Es gibt bei Adventure Alan eine Artikelserie mit Messreihe zu dem was sie "Frankenstove" nennen. Mit Messung in Windstille und bei minimal Wind. Ursprünglich haben sie einen Jetboil Stash Pot mit MSR Pocket Rocket Deluxe (oder alternativ Soto Windmaster wie du) kombiniert und postuliert, dass es die beste Kocher-Kombination sei, wenn man Windresistenz, Verbrauch, Kochzeit und Gewicht gemeinsam betrachtet und das dann Frankenstove genannt. Mittlerweile haben sie die Empfehlung für den Stash Topf durch eine günstigere Lösung nicht unähnlich Deiner geändert (Edit: Firemaple Petrel G2 und G3 – nicht weil besser, sondern weil günstiger).
https://www.adventurealan.com/best-backpacking-stove-system/
Sie kommen mit PRD und Stash auf 5.8 g bis 6.2 g Gas auf 500 ml bei 1,5°C was sich mit deinen Werten deckt.
Wenn ich das richtig überfliege, liegen die Verbräuche mit regulärem Toaks 900ml Topf z.B. in den gleichen Szenarien bei 14-15 g Gas. Also bummelig 8g gespartes Gas pro 500 ml durch den Wärmetauscher.
Das persönliche Optimum ist entsprechend eine Frage der Tourdauer und wie diese zu den den diskreten Kartuschenvolumina passt.
Ich habe das noch mal eben nachgelesen. 500 ml Wasser werden erhitzt.
Ohne Wind:
MSR Pocket Rocket Deluxe + Stash Pot: (1,5°C, windstille): 5,8 g Gas
MSR Pocket Rocket Deluxe Kit / BRS + Toaks 900 / SOTO Windmaster + Toaks 900ml (1,5°C, windstille): 8,8 bis 10,7 g Gas
Mit etwas Windzug:
MSR Pocket Rocket Deluxe + Stash Pot: (1,5°C, 8 km/h Wind): 6,2 g Gas
SOTO Windmaster + Toaks 900ml (1,5°C, 8 km/h Wind): 13,1 g Gas
MSR Pocket Rocket Delux Kit (1,5°C, 8 km/h Wind): 14,8 g Gas.
Sehr grob übern Daumen gepeilt ist der Stash Topf bei Windstille bei diesen Tests in der Lage knapp doppelt so viel Wasser pro Kartusche zu erhitzen, wie Systeme ohne Wärmetauscher.
Sehr grob übern Daumen gepeilt ist der Stash Topf bei etwas Wind bei diesen Tests in der Lage etwas mehr als doppelt so viel Wasser pro Kartusche zu erhitzen.
Fazit für mich:
Wenn die Tour so kurz ist, dass die kleinste 100g Kartusche auch bei dem fast doppelt so hohen Verbrauch mit einem Topf OHNE Wärmetauscher ausreicht, dann ist das natürlich die leichteste Wahl. Sobald die Tourdauer bedingt, dass man ohne Wärmetauscher eine Kartusche größer gehen müsste, sind Systeme mit Wärmetauscher leichter.
Als Beispiel bei angenommenen 500 ml heißem Wasser für ein übliches Real Turmat und 200ml Kaffe reicht eine klassische Kombination ohne Wärmetauscher beim Kochen im Zelt etwa 10 Tage. Bei 1.000 ml heißem Wasser (z.B. für 2 Personen oder mehr Teebedarf) ist man bei 5 Tagen. Alles darüber hinaus wird mit dem Wärmetauscher leichter. Es sei denn man hat irgendwann die Situation eine zweie Kartusche zu benötigen. Dann beginnt das Rechenspiel von vorne. Bei den dann vorherrschenden Gewichten halte ich die ~30g Mehrgewicht eines Wärmetauschers dann allerdings auch für hoffnungslos irrelevant.