gibt auch kasernenartige eingezäunte und vergammelte Wohnsiedlungen in entlegenen Gegenden, aus denen die Leute morgens zur Arbeit von Bussen abgeholt werden. Die arbeiten auf Schlachthöfen oder bei Abbruchunternehmen. Ich rede manchmal am Zaun mit den Leuten. Google translate hilft hier gut. Sind oft Menschen aus Rumänien.

    Habe diesen Sommer ein paar Übernachtungen mit Tarp gemacht und gemerkt, dass ich wohl eine "Schutzstufe" mehr Stoff um mich brauche. Mit dem neuen Daunenschlafsack ist ne Bodenwanne schon beruhigender und wenn ich die dann aus Tyvek machen würde und noch mit Moskitonetz herumbasteln würde, kann ich mir besser sowas wie ein Lunar Solo oder Lanshan 1 zulegen. Und aufm Campingplatz will ich auch mal ohne Öffentlichkeit ne Hose wechseln können.

    Übers Lunar Solo habe ich schon etlich positive Berichte gelesen, der Aufbau kann u.U. aber wohl etwas tricky sein.

    Lanshan ist erfreulicherweise preiswerter, das nimmt man natürlich gerne mit.

    Ich denke mal das "Pro" wäre besser, weil es stabileres Silnylon hat. Das Innenzelt des preiswerteren interessiert mich weniger. Mit der Kondensproblematik bin ich vertraut (hatte ich sogar unterm Tarp obwohl dort ja die Belüftung kaum besser sein kann). Ich hatte mal beim Doppelwandzelt ne Situation wo das Kondens durchs Moskitonetz durchkam. Beim Einwand kann man schön mit nem Handtuch sauberwischen - beim Doppelwand geht das schlecht bis gar nicht.

    Wenn ich mir Fotos der beiden Zelte anschaue, dann steht das Lanshan oft wie stramm ne Wurstpelle während das Lunar Solo häufig schlecht gespannt und zerknittert im Wald steht.

    Also: wer hat ein Lanshan Pro und kann ein bischen was erzählen?:)