Beiträge von Bohnenbub

    Beim letzten Filmdreh haben wir übrigens festgestellt, dass die LEDs sogar flimmerfrei sind.

    [/ot]

    Zumindest auf maximaler Leuchtstufe. Soweit ich weiß, können LEDs nicht klassisch dimmen, sondern erreichen geringere als die maximale Helligkeit, in dem sie die LED hochfrequent an und ausschalten. Das kann bei fiesem Mismatch mit der Verschlusszeit der Kamera übles Geflicker geben. Also beim Filmen im Zweifel immer Vollgas an der Lampe :)

    Nicht "klassisch UL" aber doch mit einigen Überschneidungen bzgl. Materialien etc: Samaya. Ich habe gerade auf deren Website gesehen, dass sie scheinbar ihre Zelte im DAC Windlab gehabt haben. Leider habe ich noch keine richtigen Videos davon gesehen, außer kurzen, eingebetteten Ausschnitten. Aber immerhin:

    Samaya | Freedom has never been so light
    Équipement alpin ultraléger conçu pour les alpinistes et les aventuriers. Découvrez toute la gamme, avec la livraison gratuite dans le monde entier à partir de…
    www.samaya-equipment.com

    (runter scrollen bis zum schwarz-weißen Video)

    Es gibt bei Adventure Alan eine Artikelserie mit Messreihe zu dem was sie "Frankenstove" nennen. Mit Messung in Windstille und bei minimal Wind. Ursprünglich haben sie einen Jetboil Stash Pot mit MSR Pocket Rocket Deluxe (oder alternativ Soto Windmaster wie du) kombiniert und postuliert, dass es die beste Kocher-Kombination sei, wenn man Windresistenz, Verbrauch, Kochzeit und Gewicht gemeinsam betrachtet und das dann Frankenstove genannt. Mittlerweile haben sie die Empfehlung für den Stash Topf durch eine günstigere Lösung nicht unähnlich Deiner geändert (Edit: Firemaple Petrel G2 und G3 – nicht weil besser, sondern weil günstiger).

    https://www.adventurealan.com/best-backpacking-stove-system/

    Sie kommen mit PRD und Stash auf 5.8 g bis 6.2 g Gas auf 500 ml bei 1,5°C was sich mit deinen Werten deckt.

    Wenn ich das richtig überfliege, liegen die Verbräuche mit regulärem Toaks 900ml Topf z.B. in den gleichen Szenarien bei 14-15 g Gas. Also bummelig 8g gespartes Gas pro 500 ml durch den Wärmetauscher.

    Das persönliche Optimum ist entsprechend eine Frage der Tourdauer und wie diese zu den den diskreten Kartuschenvolumina passt.

    Ich habe das noch mal eben nachgelesen. 500 ml Wasser werden erhitzt.

    Ohne Wind:

    MSR Pocket Rocket Deluxe + Stash Pot: (1,5°C, windstille): 5,8 g Gas

    MSR Pocket Rocket Deluxe Kit / BRS + Toaks 900 / SOTO Windmaster + Toaks 900ml (1,5°C, windstille): 8,8 bis 10,7 g Gas

    Mit etwas Windzug:

    MSR Pocket Rocket Deluxe + Stash Pot: (1,5°C, 8 km/h Wind): 6,2 g Gas

    SOTO Windmaster + Toaks 900ml (1,5°C, 8 km/h Wind): 13,1 g Gas

    MSR Pocket Rocket Delux Kit (1,5°C, 8 km/h Wind): 14,8 g Gas.


    Sehr grob übern Daumen gepeilt ist der Stash Topf bei Windstille bei diesen Tests in der Lage knapp doppelt so viel Wasser pro Kartusche zu erhitzen, wie Systeme ohne Wärmetauscher.

    Sehr grob übern Daumen gepeilt ist der Stash Topf bei etwas Wind bei diesen Tests in der Lage etwas mehr als doppelt so viel Wasser pro Kartusche zu erhitzen.

    Fazit für mich:

    Wenn die Tour so kurz ist, dass die kleinste 100g Kartusche auch bei dem fast doppelt so hohen Verbrauch mit einem Topf OHNE Wärmetauscher ausreicht, dann ist das natürlich die leichteste Wahl. Sobald die Tourdauer bedingt, dass man ohne Wärmetauscher eine Kartusche größer gehen müsste, sind Systeme mit Wärmetauscher leichter.

    Als Beispiel bei angenommenen 500 ml heißem Wasser für ein übliches Real Turmat und 200ml Kaffe reicht eine klassische Kombination ohne Wärmetauscher beim Kochen im Zelt etwa 10 Tage. Bei 1.000 ml heißem Wasser (z.B. für 2 Personen oder mehr Teebedarf) ist man bei 5 Tagen. Alles darüber hinaus wird mit dem Wärmetauscher leichter. Es sei denn man hat irgendwann die Situation eine zweie Kartusche zu benötigen. Dann beginnt das Rechenspiel von vorne. Bei den dann vorherrschenden Gewichten halte ich die ~30g Mehrgewicht eines Wärmetauschers dann allerdings auch für hoffnungslos irrelevant.

    Also vermutlich auch irgendwas um 5 g / 500 ml herum? Oder wieviel Wasser erwärmst du abends?

    Bei mir sind's etwa 130g + 16g für Jetboil Stash Topf und Deckel und ~83g für den Pocket Rocket Deluxe. Eure Idee mit halber Flamme zu kochen werde ich mal ausprobieren. Ich vermute schwer, dass es sehr von der Außentemperatur abhängt, ob das zielführend ist, oder nicht. D.h. ob man beim langsamen Kochen in kalten Umgebungen viel Wärme über den Topf wieder an die Umgebung verliert.

    Es gibt bei Adventure Alan eine Artikelserie mit Messreihe zu dem was sie "Frankenstove" nennen. Mit Messung in Windstille und bei minimal Wind. Ursprünglich haben sie einen Jetboil Stash Pot mit MSR Pocket Rocket Deluxe (oder alternativ Soto Windmaster wie du) kombiniert und postuliert, dass es die beste Kocher-Kombination sei, wenn man Windresistenz, Verbrauch, Kochzeit und Gewicht gemeinsam betrachtet und das dann Frankenstove genannt. Mittlerweile haben sie die Empfehlung für den Stash Topf durch eine günstigere Lösung nicht unähnlich Deiner geändert (Edit: Firemaple Petrel G2 und G3 – nicht weil besser, sondern weil günstiger).

    Best Backpacking Stove Systems 2025 Ultralight Fast Efficient
    These are the fastest boiling, most fuel efficient, most cold and wind resistant backpacking stove systems for basic food prep.
    www.adventurealan.com

    Sie kommen mit PRD und Stash auf 5.8 g bis 6.2 g Gas auf 500 ml bei 1,5°C was sich mit deinen Werten deckt.

    Wenn ich das richtig überfliege, liegen die Verbräuche mit regulärem Toaks 900ml Topf z.B. in den gleichen Szenarien bei 14-15 g Gas. Also bummelig 8g gespartes Gas pro 500 ml durch den Wärmetauscher.

    Das persönliche Optimum ist entsprechend eine Frage der Tourdauer und wie diese zu den den diskreten Kartuschenvolumina passt.

    130g in XXL laut meiner Liste. Möglich, dass es die blauen 282 sind, die ich da gemessen habe. Dann wären die Schwarzen vielleicht noch mal 10g schwerer.

    Für Winter in den Skanden habe ich natürlich zusätzlich zu den 282-02s auch ein zweites Handschuhsystem bestehend aus Liner, Wollfäustling & GTX Überzug. Das kommt aber eher seltener zum Einsatz, da die 282-02 für mich beim Skifahren im Winter einen Großteil der Temperaturen perfekt abdecken und ich dabei zumindest grobmotorische Tätigkeiten anders als in Mittens gut erledigen kann. Für 27 USD auch noch angenehm günstig.

    Showa Temres 282-02, die Schwarzen, ist der Geheimtip schlechthin für wasserdicht, warm (genug) und leicht. Es sei denn, du schließt diese eigentlich aus der Fischerei kommenden Arbeitshandschuhe mit aus.

    Ich finde die Schwarzen gerade nirgendwo, sind die blauen "baugleich" oder gibt es da Unterschiede?

    Die Schwarzen sind deutlich länger und haben einen Zug zum abschließen. Das Material ist soweit ich es überblicken kann identisch. Die Dinger sind seit einigen Jahren DER Tipp schlechthin unter Eiskletterern, Ski-Mountaineering etc.

    Showa Temres 282-02, die Schwarzen, ist der Geheimtip schlechthin für wasserdicht, warm (genug) und leicht. Es sei denn, du schließt diese eigentlich aus der Fischerei kommenden Arbeitshandschuhe mit aus.

    Stimme dir zu. Kann allerdings verstehen, dass sie bei aller Transparenz nur bis zur "sicheren" Geschwindigkeit hinauf öffentlich zeigen. Es wäre ungemein spannend zu sehen, an welchem Punkt es kollabiert ist – und wie. Ich nehme schwer an, dass es das Filmmaterial gibt: Denn wenn sie schon die Kosten eines Windkanaltests auf sich nehmen (das ist nicht günstig meines Wissens nach), würde ich erwarten, dass sie es bis an sein Ende testen, um zu schauen, wo die neuralgischen Punkte sind.

    Ich weiß nicht, ob ich es hier im Thread schon mal gepostet habe: Vom DAC Windkanal gibt es einen Haufen Footage & Infos, der nicht so einfach auffindbar ist, weil er schlecht vertaggt bzw. beschrieben ist. Hier einfach spaßeshalber das andere Ende des Spektrums:

    1.)

    Mountain Hardwear EV2 und EV3 bei 96 MPH / 42 m/s. Das Leistungsmaximum des Windkanals gibt DAC mit 45 m/s an. Ordentlich.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    2.)

    Ich habe vor einiger Zeit mal einen Koreanischen Blog gefunden, die 2013 Tests vom Slingfin Hardshell und OneUp gemacht haben. Dort wird der DAC Firmenchef als Urheber der Fotos geführt. Ob er nun mit dem Blog verbandelt ist, evtl sogar der Urheber ist oder nicht, erschließt sich mir nicht direkt. Ziel der Übung war rauszufinden, wie stark die Zeltgeometrie OHNE jegliche Abspannung ist. 28m/s ist schon eine sehr ordentliche Ansage für ein 4 Personen Zelt: https://blog.naver.com/hongjink1/120193256418

    Gab es nicht mal einen "Zelte im Wind" Thread? Kann den so unmittelbar nicht finden. Da wäre es vermutlich besser aufgehoben.

    Keine astronomischen Geschwindigkeiten, aber bei aller Kritik an Decathlon, finde ich es cool, dass sie Windtests machen und die auch öffentlich zeigen. Gibt zumindest ein Gefühl.

    Simond auf Instagram: "Built to hold when the storm hits 👊 Wind test for the Dyneema Tarp 🌬️ #trekking #mountaingear #bivouac"
    3,727 likes, 65 comments - simond am November 13, 2025: "Built to hold when the storm hits 👊 Wind test for the Dyneema Tarp 🌬️ #trekking #mountaingear…
    www.instagram.com

    Für diejenigen, die nicht drauf zugreifen können: Das neue Simond DCF "Duplex / Duos / Unbound / Dipole / The Two / ..." wird bis 70 km/h im Windkanal stabil stehend gezeigt.

    Danke für eure Einschätzungen zur Tourtauglichkeit im Norden. Für kleine "Microadventures" im Kanu & Co hier in der Gegend würde ich da trotzdem mal mit der Idee spielen. Dazu muss es vermutlich auch nicht 100 €+ und Dreivierteljahr Wartezeit für den Bushbuddy Mini sein, oder? Was bietet sich da als pragmatische Lösung an? Und bietet es in dem Anwendungsfall "Einfach Draußen sein" irgendwelche Vorteile gegenüber einem kleinen Feuer?

    Moin allerseits,

    ich finde diese kleinen Kamine durchaus sehr charmant: Ein offenes Feuer mit entsprechend wohligem Geruch, kein Gaskartuschen-Müll, Ruhe, Besinnlichkeit. Aber wie sieht das in der Praxis wirklich aus wenn die Bedingungen nicht ideal sind – wir also nicht wie im Mittelmeerraum Zugriff auf ausgedörrtes Zweigwerk haben, was sich begeistert den Flammen übergibt?

    Für eine Fjelltour kommt es vermutlich wegen Brennstoff-Knappheit ohnehin weniger in Frage(?) und ist eher etwas für Wald- und Wiesenlandschaften. Aber was wenn es wirklich nass ist?

    Ich nehme mal beispielhaft so einen Klassiker der Wanderei, bei dem ich so einen Kocher durchaus sehe: Bohusleden. Viel Wald. Gestrüpp etc.

    Kriegt man damit auch nach ordentlich Regen sein Abendbrot zuverlässig warm? Braucht es dazu stundenlanges Stöbern nach den letzten verbleibenden trockenen Hölzern? Oder artet das in eine einstündige Zündelei aus, die am Ende den inneren Feuerteufel befriedigt aber das Wasser nur mit viel Zuspruch auf 50 °C erwämt? :D

    PositivDenken Du sagst du nutzt es viel und wohnst und wanderst primär in Schweden, wenn ich das recht überblicke? Siehst du sowas auf dem Gröna Bandet z.B.?

    Moin du,

    ok zu solchen Distanzen kann ich nichts sagen, interessant zu hören.

    Ich weiß nur, dass die "üblichen" Südpol-Touren vom Union Glacier / Hercules Inlet zum Südpol so um die 1.100 km lang sind. Und das scheinen die Paris gut durchzuhalten, sonst würden sie dafür nicht regelmäßig genutzt (am Geld scheitert es bei so einer Tour nicht hehe).

    Wie lang warst du auf dem Vita Bandet? 1.400 km um und bei? Halbe Strecke wäre ~700 km. Kannst du einschätzen, warum die auf dem weißen Band so schnell aufgeben im Vergleich? Vereiste Scooter Spuren? Pistenquerungen?

    Fair @einfach abgeschnitten lassen. Ich kann mir vorstellen, dass ähnlich wie in der Aerodynamik z.B. der hintere Abschluss Einfluss auf den Zugwiderstand haben könnte. Aber das ist vermutlich vernachlässigbar.

    Edit: Ein Nachteil könnte in Abhängen sein, wenn die Pulka vor dir "rückwärts" den Hang runter rutscht. Da könnte sie sich ohne Hinterteil womöglich im Schnee verhaken. Kein Beinbruch aber je nach Route womöglich nervig.

    Was ist denn dann überhaupt der Vorteil von Pullpac, Selbstbau mit HDPE und co? Die Paris Schlitten werden ja sogar bei Touren zum Südpol genutzt, sind billig, vergleichsweise leicht (insbesondere wenn abgeschnitten) und ultra robust.